CopenPay jetzt ganzjährig: Preisgekröntes Konzept zur Belohnung positiven Verhaltens von Touristen in Kopenhagen wird ausgeweitet

Mit CopenPay können Kopenhagen-Reisende jetzt ganzjährig nachhaltig die dänische Hauptstadt entdecken. Foto: VisitDenmark/Daniel Rasmussen

NEWS Kopenhagen (vdk/pr). CopenPay, eine Tourismusinitiative, mit der Kopenhagen positives Verhalten von Touristen belohnt, startet am 22. Juni als dauerhafte, ganzjährige Plattform. Gäste der Stadt leisten durch einfache positive Aktionen – vom Müllsammeln in den Kanälen bis hin zur Anreise mit dem Fahrrad zu Museen – einen Beitrag für ihr Reiseziel und die Lokalbevölkerung und erhalten dafür Belohnungen in Form von kostenlosen oder ermäßigten Erlebnissen. Ins Leben gerufen wurde die Initiative bereits 2025 von Wonderful Copenhagen, der offiziellen Tourismusorganisation Kopenhagens. Seit 2026 ist das Programm unter dem Namen DestinationPay offen für die Adaption durch andere Destinationen. Mehrere offizielle Tourismusorganisationen – darunter in Deutschland visitBerlin und Bremen Tourismus – haben es in diesem Jahr bereits für einen Aktionsmonat umgesetzt.

CopenPay jetzt ohne Enddatum

Das Tourismusmodell CopenPay kehrt diesen Sommer ohne Enddatum zurück und verändert die Art und Weise, wie TouristInnen Kopenhagen entdecken: Positive Aktionen ersetzen traditionelles Sightseeing. „In einer Zeit, in der TouristInnen weltweit oft für ihr Verhalten kritisiert werden, bietet CopenPay in Kopenhagen eine neue Möglichkeit, sich positiv mit der Stadt auseinanderzusetzen“, sagt Rikke Holm Petersen, Leiterin des Bereichs Verhalten bei Wonderful Copenhagen. „Inspiration und soziales Engagement scheinen die neuen Souvenirs zu sein.“ Mehr als 30.000 Touristen haben bereits an CopenPay-Aktionen teilgenommen. Die Europäische Kommission bezeichnete das Modell als „Wegbereiter für den Tourismus“.

Von Müllsammeln in Kopenhagens Kanälen bis zu Tauschaktionen für Kleidung – CopenPay ist jetzt ganzjährig möglich. Foto: VisitDenmark/Daniel Rasmussen/CopenPay
Von Müllsammeln in Kopenhagens Kanälen bis zu Tauschaktionen für Kleidung – CopenPay ist jetzt ganzjährig möglich. Foto: VisitDenmark/Daniel Rasmussen/CopenPay

Neue Studie: Touristen werden nicht durch Belohnungen, sondern durch Erlebnisse motiviert

Eine neue Studie zum Gästeverhalten der Analyseagentur Maple liefert eine überraschende Erkenntnis: Touristen werden stärker durch ihre positiven Aktionen motiviert, als durch die dadurch erhaltenen Belohnungen. Nur 23 Prozent geben an, durch die Belohnung selbst motiviert zu sein. Demgegenüber sagen fast die Hälfte – 48 Prozent –, ihre Hauptmotivation sei die Möglichkeit, ein einzigartiges, sinnvolles und lehrreiches Erlebnis zu bekommen. Darüber hinaus geben sieben von zehn der Teilnehmenden an, ihre Gewohnheiten zu Hause geändert zu haben. Diese Erkenntnis stellt gängige Vorstellungen über Verhaltensänderungen im Tourismus infrage. Nicht Anreize allein, sondern das Erlebnis selbst motiviert die Besucherinnen und Besucher. Aufgrund dieser Erkenntnisse erweitert CopenPay sein Angebot an Erlebnissen stetig. BesucherInnen können an immer mehr praktischen Aktionen in der ganzen Stadt teilnehmen: „Unser Ziel ist es, positive Erlebnisse in der Stadt zu fördern, die Menschen aktiv aufsuchen, und ihnen Erfahrungen und Erkenntnisse mitzugeben, die sie mit nach Hause nehmen können“, so Rikke Holm Petersen.

