Fotos gegen die Bilderflut: Ausstellungen mit Fotografien von Hans Hansen und C.F. Gundlach in Hamburg

Blick in "Foto: Hans Hansen" im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg. Foto: PR/HenningRogge
Blick in "Foto: Hans Hansen" im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg. Foto: PR/HenningRogge

KULTUR FOTOGRAFIE Hamburg (cs). Die Welt ist durchfotografiert. Täglich werden weltweit schätzungsweise fünf Milliarden Fotos aufgenommen – das entspricht zwei Billionen Bilder im Jahr. Die meisten davon liegen unsortiert auf Smartphones oder Festplatten, ohne je wieder angeschaut zu werden. Gegen die Bilderflut unserer Tage hilft ein Blick zurück in die große Zeit der Fotografie: Die 1950er und 1960er Jahre gelten als eine Hochzeit der Fotokunst und neuer, ungewöhnlicher Blicke auf die Welt. Zwei sehenswerte Retrospektiven stellen jetzt in Hamburg mit Arbeiten – und die lange Zeit analoge Fotografie war auch handwerklich tatsächlich Arbeit – von Hans Hansen und F.C. Gundlach zwei der größten deutschen Fotografen der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

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Femern A/S: Erstes Tunnelelemet für kommenden Fehmarnbelttunnel nach Dänemark ist abgesenkt

Vor der zukünftigen Einfahrt zum Fehmarnbelttunnel auf dem dänischen Lolland wurde diese Woche das erste Tunnelelement versenkt. Foto: Femern AS/PR
Vor der zukünftigen Einfahrt zum Fehmarnbelttunnel auf dem dänischen Lolland wurde diese Woche das erste Tunnelelement versenkt. Foto: Femern AS/PR

NEWS Kopenhagen/Hamburg/Lolland (pr/cs). Nach einem mehrtägigen Absenkvorgang liegt das erste von insgesamt 89 Betonelementen für den kommenden Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland jetzt im Tunnelgraben am Meeresboden und ist mit dem dänischen Tunnelportal verbunden. Das meldet Bauherr Femern A/S jetzt. Das historische Ereignis begann am Montagabend, dem 4. Mai 2026, als fünf Schlepper und der Absenkponton IVY das Element von der Tunnelfabrik bei Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland zum Absenkpunkt vor der dänischen Küste transportierten. Am Mittwoch um die Mittagszeit begann dann das eigentliche Absenken. Rund 14 Stunden später war das Ziel erreicht und das erste Element präzise im Tunnelgraben vor dem Portal bei Rødbyhavn positioniert. Anschließend wurde das Element mithilfe eines hydraulischen Arms mit dem Portal verbunden. Die Position wurde schließlich durch eine präzise Lasermessung im abgesenkten Tunnelelement bestätigt. Im Laufe des Tages wird IVY dann final vom Element getrennt.

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Hamburger Universität macht (Lern-)Angebot für alle: Mathematik auf Schritt und Tritt ganz spielerisch

 Nils Buchholtz, Professor für Didaktik der Mathematik an der Sekundarstufe, und Marieke Ende, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, arbeiten an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Hamburg. Foto: Christoph Schumann, 2026
Nils Buchholtz, Professor für Didaktik der Mathematik an der Sekundarstufe, und Marieke Ende, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, arbeiten an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Hamburg. Foto: Christoph Schumann, 2026

REPORTAGE PORTRÄT WISSENSCHAFT Hamburg (cs). Das erste Rätsel wartet nur wenige Meter vom Institut am Von-Melle-Park entfernt auf mich. Mitten auf dem Campus der Universität Hamburg erhebt sich im nachmittäglichen Winterlicht die „Plattform zur Sonne“, eine Mischung aus Architektur-Skultpur und sommerlichem Treffpunkt für Studierende. „Wie weit ist die obere Ebene wohl vom Boden entfernt?“, fragt mich Nils Buchholtz. „Wie würden Sie da herangehen?“ Damit stellt mich der Professor für Didaktik der Mathematik vor dieselbe Aufgabe wie die Grundschulklassen, die regelmäßig zu einer „Mathe-Rallye“ hier im Grindelviertel antreten. Genauer gesagt handelt es sich bei den einzelnen Stationen allerdings nicht um eine Rallye, sondern um einen „Mathematischen Spaziergang“.

