Von jungen Wilden zu alten Meistern: Baselitz, Richter, Polke und Kiefer in den Hamburger Deichtorhallen

Blick in die "Jungen Jahre der alten Meister". Foto: Chr. Schumann
Blick in die "Jungen Jahre der alten Meister". Foto: Chr. Schumann

Hamburg. "Sie alle sind Maler, die in einer Zeit großgeworden sind, in der klassische Malerei verpönt war", sagte Götz Adriani zur von ihm komponierten Ausstellung "BASELITZ – RICHTER – POLKE – KIEFER:

DIE JUNGEN JAHRE DER ALTEN MEISTER"bis 5. Januar 2020 in den Hamburger Deichtorhallen. Die Sonderschau in der Halle für aktuelle Kunst präsentiert mehr als 100 Werke auf dem Frühwerk vier der größten deutschen Nachkriegskünstler, die bis auf Anselm Kiefer alle auch eine deutsch-deutsche Geschichte haben. Auf den folgenden Schaffensperioden stammen die Werke: Die Jahre 1959–1969 bei Georg Baselitz, 1962–1969 bei Gerhard Richter, 1963–1969 bei Sigmar Polke sowie 1969–1977 bei Anselm Kiefer.

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Weihnachtlicher Nachwuchs: Elefantenjunges im Hamburger Tierpark Hagenbeck geboren – Name ist Santosh

Der Elefantennachwuchs im Tierpark Hagenbeck am zweiten Weihnachtstag. Foto: C. Schumann, 2018
Der Elefantennachwuchs im Tierpark Hagenbeck am zweiten Weihnachtstag. Foto: C. Schumann, 2018

Hamburg. Nach 648 Tagen Tragezeit brachte Elefantenkuh Lai Sinh am 24. Dezember 2018 im Tierpark Hagenbeck ein gesundes Bullenkalb zur Welt. Nach einer mehrstündigen Wehenphase purzelte der kleine Rüsselträger genau um 2.40 Uhr auf die Welt. Mit 97 Zentimetern Körperhöhe und etwa 100 Kilogramm Gewicht ist er ein properes Elefantenkalb, meldete der Zoo offiziell an Weihnachten.

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Verliebt in A bis Z – das Buchstabenlager Freundt in Hamburg

Buchstabensalat: Box mit Vintage-Wandtattoo „Soulkitchen“. Foto: Chr. Schumann
Buchstabensalat: Box mit Vintage-Wandtattoo „Soulkitchen“. Foto: Chr. Schumann

REPORTAGE Hamburg. Ein A aus Wien. Ein F aus Handewitt. Wandregale voller großer Fassadenschriftzüge. Kopfhohe Leuchtreklamen einer Achterbahn. Und kleine Schubladen, gefüllt mit Autozügen oder Drucktypen. Mehr als 1000 Lettern in allen erdenklichen Farben füllen die beiden Räume des Buchstabenlagers von Sabine Freundt in Hamburg. Mal sind es einige mehr, mal ein paar weniger – je nach Fundlage und Kundennachfrage. Gemeinsam mit ihrem Mann Yves sucht und sammelt die 41-jährige PR-Managerin gemeinsam mit ihrem Mann Yves seit mehr als zehn Jahren Buchstaben und Zahlen. Nicht alle behalten die beiden Nerds: seltene, kuriose und andere Stücke verkaufen sie über ihren kleinen Onlineshop.

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Schreiben mit Stil – die Hamburger Stifte-Manufaktur Elbwood

Handgefertige Unikate von Elbwood aus Hamburg. Foto: Chr. Schumann, 2018
Handgefertige Unikate von Elbwood aus Hamburg. Foto: Chr. Schumann, 2018

