News aus Dänemark

Kay Bojesen: Vom dänischen Spielzeug zum internationalen Designobjekt

Kolding. Dänemark ehrt einen seiner populärsten Designer. Ab dem 13. September 2018 präsentiert das Museum Trapholt im süddänischen Kolding unter dem Titel „Kay Bojesen – Der Humor im dänischen Design“ die größte Einzelausstellung zum vielleicht unkonventionellsten Kreativen des Königreichs. Auf rund 900 Quadratmetern zeigt die Ausstellung mit den drei Themenschwerpunkten Spiel, Handwerk und Innovation rund 1000 von Bojesens Schöpfungen. Bekannt und bis heute beliebt ist Kay Bojesen (1886–1958) besonders für seine ikonischen Tiere aus Holz: Bojesens Affe aus dem Jahr 1951, aber auch andere Figuren wie Vogel, Nashorn, Elefant oder Papagei haben sich vom Spielzeug von einst zum bekannten Designobjekt entwickelt. Viele Entwürfe des innovativen Handwerkers Kaj Bojesen werden auch heute noch hergestellt.

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Weinherbst in Dänemark: Traubenlese mit Ostseeblick

Besucher im Wein auf dem dänischen Weingut Skaarupøre Vingaar auf Fünen. Foto: PR/Niclas Jessen
Besucher im Wein auf dem dänischen Weingut Skaarupøre Vingaar auf Fünen. Foto: PR/Niclas Jessen

Fyn/Fünen. Die besonders warmen Monate seit dem Frühjahr haben auch den Trauben auf den Weinhängen und -feldern Dänemarks viel Kraft und Süße geschenkt. Branchenkenner schätzen, dass die Ernte 2018 etwa ein Drittel größer ausfällt als im vergangenen Jahr. Beginn der Traubenlese ist schon ab Mitte September – und damit rund zwei Wochen früher als normal. Im bevorzugten, milden Klima der Ostseeinsel Fünen bilden neun Vollerwerbswinzer die „Fünische Weinroute“. Bei Führungen, Verkostungen und begleitenden kulinarischen Genüssen lernen Weinfans die Herausforderungen und Eigenarten des dänischen Weinbaus kennen und schätzen.

Vom Gut Magtenbølle Vingaard im Herzen Fünens, über Nyholmgaard Vin unweit von Odense bis hin zu Svendborg Vingaard im Inselsüden oder Strandager Vin im Südfünischen Inselmeer lassen sich alle Weinerzeuger auf der Fünischen Weinroute individuell entdecken.

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Dänische Regierung fördert Sternenküche und Gastronomie mit 40 Millionen Kronen

Kopenhagen. Dänemarks Regierung will Spitzenküche und Gastronomie mit 40 Millionen dänischen Kronen fördern. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Jakob Ellemann-Jensen wolle mit den umgerechnet runc 5,4 Millionen Euro "Dänemarks Position als globales Zentrum für Gastronomie" fördern, meldet Danmarks Radio jetzt. Gefördert werden sollen mit dem Geld nicht bekannte dänische Michelin-Restaurants wie Geranium, AOC oder Kadeau. Vielmehr seien die Steuergelder gedacht zur Förderung neuer Talente und dem Austausch von Ideen und neuen Trends – Dänemark setzt seit den Nuller Jahren und der Erfindung der Neuen Nordischen Küche mit ihren regionalen und saisonalen Zutaten weltweit Zeichen als Hotspot für innovative Küche. Geplant sei unter anderem eine Akademie für Gastronomie, in der auch bekannte Namen neue Ideen und Austausch finden, um anhaltende Innovation zu gewährleisten. Dänemarks Gastronomie sei eine Lokomotive, die der gesamten dänischen Lebensmittelbranche Schubkraft verleihe. Laut Wirtschaftsminister Kristian Jensen sei für 40 Prozent der Touristen die gute Küche ein Grund für Reise nach bzw. Urlaub in Dänemark. / cs

Strickfestival 2018 auf Dänemarks Urlaubsinsel Fanø

Fanø. Kreativ sein und beim Stricken neue Menschen kennenlernen: Vom 20. bis 23. September erleben Besucher des Internationalen Strickfestivals auf der Nordseeinsel Fanø typisch dänische Hygge in Reinformat. Beim „Fanø International Knit Festival 2018“ stehen ein Wochenende lang gemeinsame Erlebnisse, neue Impressionen und Kontakte sowie Workshops, Modeshows, Vorträge und Ausstellungen im Mittelpunkt. Ein buntes Rahmenprogramm mit Konzerten, kulinarischen Genüssen, Austernsafaris im Watt und kulturhistorischen Rundgängen durch die Orte Nordby und Sønderho rundet das Strickfestival ab.