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„Marktwert kommt nur durch Sichtbarkeit“ — vor 100 Jahren wurde in Hamburg wurde in Hamburg die GEDOK als Gemeinschaft der Künstlerinnenvereine gegründet

Sabine Rheinhold ist Vorsitzende der GEDOK in Hamburg. Foto PR/Willing-Holtz/GEDOK Hamburg
Sabine Rheinhold ist Vorsitzende der GEDOK in Hamburg. Foto PR/Willing-Holtz/GEDOK Hamburg

KUNST und GESELLSCHAFT Hamburg (cs). „Es ist und bleibt ein langer, zäher Weg.“ Wenn Sabine Rheinhold auf die Stellung von Künstlerinnen blickt, freut sich die Vorsitzende der Gedok in Hamburg zwar über erkennbare Fortschritte. „Doch die Werke und Fähigkeiten kreativer Frauen kommen erst allmählich ans Licht“, sagt die ehrenamtliche Kulturvermittlerin anlässlich der vor genau einhundert Jahren an der Elbe als „Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“ von Networkerin, Mäzenin, Frauenrechtlerin und -förderin Ida Dehmel (1870–1942) gegründeten Vereinigung. Rund siebentausend Mitgliederinnen hatte die Gedok vor dem Zweiten Weltkrieg, ehe sie von der nationalsozialistischen Kulturpolitik gleichgeschaltet und damit zerschlagen wurde: „Viele Malerinnen, Bildhauerinnen, Textilkünstlerinnen und andere begingen damals aus Angst Suizid – und gerieten in Vergessenheit, wenn sie denn überhaupt die Chance hatten, bekannt zu werden“, so Rheinhold. „Denn Frauen waren zwar in der Kunst immer da, aber sie waren nicht sichtbar wie ihre männlichen Kollegen. Dass begabte Frauen erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts an Kunstakademien studieren durften, während sie zuvor auf private „Damenakademien“ angewiesen waren, wirkt teils bis heute nach.

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Der Dichter der Leichtigkeit – vor 100 Jahren wurde James Krüss auf Helgoland geboren

Bücher von James Krüss und eine Büste des Autors im Museum Helgoland. Foto: Christoph Schumann, 2026
Bücher von James Krüss und eine Büste des Autors im Museum Helgoland. Foto: Christoph Schumann, 2026

LITERATUR REPORTAGE Helgoland (cs). „Er war offen zu allen“, erinnert sich Karin Janßen. „Sein ganzes Wesen war nett und freundlich. Im Grunde war der Mensch wie seine Bücher: humorvoll und philanthropisch.“ Wenn die Mitarbeitern des Museums Helgoland an James Krüss denkt, merkt man ihr an, wie gern sie den größten Dichter der Nordseeinsel gehabt hat. Noch heute fällt der Name Krüss fast zwangsläufig, wenn von deutscher Kinder- und Jugendliteratur des 20. Jahrhunderts die Rede ist. Genau einhundert Jahre ist es am 31. Mai her, dass Krüss als drittes von vier Kindern eines Elektrikers und einer Hummerfischertochter auf der „roten Insel“ zur Welt kam – ein Ort, der sein Leben, Denken und Werk nachhaltig prägen sollte. Das Aufwachsen zwischen Meer, Wind und Weite hinterließ Spuren in Krüss’ Sprache: leicht, rhythmisch, oft verspielt, und doch mit einem Gespür für existenzielle Fragen.

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Ildikó von Kürthy "Alt genug": Wenn das Leben voller Pfützen ist

LITERATUR Hamburg (cs). Hamburg taut an diesem Vormittag Mitte Januar. Der Weg zum Café im Stadtteil Hoheluft-Ost, in dem ich mit Ildikó von Kürthy verabredet bin, wird zu einem Hindernislauf zwischen Schneehaufen voller Streusalz und Granulat, kleinen Wasserlachen und Pfützen, zwischen denen spiegelglatte Eisflächen das Gehen fast unmöglich machen. Straßen lassen sich im angesagten Wohnquartier dank tiefer Fahrrillen der Autos meist nur mit gewagten Sprüngen überqueren. Ein wenig erinnert der winterliche Zustand der Elbmetropole an einen sommerlichen Festivalbesuch, den die Bestsellerautorin in ihrem neuen Buch „Alt genug“ beschreibt: „Wir waren lange bis zur Bühne unterwegs. Es regnete. Wie bereits erwähnt. In Strömen. Der riesenhafte Acker, auf dem sich die ›Louder‹-Bühne befand, hatte sich in eine unberechenbare, dunkelbraune Matschlandschaft verwandelt. Du konntest dir nie sicher sein, ob die Pfütze, in die du gerade trittst, nur zwei oder womöglich doch zehn oder womöglich dreißig Zentimeter tief ist.“ Ein Gespräch übers Älterwerden, die Kraft der Lebensmitte, Erlebnisse, die noch kommen, und Mut zu Neuem.

