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Dänemark beschließt neue Lockerungen: 6-Tage-Regel für Urlaub fällt - Kurzreisen und Wochenendreisen für Urlauber wieder möglich

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemark hat neue Lockerungen nach den monatelangen Einschränkungen infolge der Coronavirus-Krise beschlossen. Wie das dänische Justizministerium in Kopenhagen jetzt in einer Pressemitteilung auf seiner Webseite bekanntgibt, wird im Rahmen der sogenannten "Phase 4" unter anderem die sogenannte Sechs-Tages-Regel (6-Tage-Regel) aufgehoben. Danach mussten Urlauber für Aufenthalte in Dänemark bei der Einreise ins Königreich mindestens sechs gebuchte Übernachtungen in Ferienhaus, einem Hotel oder auf einem Campingplatz nachreisen. Wenn die Sechs-Tage-Regel nun fällt, werden auch Kurzreisen, Wochenendtrips oder andere Kurzaufenthalte nach Dänemark möglich. Vor allem die dänischen Großstädte wie Kopenhagen, Aarhus, Aalborg oder Odense hatten auf diese Entscheidung gehofft, da die meisten Citygäste dort in Hotels übernachten – und die Aufenthalte dort meist deutlich kürzer als sechs Nächte bzw. sieben Tage sind. Anderer Lockerungen betreffen beispielsweise Bars, die nun bis zwei Uhr nachts öffnen dürfen. Darüber hinaus heißt es in der Presseerklärung, die dänische Regierung "erwarte", dass zukünftig im öffentlichen Leben häufiger ein Mund-Nasen-Schutz getragen werde.Darüber hinaus gilt ab 22. August das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen öffentlichen Transportmitteln wie Bus, Bahn oder S-Bahn als obligatorisch. Heute um elf Uhr hielt Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zu den genannten Punkten eine Presseerklärung ab. In den vergangenen Tagen lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Dänemark konstant über 100. Dennoch meldet Dänemark einen Erfolg: Erstmals seit fünf Monaten liegen an diesem Wochenende keine Corona-Patienten mehr auf einer Intensivstation in einem dänischen Krankenhaus. //

Dänemark: 50 Prozent weniger touristische Übernachtungen wegen Corona im ersten Halbjahr – mehr als 60 Prozent weniger deutsche Ferienhausurlauber

Touristische Übernachtungen in Dänemark im ersten Halbjahr 2020 laut Danmarks Statistik im Vergleich. Screenshot: Chr. Schumann, 2020
Touristische Übernachtungen in Dänemark im ersten Halbjahr 2020 laut Danmarks Statistik im Vergleich. Screenshot: Chr. Schumann, 2020

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemark hat aufgrund der Coronavirus-Krise im ersten Halbjahr 2020 rund die Hälfte seiner touristischen Übernachtungen eingebüßt. Das geht aus den neuesten Zahlen des statistischen Landesamts, Danmarks Statistik, hervor. Insgesamt fiel durch Lockdown und Grenzschließung die Zahl der Übernachtungen landesweit zwischen Januar und Juni um 7,64 Millionen – ein Verlust von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders Hotels und hier wiederum jene in Dänemarks großen Städten wie Kopenhagen und Aarhus sind mit einem Rückgang von 57 Prozent stark betroffen. Campingplätze haben 24 Prozent weniger Übernachtungen registriert.

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Typisch dänisch: Kleine Geschichte des dänischen Ferienhauses – vom Sommerhaus zum Urlaubsdomizil

Die meisten der dänischen Ferienhäuser liegen strand- und meernah an Nordsee und Ostsee. Foto: Chr. Schumann, 2020
Die meisten der dänischen Ferienhäuser liegen strand- und meernah an Nordsee und Ostsee. Foto: Chr. Schumann, 2020

Von Christoph Schumann

 