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Neue App erlaubt individuelle gastronomische Bio-Rundreise durch Dänemark

Die dänischen Bio-Logos. Foto: PR/VisitDenmark
Die dänischen Bio-Logos. Foto: PR/VisitDenmark

Kopenhagen.Gut essen und trinken – und das am liebsten mit gutem Gewissen: Dänemarkreisende finden mit der neuen kostenlosen App „Bio-Lokale“ den kürzesten Weg zu den besten Plätzen für ökologisch bewusste Genießer im Urlaubs-Königreich. Insgesamt umfasst die von Dänemarks offizieller Tourismuszentrale VisitDenmark und der dänischen Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen entwickelte App schon jetzt mehr als 160 Restaurants, Cafés und Hotels mit offiziellem dänischen Bio-Zertifikat. Die App wird laufend aktualisiert: Unter den Öko-Empfehlungen finden sich Restaurants mit Michelin-Stern(en) ebenso wie lokale, hyggelige Cafés.

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Dänischer Westwind unter den Flügen – internationales Lenkdrachenfestival auf Rømø 2018

Impression vom Lenkdrachenfestival auf Rømø. Foto: Rømø-Tønder Turistforening/PR
Impression vom Lenkdrachenfestival auf Rømø. Foto: Rømø-Tønder Turistforening/PR

Lakolk/Rømø. Leinen los! Vom 07. bis 09. September wird der kilometerlange Strand von Lakolk auf der dänischen Nordseeinsel Rømø zum 30. Mal zum Eldorado für Lenkdrachenfans aus ganz Europa. Mit tausenden aktiven Flug- und Lenkdrachen sowie zahlreichen Fachleuten zum Thema gilt das Rømø Drachenfestival als größtes seiner Art im Norden. Das bunte Familien-Event zieht täglich bis zu 50.000 Besucher an einen der breitesten Strände Europas. Der Besuch des Festivals ist kostenlos.Rømø bietet als größte der dänischen Wattenmeerinseln und beliebtes Reiseziel mit sicherem Küstenwind und viel Platz perfekte Bedingungen zum Drachensteigen.

 

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Dänemark: Der Sommer bleibt auch im August – Juli 2018 ist sonnenreichster Monat der dänischen Geschichte

Kopenhagen. Nach einem ungewöhnliche warmen und trockenen Juli bleibt auch der August weiterhin warm – und ein Genuss für Reisende, besonders Badeurlauber. Laut aktueller Prognose des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) bleibt auch der August 2018 warum und sonnig. In den ersten beiden Augustwochen können danach einzelne Tiefdruckgebiete einzelne Schauer bringen. In den letzten beiden Augustwochen dagegen wird voraussichtlich ein Hochdruck wieder trockene, sonnenreiche und milde Temperaturen bringen. Anders gesagt: Das Wetter bleibt auch in Dänemark trockener und wärmer als normal. Schon der Juli brachte einen Rekord: Mit 339 Sonnenstunden im ganzen Königreich war es der sonnenreichste Monat seit dem Beginn der Aufzeichnungen 1920. Dänemark verzeichnete damit mehr Sonnenstunden als Deutschland.

Fast ein Stück (Handwerks-)Geschichte: Mona Jensen Brix in Aså fertigt original dänische Clogs in Handarbeit

Lieblingsfarbe: Mona Jensen Brix mit einem Paar roter Damenclogs aus ihrer Manufaktur. Foto: C. Schumann, 2018
Lieblingsfarbe: Mona Jensen Brix mit einem Paar roter Damenclogs aus ihrer Manufaktur. Foto: C. Schumann, 2018

Aså/Dänemark. Es riecht nach Leder und nach Gummi, als wir den kleinen Schuhladen an der Skippergaden im dänischen Aså betreten – wie in jedem anderen Schuhgeschäft auch. In den Regalen stehen Sandalen, Turnschuhe, Halbschuhe für Frauen, Männer und Kinder. Mal bunt, mal einfarbig. Und dann stehen da noch: Clogs, original dänische Clogs. Denn „Aså Træsko“ in der kleinen Hafenstadt am Kattegatt in Nordjütland ist eines der wenigen Fachgeschäfte in Dänemark, das auch im 21. Jahrhundert noch auf die einst allgegenwärtigen Holzschuhe – auf Dänisch Træsko – spezialisiert sind. Ein Klassiker, den noch vor wenigen Jahrzehnten vom Landwirt bis zur Hausfrau, vom Lkw-Fahrer bis zum Dorfschüler im kleinen Königreich jede und jeder trug. Und der heute aus dem dänischen Alltagsbild verschwunden ist. Oder besser: verschwunden zu sein scheint.

