Neue Studie: Medienkonsum der Dänen sinkt erstmals seit Jahren wieder

Kopenhagen. Der Medienkonsum der Dänen und Däninnen sinkt wieder. Immerhin: Täglich war jede Dänin und jeder Däne über drei Jahren so lange mit Medienkonsum beschäftigt wie mit (s)einem Job: mehr als sieben Stunden. Die exakte Zahl: Tag für Tag ist jeder Einwohner im Königreich 2018 genau sieben Stunden und sechzehn Minuten mit der Nutzung von Medien beschäftigt. Die Zahlen stammen aus der jetzt vorgestellten Studie „Medieudvikling 2018“ (dt. Medienentwicklung 2018), die die Abteilung DR Medieforskning des öffentlichen Rundfunks Danmarks Radio jetzt vorgestellt hat.

Damit liegt der tägliche Medienverbrauch rund eine halbe Stunde unter der Zahl der vergangenen Jahre. „Dass der gesamte Zeitverbrauch über alle Medien betrachtet fällt, liegt höchstwahrscheinlich am Wechsel von den traditionellen Medien in eine Wirklichkeit, in der mehr und mehr Nutzer streamen“ so die Forscher Dennis Christensen und Henrik Gregor Knudsen. Beispielsweise ist der traditionelle Fernsehkonsum deutlich gefallen – während Soziale Medien, Onlinegames oder Musikstreaming in der Beliebtheit gestiegen sind. Dennoch sei es keineswegs so, dass die dänische Bevölkerung traditionelle Medien gar nicht mehr nutze oder nutzen wollen, so die Untersuchung.

 

Mehr genutzt werden demnach Streamingdienste, vor allem auch für Filme und Fernsehserien (48 % aller Verbraucher streamen mindestens einmal in der Woche). Und: Insgesamt verwenden die DänInnen jetzt mehr Zeit auf Gaming als aufs Zeitungslesen und andere gedruckte Medien. In Kürze: Von fünf Minuten, die DänInnen für Medienkonsum aufwenden, gehen drei Minuten auf sogenannte traditionelle Medien wie Fernsehen, Radio und Printprodukte – die übrige Zeit auf Streaming & Co. Allerdings: Bei jüngeren Verbrauchern ist die letzte Zahl deutlich höher / Christoph Schumann