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Der "Apostel des Nordens": 1200 Jahre Ansgar in Hamburg, Norddeutschland und Skandinavien

Statue des Hl. Ansgar auf der Trostbrücke in der Hamburger Innenstadt. Foto: Christoph Schumann, 2026
Statue des Hl. Ansgar auf der Trostbrücke in der Hamburger Innenstadt. Foto: Christoph Schumann, 2026

HINTERGRUND Hamburg/Kopenhagen (cs). Als der Benediktinermönch Ansgar im Jahr 826 nach Dänemark aufbrach, war die Christianisierung Skandinaviens ein Wagnis. Heidnische Kulte, fragile Machtverhältnisse und große Entfernungen prägten den Norden Europas. Trotz mancher Rückschläge gilt Ansgar (801–865) bis heute als der „Missionar des Nordens“ – und als Wegbereiter einer Entwicklung, deren Beginn sich in diesem Jahr zum 1200. Mal jährt.

Ansgar stammte aus dem fränkischen Reich, kam vermutlich in Nordfrankreich zur Welt, und kommt mit fünf Jahren ins Benediktinerkloster Corbie. Dort hat der Gläubige wohl 821/822 eine Vision und gründet noch im selben Jahr das Reichskloster Corvey an der Weser. Ansgars erster Missionsauftrag war politisch eingebettet: Kaiser Ludwig der Fromme unterstützte in jener Zeit die Ausbreitung des Christentums auch als Mittel diplomatischer Stabilisierung. Anlass für Ansgars erste Reise nach Norden war die Taufe des dänischen Königs Harald Klak, den Ansgar 826 nach Dänemark begleitete. Der Versuch, das Christentum über den Königshof zu etablieren, scheiterte jedoch bald an Machtkämpfen.

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Der dänische Farbenbefreier: Verner Panton zum 100. Geburtstag

Verner Panton in ganzer Farbenpracht – die berühmte "Spiegel"-Kantine steht heute im Museum für Kunst & Gewerbe in Hamburg. Foto: MKG/Henning Rogge/PR
Verner Panton in ganzer Farbenpracht – die berühmte "Spiegel"-Kantine steht heute im Museum für Kunst & Gewerbe in Hamburg. Foto: MKG/Henning Rogge/PR

PORTRÄT Kopenhagen/Hamburg/Weil am Rhein (cs). Neulich in einem Kopenhagener Hotel: Der Tisch im morgendlich noch halbdunklen Frühstücksraum wird von einer kleinen, roten Lampe – zugegebenermaßen etwas sparsam – erleuchtet. Auf dem Nebentisch ist das Leuchtobjekt grün, schräg gegenüber schwarz. Der typisch kuppelförmige Lampenschirm und der pilzartige Fuß der Lampe verraten gleich, dass die Inneneinrichter meiner Unterkunft dabei auf dänisches Design gesetzt haben. Panthella heißt die Tischleuchte, die aktuell eine wahre Renaissance erlebt. In öffentlichen Räumen, genauso aber auch im Privaten. Entworfen wurde die Lampe von einem der größten und ideenreichsten Designer, den Dänemark im letzten Jahrhundert hatte: Verner Panton.

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Von Hamburg in die Tropen und zurück – 125 Jahre Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg

 Institutsleiter Prof. Dr. Jürgen May vom Bernhard-Nocht-Institut ist selbst Epidemologe. Foto: Christoph Schumann, 2025
Institutsleiter Prof. Dr. Jürgen May vom Bernhard-Nocht-Institut ist selbst Epidemologe. Foto: Christoph Schumann, 2025

WISSENSCHAFT Hamburg (cs) Seinen letzten großen Auftritt hatte das Hamburger Tropeninstitut vor fünf Jahren. Damals gehörten der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) und die Infektologin und Ärztin Marylyn Addo, die am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) und am BNITM arbeitet, zu den prominenten Gesichtern, die Herkunft und Gefahr von SARS-CoV-2 der Öffentlichkeit verständlich erklärten. „Als Experte wurde ich anfangs auch einige Male zu Corona befragt“, erinnert sich Jürgen May beim Gespräch mit unserer Zeitung im historischen Gebäude in Hamburg-St. Pauli. Zumal der SARS-Erreger am Tropeninstitut entdeckt wurde. Man habe sich dann aber eher zurückgehalten, denn die Aufgabenverteilung hierzulande sei klar, so der Vorstandsvorsitzende des Instituts: „Unser Forschungsgebiet ist die Welt, sind die Entstehungs- und Herkunftsländer eines Virus. Sobald das Virus aber bei uns ist, liegt die Zuständigkeit beim Robert Koch-Institut in Berlin.“

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"American Cycles": Ein Licht, das Brüche sichtbar macht – der amerikanische Fotograf Philip Montgomery in den Deichtorhallen Hamburg