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Sommerbaden im dänischen Aarhus: Me(h)er Vergnügen mal zwei

Das große Becken im neuen Hafenbad von Aarhus. Foto: Christoph Schumann, 2018
Das große Becken im neuen Hafenbad von Aarhus. Foto: Christoph Schumann, 2018

Aarhus. Mit dem größten Hafenbad Bassin 7 der Welt besitzt das dänische Aarhus einen neuen Sommer-Hotspot für Einheimische und Touristen – entspannteres Familienvergnügen bietet die „Unendliche Brücke“ südlich der City am Strand von Marselisborg.

 

Der kühle Schock kommt für uns sofort nach dem Abtauchen ins Wasser: Während die dänische Sommersonne die hölzernen Liegeflächen rund um das 50 Meter lange Schwimmbecken wohlig aufgewärmt hat, bringt das frisch Meerwasser im neuen Hafenbad von Aarhus den müden Kreislauf rasch in Schwung. Fast 30 Grad Außen- und „nur“ etwa 20 Grad Wassertemperatur lassen den Puls bei den ersten Zügen hochschnellen.

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Nordisk Tang: Dänischer Tang auf den Teller

Produkt Tang-Pesto von Nordisk Tang. Foto: Christoph Schumann
Produkt Tang-Pesto von Nordisk Tang. Foto: Christoph Schumann

Grenå. Eigentlich könnte Bjarne Ottesen längst seine Rente genießen. Dass der 68-jährige Däne stattdessen in einem Alter, in dem andere Pensionäre den Winter im Süden verbringen oder sich um die Enkel kümmern, noch einmal umschulen und zum Firmengründer, Entwicklungschef und „Tang-Techniker“ werden würde – „darüber hätte ich vor vier, fünf Jahren noch den Kopf geschüttelt“, lacht der Chef von Nordisk Tang beim Ortsbesuch in seinem kreativ-chaotischen Büro im Gewerbegebiet in Grenå.

Doch der Reihe nach: Nach einem Lehramtsstudium arbeitete Bjarne Ottesen Jahrzehnte lang als Pädagoge. Als Leiter der kleinen Båring Højskole bei Middelfart auf Fünen kümmerte sich Ottesen intensiv um Zukunftsfragen und Nachhaltigkeit. Um die Jahrtausendwende auch ehrenamtlich als Präsident von Green Cross Danmark (GCD), des nationalen Ablegers der von Michail Gorbatschow gegründeten Umweltschutzorganisation Grünes Kreuz (GCI). Vor gut zehn Jahren begegneten sich beide auf einer Konferenz in Südafrika. An die entscheidenden Momente erinnert sich Ottesen noch genau: „Bei einem Ausflug blickten wir über den Atlantik und die riesigen Algenwälder. Da sagte Gorbatschow zu mir: ›Bjarne, das Meer mit den Algen ist die einzige ungenutzte Ressource, die wir haben. Da musst du etwas draus machen.‹ Und eher spontan und im Scherz antwortete ich, ja, das tue ich.“

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Cold Hawaii: Dänischer Surf-Hotspot Klitmøller mit neuem Ocean Race für Profis und Amateure

Windsurfer auf der Nordsee im dänischen Klitmøller. Foto: PR/VisitDenmark
Windsurfer auf der Nordsee im dänischen Klitmøller. Foto: PR/VisitDenmark

Klitmøller. Die Nordsee-Gewässer rings um das als „Cold Hawaii“ bekannte dänische Klitmøller haben in der Surferszene einen fast schon legendären Ruf. Kitesurfer, Wellensurfer, Windsurfer, Stand-Up-Paddler und Kajaksurfer tummeln sich ganzjährig an der Nordwestküste Jütlands, internationale Arrangements locken selbst die Weltelite. Mit dem Cold Hawaii Ocean Race am 21. Juli vor Klitmøllers Küste bekommen Profis wie Amateure hier erstmals die Möglichkeit, bei einem Surf-Event gemeinsam Kräfte und Können zu messen. In Sichtweite von Strand und Dünen können die Teilnehmer in drei verschiedenen Disziplinen punkten: 500 Meter ist die Distanz für Wellensurfer, zwei Kilometer müssen Stand-Up-Paddler und Kajakfahrer bewältigen, über drei Kilometer erstreckt sich die Distanz für Kitesurfer und Windsurfer.

