
NEWS Wissenschaft Sønderborg (cs). Süddänemark macht einen großen Schritt Richtung Zukunft: Anfang des Monats nahm die Syddansk Universitet (SDU) mit „Bitten“ einen neuen Supercomputer in Betrieb. Das neue Rechenzentrum soll dabei die süddänische wie nationale, aber auch internationale Forschungsinfrastruktur fit für die Technologie der nächsten Jahre machen. „Bitten“ soll dabei am Standort der Universität Süddänemark in der Hafenstadt Sønderborg soll Dänemarks Position im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance Computing (HPC) deutlich stärken. Entwickelt wurde der Supercomputer in Zusammenarbeit von Forschenden der Universität mit Hewlett Packard Enterprise und dem dänischen Industriekonzern Danfoss. „Bitten“ ist mit 128 Hochleistungs-GPUs des Typs NVIDIA B200 ausgestattet. Jede dieser Einheiten ist laut Angaben der Betreiber bis zu fünzehnmal leistungsfähiger als die Komponenten des bis von der SDU eingesetzten Computers „Gefion“. Damit gilt „Bitten“ als derzeit effizientestes System des Königreichs für generative KI-Anwendungen.

NEWS BRANCHE FERIENHAUSURLAUB Kopenhagen (cs). Dänemark besitzt zu wenige Ferienhäuser. Das jedenfalls finden zahlreiche Bauherren und Investoren, aber auch führende Ferienhausvermittler und Branchenvertreter. Rund 200.000 der beliebten Freizeitdomizile gibt es bei unseren nördlichen Nachbarn – eine Zahl, die seit Jahren fast unverändert bleibt (s. Hintergrund). Urlaub in einer der meist strand- und meernah gelegenen Unterkünfte erfreut sich aber nicht erst seit der Corona-Pandemie immer größerer Beliebtheit: Von den insgesamt 66 Millionen Übernachtungen, die Dänemark im vergangenen Jahr zählte, entfielen mehr als Millionen allein auf die meist privaten Ferienhäuser. Und die Nachfrage steigt weiter: Laut dänischem Statistikamt in Kopenhagen gab es allein im Januar bereits mehr als zwei Millionen Übernachtungen – ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Januar 2025. Und die Buchungen fürs Reisejahr 2026 lagen bereits im November zwei Prozent höher als zuvor.
NEWS SÜDJÜTLAND Sønderborg/Sonderburg (cs). Südjütland geht beim Urlauberservice neue Wege: In einem Pilotprojekt werden Reisende in den kommenden Monaten als erstes in der Kommune Sønderborg (dt. Sonderburg) auf großflächige Übersichtskarten an Hotelrezeptionen, auf Campingplätzen, in Museen und anderen Attraktionen, aber auch in Restaurants, Cafés und in Geschäften stoßen. Die detaillierten Pläne liefern einen Überblick über lohnende Ziele in der Region zwischen Flensburger Förde und Als mit Tipps zu Museen, Familienattraktionen, Wander- und Radwegen, Yachthäfen, touristischen Routen, Shoppingmöglichkeiten und vielem mehr. Dazu gibt es vor Ort gedrucktes Infomaterial wie Broschüren, Landkarten oder Flyer. Dieses umfangreiche analoge Angebot wird ergänzt durch Verweise auf digitale Guides in Form von Apps, QR-Codes oder Webseiten, die ausführlichere Informationen etwa zum Besuch von Events, lokalen Feiern, aber auch Kontaktangaben, Öffnungszeiten und vieles mehr liefern.

NEWS KULTUR und DESIGN Tønder (vdk/pr). Am 2. April 2026 eröffnet im süddänischen Tønder unweit der deutschen Grenze ein neues Museum zu Ehren des berühmten Möbeldesigners Hans J. Wegner (1914 bis 2007). Der dänische „Meister der Stühle“ entwarf in seinem Leben fast 500 Stühle, viele davon gelten als Ikonen der Designgeschichte. Die erste Ausstellung des neuen Museum Wegner zeigt nun in den umfassend restaurierten Räumlichkeiten eines historischen Hofes in der Tøndermarsch die verschiedenen Schaffensprozesse des Designers und seinen Einfluss auf die Geschichte dänischen Wohndesigns.
Zukünftig sind auch wechselnde Ausstellungen sowie in einer zweiten Phase ein Museumsanbau aus der Feder des Architektenbüros COBE geplant.