Der amerikanische Fotograf Philip Montgomery bei der Eröffnung von "American Cycles" im PHOXXI der Deichtorhallen Hamburg. Foto: Christoph Schumann, 2025
Der amerikanische Fotograf Philip Montgomery bei der Eröffnung von "American Cycles" im PHOXXI der Deichtorhallen Hamburg. Foto: Christoph Schumann, 2025

KULTUR Fotografie Hamburg (cs) Blicke erklären oft mehr als lange Beobachtungen. Ausschnitte oft mehr als weite Perspektiven. „Truth – Wahrheit“, sagt der Fotograf Philip Montgomery, „das ist mein Zugang auf Situationen, über die ich berichten und die ich festhalten möchte.“ Der 1988 geborerne mexikanisch-amerikanische Fotograf sieht sich damit in einer Reihe großer Vorgänger bis zurück in die 1930er und 40er Jahre, darunter Walker Evans, Robert Frank, Dorthea Lange oder Ansel Adams. Wobei groß relativ ist: Der in New York lebende Montgomery zählt selbst bereits seit mehr als einem Jahrzehnt zu den Größen seiner Zunft. Montgomery arbeitet regelmäßig für das New York Times Magazine oder für Magazine wie Vanity Fair oder The New Yorker.

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Drittes Quartal 2025: Hamburger Hafen weiter auf Wachstumskurs

Der Umschlag im Hafen von Hamburg wächst auch im 3. Quartal 2025 weiter. Foto: Hafen Hamburg Marketing/PR
Der Umschlag im Hafen von Hamburg wächst auch im 3. Quartal 2025 weiter. Foto: Hafen Hamburg Marketing/PR

NEWS Wirtschaft Hamburg (cs/pm). Der Umschlag im Hamburger Hafen ist nach dem dritten Quartal 2025 weiter auf solidem Kurs. Während die USA-Containerverkehre weiter rückläufig waren, setzten die Fahrtgebiete Asien und Europa ihre positive Entwicklung fort. Der Seegüterumschlag kann in den Monaten Januar bis September 2025 ein Wachstum auf 86,8 Mio. Tonnen (+3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) verzeichnen. Dieses Wachstum wurde, wie bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres, von einer positiven Entwicklung des Containerumschlags getragen, welcher auf 6,3 Mio. Standardcontainer (TEU) (+8,4 Prozent) stieg. Auf Tonnenbasis wuchs der containerisierte Stückgutumschlag auf 61,3 Mio. Tonnen (+5,4 Prozent).

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Dänisches Architektur Bjarke Ingels Group gewinnt Wettbewerb um Hamburgs neue Oper in der HafenCity

So könnte Hamburgs – umstrittene – neue Oper in der Baakenhöft an der Elbe laut Entwurf von BIG aussehen. Copyright: BIG & Yanis Amasri Sierra, Madrid, Spain
So könnte Hamburgs – umstrittene – neue Oper in der Baakenhöft an der Elbe laut Entwurf von BIG aussehen. Copyright: BIG & Yanis Amasri Sierra, Madrid, Spain

NEWS Hamburg/Kopenhagen (cs). Erneut kann ein dänisches Architekturbüro eine internationale Ausschreibung für sich entscheiden: Heute hat die Hansestadt Hamburg bekanntgegeben, dass die renommierte Bjarke Ingels Group den Siegerentwurf für die mögliche neue Oper in der HafenCity geliefert hat. Laut Presseinformation wird der Siegerentwurf nun in den kommenden voraussichtlich zwei Jahren in enger Abstimmung mit der Kühne-Stiftung des Investors bzw. Bauhernn, der Stadt und der Hamburgischen Staatsoper als künftiger Nutzerin konkretisiert. Erst am Ende dieser erweiterten Vorplanung und einer belastbaren Kostenschätzung wird die Kühne-Stiftung abschließend über die Realisierung des Neubaus entscheiden. Ausgewählt hat den Entwurf von BIG eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, der Kühne-Stiftung und externen Expertinnen und Experten. Die Entscheidung fiel offiziell einstimmig. Der Entwurf von BIG sieht ein herausragendes Opernhaus mit einer einladenden, rundum begehbaren Dachlandschaft vor, die sich zu allen Seiten zur Elbe und in die Stadt hinein öffnet.

