Unterwegs im australischen Victoria: Von Koalas und Goldrausch

Koalas hautnah im Koala Conservation Center auf Philip Island. Foto: Chr. Schumann
Koalas hautnah im Koala Conservation Center auf Philip Island. Foto: Chr. Schumann

REPORTAGE Melbourne/Australien. Wenn die Sonne untergeht, erwacht der Südstrand von Phillip Island zum Leben. Kaum bricht die Dämmerung herein, spülen die Wellen des Südpazifik die ersten Nachtgäste an Land: Zunächst erscheint ein Zwergpinguin. Dann kleinere Gruppen der befrackten Meeresvögel. Schließlich sind es Hunderte, die sich erst mit einem Schütteln trocknen, um danach zielstrebig über den Summerland Beach zu ihren Bruthöhlen in den Dünen der rund zwei Autostunden südlich von Melbourne gelegenen Insel zu watscheln. Mehr als 4000 der kleinsten Pinguine der Welt sind auf der Urlaubsinsel zuhause, erklärt Pip Cleeland. Die Rangerin vom Team der Phillip Island Nature Parks begleitet uns an diesem Abend beim Pinguin-Parade genannten Naturschauspiel, das an 365 Tagen im Jahr stattfindet: „Bis zu 60 Kilometer schwimmen die Pinguine vor die Küste hinaus, um Futter für ihren Nachwuchs zu fangen“, so die aus Schottland stammende Biologin. „Sie fangen kleine Fische und tauchen dabei Tag für Tag bis zu eintausend Mal.“

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Wellenbad auf der “Ratteninsel” – ein Besuch auf Rottnest Island in Westaustralien

Beliebtest Touristenattraktion: Quokas auf Rottnest Island. Foto: Chr. Schumann
Beliebtest Touristenattraktion: Quokas auf Rottnest Island. Foto: Chr. Schumann

REPORTAGE Fremantle/Westaustralien. Kaum hat der “Rottnest Express” am alten Dock von Fremantle abgelegt, nimmt die Schnellfähre Fahrt auf hinaus auf den offenen Indischen Ozean. Kaum zwanzig Minuten später erscheinen die Umrisse einer flachen Insel am Horizont – und schon nach einer halben Stunde machen wir fest am Kai von Thomson Bay Settlement, dem kleinen Hauptort von Rottnest Island. “Willkommen auf Westaustraliens beliebtester Ausflugsinsel”, begrüßt Jenny Burke uns und die anderen rund drei Dutzend Tagesgäste. Im leuchtend gelben Shirt ist die im nahen Perth lebende Burke schon von Weitem als Inselguide erkennbar. “Ich liebe Rottnest Island”, lacht die Ehrenamtlerin, “und genau darum zeige ich Besuchern schon seit 30 Jahren immer wieder die schönsten Seiten des Eilands.” Damit ist sie nicht allein: Rund 300 Volunteers der Rottnest Voluntary Guides Association Inc. bieten seit 1986 ganzjährig allen Besuchern kostenlose Inseltouren an.

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Wanderbares Teneriffa: Millionen Jahre in fünf Stunden

Wandergruppe in Anaga. Foto: C. Schumann, 2016
Wandergruppe in Anaga. Foto: C. Schumann, 2016

Teneriffa. Die Kanareninsel Teneriffa ist im Frühjahr, aber auch im Herbst, das ideale Ziel für Aktivurlauber wie Wanderer - ganz besonders der Inselnorden mit der grünen Halbinsel Anaga

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Der Krippenschnitzer von Bethlehem

Bassem Giacaman in seinem Laden in Bethlehem. Foto: Chistoph Schumann, Hamburg, 2013.
Bassem Giacaman in seinem Laden in Bethlehem. Foto: Chistoph Schumann, Hamburg, 2013.

Bethlehem. Weihnachten. Jeden Tag Weihnachten. In keiner anderen Stadt der Welt hat die ständige Erinnerung an das biblische Geschehen vor rund 2000 Jahren mehr Berechtigung als in Bethlehem. Denn in dem kleinen Ort südlich von Israels Hauptstadt Jerusalem kam laut den Evangelisten Matthäus und Lukas Jesus Christus zur Welt. Das ganze Jahr über ist das heute 25.000 Einwohner große Bethlehem deshalb Pilgerstätte für Christen aus aller Welt. Besonders rund um Weihnachten zieht die Geburtskirche im Zentrum der Heiligen Stadt tausende Gläubige aus aller Welt an. Das Gotteshaus – errichtet über der kleinen Krippenkapelle mit der Geburtsgrotte, in der Maria den Erlöser geboren haben soll – gehört seit dem vergangenen Jahr zum Unesco-Welterbe.


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Eine Fata Morgana namens Solvang

Kalifornien. Kalifornien leidet. Seit rund drei Jahren hat es im US-Bundesstaat an der amerikanischen Westküste fast nicht geregnet – trockene Böden, verstaubte Vorgärten und anhaltende Hitze machen Städtern und vor allem Farmern zu schaffen. Noch ist Kalifornien aber keine Wüste, auch wenn uns im Hinterland von Santa Barbara in der Nähe von Los Angeles bei unserer Reise ein Wüstenphänomen begegnete. Denn was wir Nordeuropa-Fans da 9000 Kilometer von Dänemark entfernt entdeckten, erschien uns zunächst wie eine Fata Morgana. Und war doch ziemlich real: Das kalifornische Städtchen Solvang begrüßt Gäste schon am Ortseingang mit einem freundlich-dänischen „Velkommen“ – und dem Hinweis auf seine Partnerstadt Aalborg im fernen Nordjütland.

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