 

Der Verkehr spielt eine zentrale Rolle 

Eine Reise beginnt bereits zu Hause, deshalb ist der Verkehr ein wichtiger Bestandteil der Initiative CopenPay. BesucherInnen, die mit dem Zug nach Kopenhagen reisen, werden mit verschiedenen Anreizen belohnt, darunter kostenlose Leihfahrräder und Fahrradkurse. So lässt sich die Stadt einfach und sicher auf zwei Rädern erkunden. „Kopenhagen ist die Fahrradhauptstadt der Welt, und mit CopenPay möchten wir unseren Gästen etwas mitgeben, das sie mit nach Hause nehmen können – und gleichzeitig die Fortbewegung in der Stadt für alle sicherer machen“, so Rikke Holm Petersen. Darüber hinaus profitieren TouristInnen, die mit Elektrofahrzeugen anreisen, von kostenlosem Parken und Ermäßigungen auf das Laden während ihres Aufenthalts.

 

Vom lokalen Pilotprojekt zur globalen Bewegung

Nach dem Erfolg von CopenPay in Kopenhagen wurde das Modell im Februar 2026 unter dem Namen DestinationPay weltweit kostenlos zur Verfügung gestellt, um anderen Destinationen die Übernahme und Anpassung zu ermöglichen. Seitdem wurden über 350 Destinationen in das Modell eingeführt und bei der lokalen Umsetzung unterstützt. Mehrere Länder, darunter Deutschland, Italien, Frankreich, die USA, Kanada, Japan und Australien, bereiten bereits den Start eigener Initiativen in diesem Jahr vor; die Städte Berlin und Bremen haben ihr Projekt bereits gestartet. „Berlin und Kopenhagen teilen die Überzeugung, dass Tourismus mehr sein kann als ein Besuch – er kann Teilhabe sein. CopenPay hat uns dazu inspiriert, zusammen mit unseren Partnern BerlinPay ins Leben zu rufen, eine Initiative rund um Berlins Gewässer. Das Konzept DestinationPay zeigt, dass positive Aktionen ein bereichernder Teil des Besuchererlebnisses sein können. Die Idee kann weltweit funktionieren und den Tourismus insgesamt für alle verbessern,“ so Sabine Wendt, CEO von visitBerlin. „Unser Ziel ist es nicht nur, CopenPay als Konzept zu verbreiten, sondern einen globalen Wandel im Tourismuserlebnis anzustoßen“, bestätigt Rikke Holm Petersen.

 

Über CopenPay

• CopenPay ist ein Anreizsystem, das Touristen für gute Taten belohnt.

Ziel: Das Bewusstsein für die eigenen Entscheidungen auf Reisen zu schärfen.

• Das Programm startete im Sommer 2024 als Pilotprojekt und wurde im Sommer 2025 erweitert und als DestinationPay für andere Destinationen geöffnet, 2026 erfolgte dann die Erweiterung auf ein ganzjährig laufendes Projekt.

• Über 350 Destinationen weltweit sind an dem Konzept interessiert.

• Die Initiative zählt in Kopenhagen seit dem Start 2024 über 30.000 teilnehmende „Voluntouristen“.

• Über 100 lokale Partner, darunter Hotels, Museen, Restaurants und Sehenswürdigkeiten, sind beteiligt.

• Der Fahrradverleih stieg während der Initiative um 59 Prozent.

• 1.200 kg Müll wurden im Pilotprojekt aus den Kopenhagener Kanälen gefischt.

• 7 von 10 Teilnehmern gaben an, ihre Gewohnheiten auch zu Hause geändert zu haben.

• Nur 23 Prozent der Befragten gaben an, durch die Belohnungen motiviert zu sein, 48 Prozent nannten sinnvolle Erlebnisse als Motivation .

• 98 Prozent würden CopenPay weiterempfehlen.

 

Fakten zu Kopenhagen

• 2025 wurde Kopenhagen vom The Economist zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt.

• Laut Happy City Index 2026 ist Kopenhagen die glücklichste Stadt der Welt

• Fahrräder in Kopenhagen: 750.000 (5-mal so viele wie Autos)

• Pendeln: 62 Prozent aller Einwohner nutzen das Fahrrad

• Radinfrastruktur: 382 km Radwege

• Kanäle: Sauber genug zum Schwimmen

• Strom: Mehr als 70 Prozent aus erneuerbaren Energien

 

Weitere Informationen zu CopenPay findet ihr auf www.visitcopenhagen.com/copenpay

 

 

Quelle: Pressemitteilung VisitDenmark, Hamburg, Juni 2026