DÄNISCHE KUNST und MUSEEN Thy (cs). Gerade hat das amerikanische Magazin "Time" das neue Museum zum lohnenden Reiseziel 2026 gekürt – jetzt öffnet SMK Thy zur neuen Reise- und Kunstsaison wieder seine Tore für Besucher: Ab 28. März zeigt der Ableger der dänischen Nationalgalerie Statens Museum for Kunst (SMK) in Kopenhagen in seiner Dependance am Limfjord in Nordjütland gleich zwei neue Sonderausstellungen. "Levende Landskaber" (dt. Lebendige Landschaften) zeigt bis Oktober ausgewählte nordische und internationale Werke aus 700 Jahren aus der Museumssammlung, die sich ums Thema Natur drehen. Ebenfalls bis Oktober ist "Frøsamlingen" (dt. Samensammlung) zu sehen – Pflanzen und Sorten von Gemüse, Blumen u.a., die Menschen seit Generationen anbauen und entwickeln. Die drei dänischen KünstlerInnen Michala Paludan, Anne-Mette Schultz und Søren Aagaard zeigen jeweils auf einer Etage im ehemaligen Silo ihre Interpretation des Themas. Mehr zur Saison 2026 im Museum SMK Thy gibt es hier. //
NEWS Kultur Kopenhagen/Flensburg (cs). Dänemarks Regierung hat sich in der vergangenen Woche zu neuen Aktivitäten gegenüber der deutschen Minderheit im Königreich bzw. in Nordschleswig. Insgesamt hat die Regierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen beschlossen, elf neue Verpflichtungen im Rahmen des Sprachpakts einzugehen. Die Regierung möchte betonen, wie wichtig es ist, dass die deutsche Minderheit gute Voraussetzungen hat, um die deutsche Sprache, ihre Kultur und ihre nationale Identität zu bewahren, heißt es in einer Pressemitteilung des dänischen Kulturministeriums. Deshalb habe die Regierung beschlossen, 11 weitere Verpflichtungen im Rahmen des Sprachpakts zu übernehmen. Der Europäische Pakt für Regional- oder Minderheitensprachen trat für Dänemark 2001 in Kraft. Der Pakt hat zum Ziel, regionale, historische und Minderheitensprachen in ganz Europa zu fördern und zu schützen. Dänemarks Kulturminister Jakob Engel-Schmidt zeigt sich erfreut: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass in Dänemark gute Bedingungen für die deutsche Minderheit herrschen, damit sie in Südjütland leben und arbeiten kann und gleichzeitig die Möglichkeit hat, ihre kulturelle und nationale Zugehörigkeit zu bewahren. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir nun eine Reihe neuer Verpflichtungen im Sprachpakt eingehen können. Denn die deutsche Minderheit gehört zu Dänemark, und wir sind verpflichtet, ihr angemessene Bedingungen zu gewährleisten – so wie es auch für die dänische Minderheit südlich der Grenze gilt.“

WIRTSCHAFT und KULTUR Struer/Dänemark (cs). Ein dänischer Klassiker wird 100 Jahre alt: Bang & Olufsen aus dem dänischen Struer hat sich vom kleinen Hersteller von Radios zur weltweit geliebten Designmarke für Hifi- und Fernsehgeräte entwickelt. Trotz vieler Krisen der letzten Jahre ein guter Grund zu feiern – und dänisches Design und dänische Kultur einmal mehr zu bewundern. Denn viele Klassiker von B&O sind auch Jahrzehnte nach ihrer Vorstellung echte Hingucker. Und Hinhörer, wenn man das so sagen kann. Denn besonders exzellente Lautsprecher galten und gelten als Markenzeichen der Dänen. „Als Peter Bang und Svend Olufsen dieses Unternehmen 1925 gründeten, entwickelten sie nicht einfach nur Technologie – sie ließen sich von dem „unerschütterlichen Willen leiten, nur das Beste zu schaffen ... und beharrlich nach neuen Wegen zu suchen”. Heute, ein Jahrhundert später, treibt uns derselbe Geist bei allem an, was wir tun: bei jedem Lautsprecher, bei jedem handgefertigten Detail, bei jedem mutigen Schritt nach vorne“, sagt Kristian Teär, CEO von Bang & Olufsen anlässlich des runden Firmengeburtstags.