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Brückenschlag auf der internationalen Festwoche im dänischen Aarhus 2018

Aarhus. Eines der größten Kulturfestivals Nordeuropas steht in diesem Jahr unter dem Motto „Bridging“: Zehn Tage lang lädt Aarhus vom 31. August bis 9. September zum Brückenbauen auf der „Aarhus Festuge“ (deutsch: Festwoche). In diesem Jahr umfasst das Festprogramm rund eintausend Veranstaltungen an Dutzenden Spielorten überall in der Domstadt. Das hochkarätige Programm bietet Kulturtouristen eine spannende Mischung aus Musik und Kunst, Theater und Streetperformances mit Urban Art, Tanz, Gastronomie und vielem mehr.

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Dänische Prinzessin Elisabeth gestorben

Kopenhagen. Das dänische Königshaus beklagt einen weiteren Trauerfall: Nach offiziellen Angaben starb Prinzessin Elisabeth am Dienstag, 19. Juni 2018, im Alter von 83 Jahren auf Schloss Sorgenfri. Elisabeth war Nummer zwölf in der Thronfolge des nordischen Königreichs. Als Tochter von Erbprinz Knud und Erbprinzessin Caroline-Mathilde war sie eine Cousine der amtierenden Königin Margrethe II. Die Trauerfeier fand am 25. Juni in der Lyngby Kirche statt. / cs

Dänemark: Mai 2018 ist sonnigster Monat seit mehr als 100 Jahren

Badewetter am Strand von Amager in Kopenhagen. Foto: VisitDenmark/Thomas Rousing.
Badewetter am Strand von Amager in Kopenhagen. Foto: VisitDenmark/Thomas Rousing.

Kopenhagen. Jetzt ist es offiziell: Das ungewöhnliche Sommerwetter im Frühjahrsmonat Mai 2018 hat Dänemark den wärmsten und vor allem sonnenreichsten Mai seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen beschert. Das Dänische Meteorologische Institut (DMI) meldete jetzt in einer Presseinformation, dass im kleinen Königreich im Mai insgesamt rund 360 Sonnenstunden gemessen wurden – so viel, wie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1874. Bisheriger Rekordträger war der Mai 2008. Durchschnittlich gab es demnach 11,5 Sonnenstunden pro Tag. "Ein derartiges Hoch über einen so langen Zeitraum hat sich noch nie gehalten", sagte der Klimatologe Mikael Scharling von DMI der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau. Gleichzeitig wurde am 30. Mai der wärmste Maitag in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen überhaupt gemessen: An der Landwirtschaftsschule im Stadtteil Frederiksberg lag die Temperatur zwischen 15 und 16 Uhr bei 29,3 Grad Celsius. Das warme, sonnenreiche Wetter soll in Dänemark auch noch in den nächsten Wochen anhalten. 

Kopenhagen und Malmö planen neue Metro über den Øresund

Kopenhagen. Die nordischen Nachbarstädte Kopenhagen und Malmö sollen durch eine U-Bahn verbunden werden. Die Metro über den Øresund soll die schwedische und die dänischen Wirtschafts- und Kulturmetropolen noch enger verbinden, als es die Øresundbrücke bereits seit Jahren tut. Laut dänischer Tageszeitung Politiken von heute wollen Frank Jensen, Bürgermeister der dänischen Hauptstadt, und seine Kollegin Katrin Stjernfeldt Jammes aus Malmö die Reisezeit so auf 23 Minuten verkürzen. Fahren sollen die Øresundmetro ab 2035. Als positiven Effekt setzen die Kommunalpolitiker neben kürzeren Fahrzeiten auf mehr und neue Arbeitsplätze sowie Investitionen namhafter Unternehmen. Der Wunsch nach einer U-Bahn zwischen Kopenhagen und Malmö steht in Verbindung mit dem geplanten Fehmarnbelttunnel zwischen Dänemark und Deutschland, der 2028 zwischen Rødby auf Lolland und Puttgarden auf Fehmarn eröffnen soll. Die Kosten für die neue nordische Metro werden auf 35 Mrd. DKK (ca. 4,7 Mrd. Euro) geschätzt. / cs


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