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Hamburger Kunsthalle zeigt "Anders Zorn – Schwedens Superstar" mit mehr als 150 Werken des Künstlers

Blick in die Ausstellung "Anders Zorn – Schwedens Superstar" in der Hamburger Kunsthalle. Foto: Christoph Schumann, 2025
Blick in die Ausstellung "Anders Zorn – Schwedens Superstar" in der Hamburger Kunsthalle. Foto: Christoph Schumann, 2025

KUNST Hamburg (cs/pr). Kunst kommt von Können – und von gutem Marketing. „Anders Zorn hat bewusste Profilierung schon ganz am Anfang seiner Karriere genutzt“, sagt Markus Bertsch „Man kann sogar sagen: Seine Frau Emma war seine erste und lebenslang beste Managerin.“ Und wie zum Beweis der These hat Bertsch jetzt eine Ausstellung kuratiert, die die größte Retrospektive zum schwedischen "Maler-Superstar" geworden ist, die bislang in einem deutschen Museum, möglicherweise überhaupt zu sehen war: Erstmalig präsentiert die Hamburger Kunsthalle in einem repräsentativen Überblick das facettenreiche Schaffen des schwedischen Künstlers Anders Zorn (1860–1920), der in den Jahren um 1900 zu den berühmtesten Künstlen weltweit zählte. In Europa avancierte er zu einem regelrechten Malerstar und in den Vereinigten Staaten ließen sich neben diversen Köpfen der amerikanischen High Society sogar zwei Präsidenten von ihm porträtieren. In Schweden ist Zorn bis heute eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten.

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Auf großer Kreuzfahrt quer durch Hamburg – Kaptiän Jürgen Sawatzki fährt seit 35 Jahren auf der Alster

Kapitän Jürgen Sawatzki auf seiner „Sielbeck“ am Jungsternstieg in Hamburg. Foto: Christoph Schumann, 2025
Kapitän Jürgen Sawatzki auf seiner „Sielbeck“ am Jungsternstieg in Hamburg. Foto: Christoph Schumann, 2025

REPORTAGE Reise Hamburg (cs). Wenn Jürgen Sawatzki auf große Fahrt geht, ist er nach zwei Stunden zurück am Kai. Seit fünfunddreißig Jahren nimmt der Kapitän schon Gäste mit auf Kreuzfahrt – auf eine Kreuzfahrt über die Alster im Herzen der Hamburger Altstadt. An diesem sonnigen Junitag begrüßt der 62-Jährige rund ein Dutzend Passagiere am Anleger 4 am Jungfernstieg. Mit einem fröhlichen „Moin“ empfängt der Geesthachter seine Mitreisenden auf der „MFS Siebek“, kontrolliert Tickets und verkauft einzelne Fahrscheine. Punkt 11.15 Uhr macht die wie ihr Schwesterschiff „Ammersbek“ 1938/39 in Finkenwerder gebaute „Sielbek“ die Leinen los zur Rundfahrt. Mit Hamburgs Rathaus und dem Konsumtempel Alsterhaus im Rücken nimmt das historische Schiff gelassen Kurs über die Binnenalster auf die viel befahrenen Lombards- und Kennedybrücke zu, vorbei an der sprudelnden Alsterfontäne. „Die Tour über die Alster gehört zu meinen Lieblingsstrecken“, erzählt Jürgen Sawatzki mit norddeutschem Dialekt, während über uns Autos und Züge hinwegrollen. „Es gibt viel zu sehen. Immer wieder steigen Gäste zu. Und die Stimmung an Bord ist meist fröhlich.“

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Dänische Bahn DSB: Neue Direktverbindung von Kopenhagen nach Prag über Hamburg und Berlin ab Mai 2026

NEWS Reise international Kopenhagen (cs). Vom Frühjahr 2026 an wird wieder ein direkter Zug von Kopenhagen nach Berlin und weiter nach Prag verkehren – damit ist es nach mehreren Jahren wieder möglich, direkt von der dänischen in die tschechische Hauptstadt zu fahren. Über Berlin und Hamburg. Das melden die dänischen Bahnen DSB heute in einer Pressemitteilung. Die ab Mai kommenden Jahres verkehrenden Züge seien das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen DSB, der Deutschen Bahn (DB) und der tschechischen České dráhy (ČD). Die neue Verbindung wird eine Fahrzeit von nur sieben Stunden zwischen Kopenhagen und Berlin und insgesamt elf Stunden zwischen Kopenhagen und Prag haben. Zwei Abfahrten täglich sollen ein Angebot für Privat- wie Geschäftsreisende sein. Bedient werden soll die Route mit ComfjortJet-Sets der ČD. Kleiner Bonus: Zusätzlich zu zwei regulären Verbindungen am Tag soll es im Sommer drei Monate lang zusätzlich noch eine Nachtverbindung zwischen Kopenhagen, Berlin und Prag geben. 