REPORTAGE PORTRÄT Ribe/Mandø (cs). Wer mit Lars Roed auf nächtliche Fotosafari geht sieht manchmal nichts. Oder besser: fast nichts. Mühsam suchen unsere Augen nach hellen Punkten am Himmel, als wir an diesem Herbstabend gemeinsam mit dem dänischen Fotografen an der Wattenmeerküste stehen. Der 50-Jährige hat Stativ und Kamera nahe dem Deich aufgebaut, von dem aus der Ebbeweg hinüber nach Mandø führt. Hier, wo tagsüber die beliebten Traktorbusse mit Touristen bei Niedrigwasser ihren Weg durchs Wasser hinüber zu Dänemarks kleinster Nordseeinsel starten, wollen wir mit dem Fotoprofi auf Dark-Sky-Safari (s. Infokasten) gehen und lernen, wie man den klaren Sternenhimmel und den Vollmond am besten auf eindrucksvollen Aufnahmen festhält. Wenn da nicht die durchgehende Wolkendecke wäre …

REPORTAGE Kopenhagen/Jütland (cs). Ein erster Stopp muss gleich hinter der Grenze sein. Wenn wir – ob in den Urlaub oder beruflich – nach Dänemark fahren und die Grenze bei Flensburg überqueren, führt an einem Abstecher über Kruså (oder Krusau) und Kollund kein Weg vorbei. Ausnahmen bestätigen die Regel und sind nur nach längerer Diskussion in seltenen Fällen erlaubt. Der Grund ist ein, sagen wir: kulinarischer (auch wenn darüber zugegebenermaßen oft geteilte Meinungen herrschen) und liegt hinter Kollund im kleinen Örtchen Sønderhav und hat Blick auf die Flensborg Fjord bzw. die Flensburger Förde: Annies Kiosk ist einer, wenn nicht der berühmteste Hotdog-Stand im Königreich. Anziehungspunkt für Reisende wie uns. Und an warmen Sommertagen vor allem für hunderte Motorradfahrer, die die 1966 von Annie Bøgild gegründete Fastfood-Bude als internationalen Treffpunkt ansteuern, um einen „Fransk Hotdog“ mit französischem Dressing auf Mayonnaise-Basis, einen „Hotdog med det hele“, also allem – mit Brötchen, Rød Pølse (den nicht mehr ganz so roten Würstchen wie früher), Ketchup, Senf, Remoulade, gehackten Zwiebeln, Röstzwiebeln und Gurkenscheiben – oder einfach nur ein Bier oder einen Kaffee mit Wasserblick und Plausch zu genießen. Vorausgesetzt, sie haben einen Parkplatz gefunden.

NEWS Kultur Kolding (pr). Das Kunstmuseum Trapholt in Kolding präsentiert vom 24. Juni bis 31. Dezember eine neue Ausstellung mit Werken des bedeutenden dänischen Künstlers Michael Kvium. Die Sonderausstellung „Schattentheater – eine bildliche Gegenwartsdiagnose“ zeigt an Hand von 36 figurativen Malereien die Schattenseiten und Absurdität der menschlichen Existenz auf.
Michael Kvium schuf die Werke der Reihe von 2008 bis 2025, im Museum Trapholt ist nun erstmalig die gesamte Werkserie zu sehen. Michael Kviums Figuren agieren als Akteure im „Theater des Lebens“ – grotesk, tragikomisch und theatralisch. Sie spiegeln das, was wir lieber nicht sehen möchten: Unsere Eitelkeit und Intoleranz, die Gier nach Macht und die Zerbrechlichkeit des Lebens. Der Schatten steht für das Verdrängte, Verborgene und die menschlichen Abgründe.