Hamburg. Manchmal ist die Zeit reif für Veränderungen. Wenn das, was man seit langem tut – und das nicht einmal schlecht – nicht mehr so erfüllt wie anfangs. Wenn sich die letzte Leidenschaft im Alltag verliert. Und die Gedanken immer öfter nach neuen Herausforderungen suchen. Frank Pressentin erging es so. Rund zwanzig Jahre hat der Wahlhamburger nach seinem Studium als Sozialarbeiter mit psychisch Kranken gearbeitet, Hilfe und Lösungswege gegeben. „Mir hat das der Kontakt mit Menschen immer Spaß gemacht“, sagt der 41-Jährige, „doch besonders im Lauf des letzten Jahres habe ich gemerkt, dass ich mehr mit meinen Händen arbeiten möchte. Denn es ist etwas ganz Besonderes, am Abend das Ergebnis seiner kreativen Tätigkeit begreifen und sehen zu können.“

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"Ich bin ein Klangmensch" – die Hamburger Bogenmacherin Ina Keller

Bogenmacherin Ina Keller an ihrer Werkbank. Foto: Christoph Schumann
Bogenmacherin Ina Keller an ihrer Werkbank. Foto: Christoph Schumann

Hamburg. Sanft streicht Ina Keller den Bogen über die Saiten ihrer Geige. Fühlt, ob das Holz elastisch und die Haare richtig gespannt sind. Dann lauscht die 52-jährige lang jedem einzelnen Tons nach, der ihre kleine Ladenwerkstatt in Hamburg-Eimsbüttel füllt. „Der Klang muss warm und farbenreich sein“, sagt die Handwerkerin, die seit gut zwanzig Jahren ihr einstiges Hobby zum Beruf gemacht hat: Die studierte Musikerin gehört zu der nur guten Handvoll Spezialisten hierzulande, die die Kunst der Anfertigung historischer Bögen beherrschen. Denn in der Barockzeit und davor klangen Instrumente weicher, ja milder, als Musiker und Musikfreunde es seit der Klassik ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts gewohnt sind. „Die Töne einer Geige klangen beispielsweise zur Zeit Johann Sebastian Bachs weicher, nicht so scharf wie heute“, weiß die ausgebildete Geigerin und Bratschistin, die ihre Leidenschaft für Alte Musik Anfang der 1990er Jahre beim Studium der Barockgeige in den Niederlanden entdeckte.

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Ein Mann und seine Fotos: Anton Corbijn in Hamburg

Anton Corbijn in seiner Ausstellung im Bucerius Kunst Forum. Foto: Christoph Schumann, 2018
Anton Corbijn in seiner Ausstellung im Bucerius Kunst Forum. Foto: Christoph Schumann, 2018

Hamburg. "Meine Arbeit ist ein Abenteuer. Und das möchte ich mir noch so lange erhalten, wie es geht." Auch nach rund vier Jahrzehnten kreativen Schaffens ist Anton Corbijn völlig geerdet. Der 1955 geborene Holländer, nein: die Fotos des 1955 geborenen Holländers gehören zu den Stars der diesjährigen Triennale der Photographie, die heute in Hamburg begonnen hat. Zur Eröffnung seiner Ausstellung "Anton Corbijn. The Living and The Dead" im Bucerius Kunst Forum war der Starfotograf im doppelten Sinne eigens an die Elbe gereist. Starfotograf, weil Corbijn seit seinen Anfängen zu den besten Fotografen der Gegenwart zählt, der besonders der Musikwelt seinen Stil aufgedrückt hat. Und Starfotograf, weil der bescheidene Künstler (fast) alle großen Musiker und Bands vor seiner Linse gehabt hat, die seit etwa 1980 die Bühnen der Welt erobert haben: Joy Division, Depeche Mode, Tom Waits, U2, die Rolling Stones, aber auch Kraftwerk und nicht zuletzt Herbert Grönemeyer.