HINTERGRUND Dänemark (cs). Wie einfach Urlaub damals war! Wenn ich mich an die ersten Urlaubswochen in einem dänischen Ferienhaus in den frühen 1970er Jahren erinnere, fällt mir viel ein: eine nicht enden wollende Anreise auf breiten Landstraßen (denn Autobahnen gab es damals in Dänemark nur rund um Kopenhagen), endlos helle Sonnentage, menschenleere Strände – und natürlich die schlichte Unterkunft mit oft durchgelegenen Stockbetten für uns Kinder, dünne Wände, durch jedes kleinste Geräusch und in kühlen Nächten auch Feuchtigkeit und Kälte drangen. Und mindestens einmal, wenn nicht abendlich ein beherzter Angriff der Eltern auf die braunen, „ekligen“ Ohrenkneifer im abendlichen Bett, der den ersehnten Nachtschlaf sicherte. So ging es im Prinzip jeden Sommer, denn jedes neue Sommerhaus – und genau so, nämlich „Sommerhus“ heißen die Ferienhäuser am Strand auf Dänisch – wollte auch neu „erobert“, kennengelernt werden.

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Corona im Norden: Dänemark schiebt Grenzöffnung für Touristen mindestens bis 29. Mai auf

NEWS Kopenhagen. Dänemark öffnet seine Grenze nach Deutschland weiter nicht für Touristen. Nach Beratungen zu weiteren Öffnungen (dän. Genåbning) in der sogenannten Phase zwei nach dem Lockdown und den Einschränkungfen im Königreich, beschloss die dänische Regierung am Mittwoch, die Grenzen des Landes weiterhin geschlossen zu halten. Während Museen, Zoos, Attraktionen und andere Einrichtungen ab kommender Woche schrittweise öffnen dürfen, bleiben die Grenzen für den Tourismus aus den Nachbarländern bis Ende Mai geschlossen. Neuer Stichtag ist der 29. Mai, bis zu dem die Regierung um Mette Frederiksen ihren Plan zu Grenzöffnungen, Reisen und Urlaubsmöglichkeiten vorlegen wird. Das schreibt unter anderem die Zeitung Berlingske.

Hintergrund des Beschlusses ist ein Bericht der Gesundheitsbehörde Statens Serum Institut, die sich hinsichtlich einer Grenzöffnung und der damit verbundenen möglichen erhöhten Ausbreitungsgefahr des Coronavirus skeptisch zeigt. Der Dänische Ferienhausverband als Zusammenschluss der Vermieter der beliebten dänischen Ferienhäuser ist unzufrieden mit der Entscheidung: "Das ist wirklich merkwürdig, denn mit dieser Argumentation hätte man auch alle anderen Öffnungen verhindern können", so Carlos Villaro Lassen. / cs

Dänischer Ferienhausurlaub plant Neustart nach Corona-Krise: Frische Luft und strenge Hygiene

Typisch dänische Ferienhäuser an der Nordsee. Foto: Visit Rømø Tønder/PR
Typisch dänische Ferienhäuser an der Nordsee. Foto: Visit Rømø Tønder/PR

NEWS Kopenhagen. Der Auftakt war vielversprechend: Im Januar und Februar dieses Jahres registrierten die dänischen Ferienhausvermittler rund acht Prozent mehr Vermietungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Doch im März wurde auch Dänemarks Reiseprodukt Nummer eins, der Urlaub im privaten Ferienhaus, von der Coronavirus-Krise hart getroffen – und die Grenze zwischen dem nordischen Königreich und Deutschland zur Eindämmung der Pandemie geschlossen. „In den Frühjahrsmonaten März, April und Mai lag allein das Buchungsvolumen deutscher Gäste bei rund 90.000 Wochen“, sagt Carlos Villaro Lassen im Gespräch mit unserer Zeitung. „Das entspricht umgerechnet zweieinhalb Millionen Übernachtungen.“ In der Regel erhielten die Kunden ihr Geld nicht zurück. Dafür boten die Vermieter in den meisten Fällen die Möglichkeit zur Umbuchung oder einen Gutschein für einen späteren Reisetermin an. „Die meisten Dänemarkurlauber haben dieses Angebot angenommen“, so der Geschäftsführer vom zuständigen Branchenverband der Ferienhausvermieter (dän. Feriehusudlejernes Brancheforening) in Kopenhagen, in dem Ferienhausgrößen wie Novasol, Dansommer, Dancenter, Feriepartner, Esmark, Sonne und Strand und andere zusammengeschlossen sind.

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