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Seelsorger und Mädchen für alles: Die dänische Seemannskirche in Hamburg wird 150 Jahre alt – ein Besuch in der Benediktekirken

Die dänische Seemannskirche Benediktekirken in Hamburg, Ditmar-Koel-Straße, im Winter 2025. Foto: Christoph Schumann, 2025
Die dänische Seemannskirche Benediktekirken in Hamburg, Ditmar-Koel-Straße, im Winter 2025. Foto: Christoph Schumann, 2025

REPORTAGE

Hamburg (cs). Sune Haubek ist ein Schiff-Spotter. Fast jeder Tag beginnt für den 54-jährigen mit einem ersten Blick aufs Handy, um die App VesselTracker auf Schiffsanläufe zu überprüfen. Für den Dänen ist das Beobachten von Schiffen allerdings kein Hobby, im Gegenteil. Der aus Jütland stammende Theologe ist seit November 2020 Pastor an der dänischen Seemannskirche in Hamburg – und als solcher für das geistliche Wohl der Besatzungen auf allen Schiffen aus seiner Heimat zuständig, die den drittgrößten Hafen Europas anlaufen. „Eigentlich sind es nur wenige Schritte hinter zu den Landungsbrücken und zur Kaikante“, sagt Sune Haubek zu seinem möglichen Arbeitsweg. Denn mit ihrer Lage an der Ditmar-Koel-Straße im Schatten der berühmten Hauptkirche St. Michaelis mitten in Hamburg-Neustadt – und in direkter Nachbarschaft zu den skandinavischen Kirchen von Schweden, Finnland und Norwegen – liegt das nordische Gotteshaus „Benediktekirken“ fast direkt am Wasser.

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Hamburg: Historischer Jugendstil-Haupteingang zum Tierpark Hagenbeck jetzt abgerissen – Neubau soll bis 2026 erfolgen

Donnerstag, 10. April 2025: Ein Bagger erledigt letzte Abrissarbeiten am historischen Haupteingang zum Tierpark Hagenbeck. Foto: Christoph Schumann, 2025
Donnerstag, 10. April 2025: Ein Bagger erledigt letzte Abrissarbeiten am historischen Haupteingang zum Tierpark Hagenbeck. Foto: Christoph Schumann, 2025

NEWS Hamburg (cs). Die Arbeiten sind erledigt: Seit heute ist das historische Haupttor zum Tierpark Hagenbeck endgültig Geschichte. Ein Bagger beseitigt das letzte Mauerwerk des 1907 errichteten Jugendstilbauwerks. Das laut Tierpark aus statischen Gründen nicht zu rettende Bauwerk soll bis 2026 neu entstehen – teils unter Einsatz eingelagerter Elemente aus dem originalen Tordurchgang. Dass das sehenswerte Bauwerk nicht zu erhalten sei, hatte der Tierpark Hagenbeck in Hamburg-Stellingen erst vor wenigen Tagen gemeldet. //

Hamburg: Neues Torhaus am Museum der Arbeit eröffnet

NEWS Hamburg (pm). Das Torhaus des Museums der Arbeit in Hamburg-Barmbek wurde in den vergangenen Jahren umfassend saniert und modernisiert. Mit dem Abschluss der umfangreichen Sanierung und der inhaltlichen Neukonzeption des denkmalgeschützten Torhauses ist am Museum der Arbeit ein zusätzlicher attraktiver Museumsbereich entstanden. Das meldet die zuständige Stiftung Historische Museen Hamburg heute in einer Pressemitteilung. Zukünftig kann sich hier vor allem ein jüngeres Publikum in verschiedenen Programmen kreativ mit Fragestellungen und Ideen zur „Zukunft der Arbeit“ auseinandersetzen. Das bisherige Bildungs- und Vermittlungsprogramm des Museums wird im neuen Torhaus mit innovativen und partizipativen Angeboten deutlich ausgebaut. Die Eröffnung des neuen Torhauses ist ein wichtiger Schritt im laufenden Modernisierungsprozess des Museums.

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Hamburgs bekannte Familienattraktion: Historisches Wahrzeichen von Hagenbecks Tierpark wird abgerissen

Der frühere Haupteingang zum Tierpark Hagenbeck in Hamburg wie er zuletzt aussah. Foto: Götz Berlik/PR
Der frühere Haupteingang zum Tierpark Hagenbeck in Hamburg wie er zuletzt aussah. Foto: Götz Berlik/PR

NEWS Hamburg (pm). Es gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele Hamburger Jugendstilarchitektur: das Historische Jugendstil-Tor im Tierpark Hagenbeck. Das meldet die bekannte Familienattraktion jetzt. Jahrzehntelang diente das Tor als Eingang in den ersten gitterlosen Tierpark der Welt, nun beginnen die Abrissarbeiten an dem in die Jahre gekommenen und baufällig gewordenen Tor. Der Bau des Denkmals liegt mehr als 120 Jahre zurück. 1902 begannen die Arbeiten für die Errichtung des Tores nach den Entwürfen des Berliner Theaterarchitekten und Malers Moritz Lehmann. Fünf Jahre später wurde das Tor zur Eröffnung des Tierparks feierlich eingeweiht und galt bis ins Frühjahr 2003 als prachtvolles Entree in den Tierpark Hagenbeck.