NEWS Geschichte Blåvand (vdk/pr). Am 4. Mai 2025 jährt sich zum 80. Mal die Befreiung Dänemarks nach fünf Jahren der deutschen Besatzung während des zweiten Weltkriegs. Den Jahrestag der Befreiung feiert das Museum Tirpitz an der dänischen Nordsee bei Blåvand mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Nach dem Krieg“ (dän. „Efter krigen“). Sie beleuchtet die Geschehnisse rund um das Ende der deutschen Besatzung und die unmittelbare Nachkriegszeit in Dänemark. Neben der Sonderausstellung umfasst das Museum Tirpitz mehrere Dauerausstellungen, u.a. „Gold der Westküste“ zum Thema Bernstein, „Geschichten der Westküste“ zur dänischen Nordsee allgemein und „Armee aus Beton“ über die Region im zweiten Weltkrieg.

NEWS Blåvand/Jütland (vdk). Ein Wahrzeichen der dänischen Nordseeküste feiert dieses Jahr sein 125-jähriges Jubiläum: der Leuchtturm Blåvandshuk Fyr. Aus diesem Anlass eröffnet in der Leuchtturmwärterwohnung und im Leuchtturm selbst am 11. April eine Sonderausstellung zur Geschichte des Leuchtfeuers und seiner Bedeutung für die maritime Navigation. Der 39 Meter hohe Blåvandshuk Fyr markiert den westlichsten Punkt Dänemarks und ist ganzjährig für Touristen geöffnet. Blåvandshuk Fyr liegt auf einer Landzunge an der Westküste Jütlands in den Dünen von Horns Bjerge. Er ist einer der bekanntesten und ältesten Leuchttürme Dänemarks und ziert so manche dänische Briefmarke.
NEWS Kultur Aarhus (cs). Eines der besten dänischen Orchester feiert sein 90. Jubiläum: Das Aarhus Symfoniorkester lädt aus diesem Anlass schon morgen, am 17. Januar, zu einer großen Jubiläumsgala ins Musikhaus von Dänemarks zweitgrößter Stadt. Unterstützt vom Ensemble des Jyske Musikkonservatorium erklingen Werke, die das renommierte Orchester in seiner 90-jährigen Geschichte gespielt hat – darunter Stücke von Tschaikowsky, Strauss oder Rossini. Die Leitung hat Dirigent Dmitry Matvienko. Mehr Infos dazu auf der Homepage von Musikhaus und Aarhus Symfoniorkester hier. //

DÄNEMARK AKTIV Nordjütland (vdk). Wandern erfreut sich in Dänemark einer zunehmenden Beliebtheit – besonders, aber nicht nur im Herbst. Das Wandern im Nordwesten Jütlands lebt vom Kontrast zwischen der rauen Nordseeküste und der milderen Landschaft von Nissum Fjord und Limfjord im Landesinneren. Gleich zwei vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderwege ausgezeichnete Routen vereinen hier die gegensätzlichen Seiten der dänischen Region. Weitere Wanderrouten führen zudem entlang der ausgedehnten Küstenlinie und durch den Nationalpark Thy, Dänemarks größte Wildnis auf 244 Quadratkilometern Naturareal. VisitDenmark, die offizielle Tourismuszentrale Dänemarks, hat einige Empfehlungen für Outdoor-Erlebnisse zu Fuß zusammengestellt. Viel Spaß beim Entdecken!

NEWS Hvide Sande (vdk/pr). Das WATERZ-Festival in Hvide Sande lädt vom 6. bis 8. September zu Wassersport und Spaß an der dänischen Nordsee. Das Hafenstädtchen Hvide Sande zwischen Ringkøbing Fjord und dem offenen Meer hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten Wassersportzentren Nordeuropas entwickelt. Auf dem Programm des WATERZ-Festivals Anfang September stehen Wettbewerbe im Surfen, Windsurfen, Kitesurfen, Wing Foil, Wakeboard, SUP und Kajak fahren. Auch für alle, die nur zuschauen möchten, sind die spektakulären Wettkämpfe ein Erlebnis.
Sportliche Highlights des WATERZ-Festivals sind in diesem Jahr unter anderem der Danish Surf Award in den Disziplinen Windsurfen, Surfen, SUP und Kitesurfen am 7. September und die Langstrecken-Challenge am 6. und 7. September in den Disziplinen Windsurfen, Kitesurfen und Windfoil, bei der die Wind- und KitesurferInnen von Hvide Sande aus nach Ringkøbing und wieder zurück fahren.