Der üppige Figurenschmuck des Bildhauer Josef Pallenberg (Tierfiguren) und Rudolf Pranke (Bronzefiguren) auf beiden Torbögen sollte die Besucher auf die exotische Welt einstimmen, die sie im Tierpark erwartete. Die schmiedeeisernen Tore stammten aus der weltbekannten Kunstschmiede H.C.E. Eggers aus Hamburg, durch die Persönlichkeiten wie Kaiser Wilhelm II., Thomas Edison, Michael Jackson sowie mehrere Millionen Hagenbeck-Besucher hindurchgegangen sind.

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„Die vorgesehenen Mittel reichen nicht“ – der Kieler Bildungsforscher Olaf Köller im Gespräch zu Schule und Zukunft

Professor Olaf Köller von der Universität Kiel. Foto: Privat
Professor Olaf Köller von der Universität Kiel. Foto: Privat

PORTRÄT Bildung Kiel (cs). Auch die letzten Zahlen waren wieder eindeutig: In der letzten PISA-Studie, die seit rund einem Vierteljahrhundert regelmäßig die Fähigkeiten europäischer Schüler ermittelt, schneiden Jugendliche hierzulande im Lesen und Schreiben, aber auch in Mathematik und Naturwissenschaften generell schlechter ab als noch 2018. Der Trend gilt zwar in vielen OECD-Ländern. Aber bei uns waren laut der vom Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien an der TU Münschen ermittelten Zahlen die Leistungsrückschläge „überdurchschnittlich hoch“, so die Experten. Anders gesagt: Etwa ein Drittel der 15-Jährigen hat in mindestens einem der drei Bereiche nur sehr geringe Kompetenzen. Dabei ist doch gerade die junge Generation der Hoffnungsträger der Zukunft. Einer, der es wissen muss, nett diese Lage sogar dramatisch: „Wenn fast dreißig Prozent unserer 15 Jahre alten Schülerinnen und Schüler zur Risikogruppe in Mathe gehören und weitere fünfundzwanzig Prozent zur Risikogruppe beim Lesen, dann ist das dramatisch“, sagt Olaf Köller im Gespräch mit unserer Zeitung. Damit erfüllten die Lernenden nicht einmal das Mittelstufensoll, so der Professor am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel.

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Boxenstopp mit Gleisanschluss – das ICE-Instandhaltungswerk in Hamburg-Langenfelde

Blick in die 400 Meter langen Hallen des ICE-Instandhaltungswerks in Hamburg-Langenfelde, das eines der modernsten in Deutschland ist.
Blick in die 400 Meter langen Hallen des ICE-Instandhaltungswerks in Hamburg-Langenfelde, das eines der modernsten in Deutschland ist.

REPORTAGE Hamburg (cs). Nackt steht der ICE mit der Nummer 9018 und dem Namen „Freistaat Bayern“ in der riesigen Halle, während seine Bugnase vorsichtig an zwei Haken zur Hallendecke gehoben wird. Drei Techniker dirigieren die schwebende, große Front des ICE 4. Ohne Scheinwerfer und Abdeckung wird der direkte Blick auf Kupplung, Puffer, Kabelanschlüsse und Hupe frei. „Die Bugnase des Zuges ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff und wurde bei einem Wildunfall beschädigt“, erklärt Bernhardt Richter. Und zeigt auf ein Ersatzteil, das am Kopfende des Montagegleises bereits zum Austausch bereitliegt und in wenigen Minuten an die Stelle der alten Abdeckung gesetzt wird.

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Die Seekarten der Zukunft – ein Besuch beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg

Thomas Dehling, Abteilungsleiter am Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie auf dem Balkon seines Büros in Hamburg-St. Pauli. Foto: Christoph Schumann, 2024
Thomas Dehling, Abteilungsleiter am Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie auf dem Balkon seines Büros in Hamburg-St. Pauli. Foto: Christoph Schumann, 2024

REPORTAGE

Hamburg (cs). „Für uns ist es wie übermorgen.“ Wenn Thomas Dehling in seinem Büro an der Bernhard-Nocht-Straße in diesen Wochen an sein wichtigstes Projekt denkt, ist dem Abteilungsleiter für Nautische Hydrographie ein kleines Zögern anzumerken. Und ein wenig auch der Druck, der auf dem 60-Jährigen und seinem Team lastet, bis Anfang 2026 eines der bislang größten Vorhaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) umzusetzen: die Entwicklung und Bereitstellung einer neuen Generation von elektronischen Seekarten. „Die aktuellen Karten, die wir für Berufsschiffer und Freizeitkapitäne bereitstellen, ist rund fünfundzwanzig Jahre alt“, sagt der Ingenieur für Vermessungswesen. „Und damit längst zu alt und ungenau für die Anforderungen, die die zunehmend komplexe Schifffahrt heute zu bewältigen hat.“

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Wohnprojekt und Lebensweg: Das Wohnprojekt "Festland" in der Hamburger HafenCity

Christian Kaiser-Willilams und Maike Früh leiten das Wohnprojekt "Festland" in Hamburg. Foto: Christoph Schumann, 2024
Christian Kaiser-Willilams und Maike Früh leiten das Wohnprojekt "Festland" in Hamburg. Foto: Christoph Schumann, 2024

REPORTAGE Hamburg (cs). Ein langer Weg liegt hinter Nadine Schindel. Anfangs waren es über viele Wochen erste Schritte in der eigenen Wohnung. An diesem Dienstag im Vorfrühling wagt sich die 28-Jährige in Begleitung ihrer Helferin zum ersten Mal nur mit ihrer Gehhilfe hinaus auf den Gemeinschaftsflur im sechsten Stock von Festland. Wegen eines frühkindlichen Hirnschadens ist die junge Frau seit vielen Jahren eigentlich auf einen Rollstuhl angewiesen, um den Alltag bewältigen zu können. Eine spastische Lähmung beeinträchtigt vor allem Schindels Gehen, immer wieder verspannen sich ihre Muskeln nahezu ohne Vorwarnung. Umso ungestümer freut sich die chronisch kranke Frau heute – nicht zuletzt über ihre Entscheidung, in eines der ungewöhnlichsten Wohnprojekte Deutschlands eingezogen zu sein: „Festland ist großartig.“

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Wo kein Patient abgewiesen wird – Hamburgs "Praxis ohne Grenzen"

Der Arzt Prof. Dr. P.C. Ostendorf ist Leiter und Gründer der "Praxis ohne Grenzen" in Hamburg-Eidelstedt. Foto: Christoph Schumann, 2024
Der Arzt Prof. Dr. P.C. Ostendorf ist Leiter und Gründer der "Praxis ohne Grenzen" in Hamburg-Eidelstedt. Foto: Christoph Schumann, 2024

PORTRÄT Hamburg (cs). Gut gelaunt kommt Peter Ostendorf jeden Tag um zehn Uhr in seine Praxis im Hamburger Nordwesten. Und wenn man den Arzt so von Behandlungszimmer zu Behandlungszimmer durch die langen Gänge der Poliklinik laufen sieht, muss man sagen: auch voller Tatendrang. Dabei verdient der gelernte Internist mit seinem Enthusiasmus kein Geld. Und eigentlich könnte der ehemaliger Chefarzt ebenso gut auch zuhause entspannt ein Buch lesen oder im warmen Süden seine Frezeit genießen. Denn mit 86 Jahren ist der gebürtige Westfale längst im besten Pensionsalter. Doch das Alter ist für den langjährigen Professor am katholischen Marienkrankenhaus in Hamburg überhaupt kein Grund, kürzer zu treten: „Ich habe mich immer an das gehalten, was ich meinen Patienten rate: Nehmen Sie sich etwas vor, wenn die Rente naht. Starten Sie ein neues Projekt, seien Sie aktiv und bleiben Sie interessiert.“ Und was den zugewandten Arzt noch mehr antreibt: „Ich wollte immer etwas von dem Glück zurückgeben, das mir das Leben geschenkt hat.“

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Der Hamburger Zauberkünstler Wittus Witt und sein Zaubermuseum: Vom Wunder in den Köpfen

Der Hamburger Zauberer Wittus Witt in seinem Museum in Hamburg St. Georg. Foto: Christoph Schumann, 2024
Der Hamburger Zauberer Wittus Witt in seinem Museum in Hamburg St. Georg. Foto: Christoph Schumann, 2024

 Porträt Hamburg (cs). Wenn Wittus Witt zaubert, werden alltägliche Dinge magisch. Ob Jacke eines Zuschauers oder Tasche einer Zuschauerin – dem bekanntesten deutschen Zauberkünstler gelingt es, Unscheinbares faszinierend zu machen. „Mein Wunsch ist es bei jedem Auftritt, Alltagsgegenstände einen Zauber zu entlocken“, umreißt der Hamburger Magier seine Motivation, die ihn heute wie bei seinen ersten Aufauftritten vor fast fünf Jahrzehnten antreibt. Das Zaubern brachte sich der in Ostwestfalen als Hans-Jürgen Witt geborene Zauberer autodidaktisch bei. Seine Liebe zur bildenden Kunst führte nach dem Abitur zu einem Studium bei Joseph Beuys an der Kunstadademie in Düsseldorf. Nachdem der Aktionskünstler seine Professor verloren hatte, wechselte Witt an die Fachhochschule und wurde Designer.

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