MUSIK Tønder (vdk/pr). Das dänische Tønder Festival unweit der deutschen Grenze bei Niebüll ist vom 21. bis 24. August in diesem Sommer zum fünfzigsten Mal Treffpunkt für die internationale Folkmusik-Szene. Unter den namhaften Acts auf den neun Bühnen des stadtnahen Festivalgeländes sind in diesem Jahr unter anderem die Grammy-Preisträgerin Rickie Lee Jones und einer der großen Interpreten der Country-Musik, Rodney Crowell.
Das Erfolgsgeheimnis des renommierten Tønder Festivals rund um die Handelsstadt Tønder und das Marschland am Nationalpark Wattenmeer ist seit Jahrzehnten handgemachte Musik und ein entspanntes Beisammensein.

KULTUR Silkeborg (cs). Das Kunstmuseum Jorn im dänischen Silkeborg zeigt zurzeit eine spannende Sonderausstellung zu einer der einflussreichsten dänischen Künstlergruppen der 1960er Jahre. Die "Eks-Skolen" genannte Gruppe um den Künstler Poul Gernes – bekannt unter anderem für das bunte Kino "Palads" in Kopenhagen – und der Kunsthistoriker Troels Anderesen hoben den Zusammenschluss 1961 ins Leben als Gegenmodell zur etablierten Königlichen Dänischen Akademie der Schönen Künste. Auf der Grundlage der experimentierfreudigen Arbeitsgemeinschaft mit Studenten und Lehrern entwickelte sich die "Ex-Schule" zur wichtigsten dänischen Künstlergruppe des Jahrzehnts. Sie war zu ihrer Zeit und für künftige Künstlergenerationen von entscheidender Bedeutung und ist teils bis heute Vorbild. Die Schule experimentierte mit Malerei, Druckgrafik und Bildhauerei und sorgte mit Happenings, Filmen, Publikationen und Installationskunst für öffentliche Aufmerksamkeit.

NEWS Holmsland Klit (vdk). Etwas Mut braucht es dafür schon, aber der Ausblick über Dünen und Meer ist unvergesslich: Jeden Mittwoch bis einschließlich Oktober können sich Abenteuerlustige an der dänischen Nordseeküste bei Hvide Sande vom 38 Meter hohen Leuchtturm „Lyngvig Fyr“ abseilen. Gut gesichert und unter Anleitung zertifizierter Kletterer geht es an der Außenseite des Leuchtturms aus luftiger Höhe hinab. Die einstündige Session mit Guide ist für umgerechnet rund 47,- Euro pro Person buchbar. Erlaubt ist das Abseilen für Erwachsenen und Jugendliche ab einem Alter von 14 Jahren mit Einverständnis der Eltern. Informationen und Buchungen unter www.lyngvigfyr.dk/de.

WANDERN Horsens/Kystlandes (vdk/pr). Rund um den Horsens Fjord an Jütlands Ostseeseite liegt die dänische Region Kystlandet – das so genannte Küstenland. Der breite Fjord, das sanfte Wasser an den ruhigen Stränden und die windgepeitschten, kleinen Inseln weiter draußen im Meer stehen hier im Kontrast zum saftigen Grün der Hügellandschaften und tiefen Täler im Landesinneren. Dies sind einige besten Tipps für Wanderungen von 8 bis 80 Kilometern durch die abwechslungsreiche Landschaft, die die nordische Reiseregion zusammengestellt hat.

UNTERKUNFT Südjütland (vdk/pr). Vom Zirkuswagen über das Tiny House bis zum ehemaligen Kloster: Besondere Unterkünfte in Süddänemark (Südjütland) machen einen Dänemarkurlaub zu einem ganz besonderen Erlebnis. Anbei ausgewählte Beispiele, die die Reiseregion zusammengestellt hat.

NEWS Frederikshavn (vdk/pr). Dänemarks einziger Palmenstrand hat die Saison eröffnet. Am Strand nördlich von Frederikshavn in Nordjütland lässt sich der Sommer im hohen Norden tatsächlich mit ein wenig Karibikfeeling genießen: Jährlich Mitte Mai ziehen rund 100 exotische Palmen aus ihrem Winterquartier an den Ostseestrand zurück, um die Saison einzuläuten. Übrigens: In diesem Jahr feiert der Palmenstrand von Frederikshavn bereits sein 20-jähriges Jubiläum.
Der Strand von Frederikshavn liegt an der Ostseeküste Nordjütlands. Hier sind die Strände besonders familienfreundlich, da die Wellen sanft und klein sind und das Wasser nur allmählich tiefer wird. Dänemarks „Palmestranden“ ist zudem mit Beachvolleyballplätzen, Rettungsdienst, Eis-Kiosk und Toiletten ausgestattet.

NEWS Hvide Sande (vdk/pr). Es ist wieder soweit: Vom 26. bis 28. April lädt Hvide Sande an der dänischen Nordsee zum traditionellen Heringsfestival (dän. „Sildefestival“). Seit der Erstauflage 1994 gilt das Festival als inoffizielle Weltmeisterschaft im Heringsangeln. Austragungsort und Zeitpunkt sind perfekt gewählt: Im Frühjahr ziehen zehntausende Heringe in Schwärmen von der Nordsee zu ihren Laichplätzen im Ringkøbing Fjord. Dabei passieren sie die Schleuse des Fischerei- und Urlaubsortes Hvide Sande – ein Fest für Angler wie Zuschauer.

NEWS Mandø (vdk/pr). Die dänische Gezeiteninsel Mandø erhält als erster Teil des UNESCO Weltnaturerbes Wattenmeer den offiziellen Titel eines Dark Sky Parks. Dark Sky Parks sind Gebiete mit außergewöhnlicher Nachtlandschaft, in denen die Dunkelheit bereits vor sehr geringfügiger Lichtverschmutzung geschützt wird. Das nur rund 8 Quadratkilometer und 26 Einwohner umfassende Eiland Mandø setzt im Zuge der Auszeichnung nun verstärkt auf nachhaltige Sternengucken-Aktivitäten in der Nebensaison, denn dann leuchten Milchstraße und Sterne am hellsten. Für den Herbst ist auf der Insel zudem die Eröffnung eines Welcome Centers mit zahlreichen Teleskopen geplant.

Reportage von Christoph Schumann
Oksbøl, Dänemark (cs). Es ist früh dunkel an diesem Wintertag an der dänischen Westküste. Weit vor sechzehn Uhr liegt der kleine Friedhof bereits im Halbdunkel, die langen Reihen gleicher Kreuze verschwinden im feuchten Dämmerlicht. „Auguste Lagies, 1867–1945“ steht auf einem Grabstein unweit des Zugangs – die Vertriebene ist damit eine von fast 1800 hier in Oksbøl bestatteten Flüchtlingen. Gelebt haben Lagies und rund 35.000 andere Deutsche nur wenige Schritte entfernt im Flygtningelejr Oksbøl, wie das rund vier Quadratkilometer große Auffanglager am Rand der Kleinstadt auf Dänisch heißt. Damit war es das größte seiner Art im nordischen Königreich, in das etwa 250.000 deutsche Flüchtlinge gegen Ende des Zweiten Weltkriegs kamen. Eine Zeitlang war es die fünftgrößte Stadt Dänemarks.

NEWS Bulbjerg/Dänemark (vdk/pr). Weil das Firmament über dem Vogelfelsen Bulbjerg bei Lild Strand an der dänischen Nordsee weitgehend ungestört von Lichteinflüssen ist, trägt die Landschaft nun offiziell den Titel eines zertifizierten Dark Sky Parks. Rund 3.000 Sterne, Planeten und die Milchstraße sind am nächtlichen Himmel über dem Dark Sky Park Bulbjerg zu erkennen. Zum Vergleich: In der Großstadt zeigen sich an einem wolkenfreien Abend auf Grund der Lichtverschmutzung nur rund zwanzig bis dreißig Sterne.
Dark Sky Parks sind Gebiete mit außergewöhnlicher Nachtlandschaft, in denen Dunkelheit als Schutzgut gilt und bereits vor sehr geringfügiger Lichtverschmutzung geschützt wird. Die Finsternis der Nacht wird durch die sogenannte Bortle-Skala gemessen. Der Himmel über der Stadtmitte einer Großstadt liegt beispielsweise bei Niveau 9, die Top-Note 1 wird bei einem nahezu unberührten Nachthimmel wie dem über dem Vogelfelsen von Bulbjerg vergeben.