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„Ich bin so nord“ – Bestellerautorin Dora Heldt im Porträt

Dora Heldt beim Treffen in ihrem Lieblingscafé in Hamburg. Foto: C. Schumann
Dora Heldt beim Treffen in ihrem Lieblingscafé in Hamburg. Foto: C. Schumann

Hamburg. Dora Heldt ist pünktlich. Überpünktlich. Zu unserem Termin in einem Café, gleich um die Ecke ihrer Wohnung im Herzen von Hamburg, kommt die Erfolgsautorin mehr als fünf Minuten zu früh. Ungewöhnlich für eine Frau, die gewohnt ist, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. „Ich war schon immer so“, lacht die 1961 als Bärbel Schmidt aus Sylt geborene Schriftstellerin, „schon als Kind. Die fünfzehn Minuten, die mein Bruder auch heute noch jeder Mal zu spät kommt, bin ich lieber zu früh.“ Dies habe sie auch in ihren dreißig Berufsjahren im Verlagswesen so gehalten – zunächst als gelernte Buchhändlerin, dann zwei Jahrzehnte lang als Verlagsvertreterin eines Münchner Verlagshauses in ihrem geliebten Norden. „Auch wenn ich wusste, zu welcher Buchhandlung ich fahren musste, bin ich früh gestartet – sicher ist sicher“, sagt Heldt, die ungern auf sich warten lässt.

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250 Jahre Drostei in Pinneberg: Kultur für alle in barockem Ambiente

Die Drostei in Pinneberg vom Park aus gesehen. Foto: C. Schumann
Die Drostei in Pinneberg vom Park aus gesehen. Foto: C. Schumann

Pinneberg. Die Drostei in Pinneberg feiert als eines der bedeutendsten Kulturzentren Schleswig-Holsteins in diesem Jahr ihren 250. Geburtstag – Höhepunkt ist die Festwoche „Drostei Open Air“ vom 16.–23. September.

Wer in Pinneberg Kultur erleben möchte, muss nach oben. Genau dreizehn Sandsteinstufen führen vom Vorplatz an der Dingstätte aus hinauf zum Hauptportal der Drostei – dann öffnet die repräsentative Barocktür Besuchern den Zugang zu Ausstellungen, Lesungen oder Musikveranstaltungen. Seit 1991 beherbergt das bedeutendste Baudenkmal der Stadt an der Pinnau das offiziell „Kulturzentrum des Kreises Pinneberg“ genannte Haus der Kunst. Dass Kulturfreunden beim Betreten des genau 250 Jahre alten Gebäudes ein Hauch von Ehrfurcht erfüllt, hat historische Gründe: Das zwischen 1765 und 1767 im Stil des norddeutschen Backsteinbarock erbaute Herrenhaus war mehr als 100 Jahre bis 1864 lang Amts- und Wohnsitz des Landdrosten, des dänischen Verwalters der damaligen Grafschaft Pinneberg.

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Der Deutsche Wetterdienst in Hamburg: Wo Norddeutschlands Wetter gemacht wird

Der Deutsche Wetterdienst in der Bernhard-Nocht-Straße in Hamburg-St. Pauli. Foto: C. Schumann, 2017
Der Deutsche Wetterdienst in der Bernhard-Nocht-Straße in Hamburg-St. Pauli. Foto: C. Schumann, 2017

Hamburg. Von seinem Büro im gründerzeitlichen Backsteinbau hathat Dr. Thomas Bruns einen weiten Blick auf den Hamburger Hafen. An den Kais auf der anderen Elbseite werden Containerschiffe be- und entladen. Im Dock von Blohm+Voss gegenüber wird ein Kreuzfahrtschiff gewartet. Gleich unterhalb des Fensters legen an den Landungsbrücken Fähren an und ab. Und weiter links erstrahlt die kürzlich eingeweihte Elbphilharmonie im Schein der Mittagssonne über der Hafencity. Nur kleine Schäfchenwolken zeigen sich an diesem Januartag am blauen Himmel.

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Hamburger Elbphilharmonie: umstritten – und doch schön

Blick auf die Elbphilharmonie von einer Barkasse aus. Foto und Copyright: Christoph Schumann, 2015.
Blick auf die Elbphilharmonie von einer Barkasse aus. Foto und Copyright: Christoph Schumann, 2015.
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"Jeder Fall ist ein Einzelschicksal"

Der DRK-Suchdienst in der Hamburger Amandastraße
Der DRK-Suchdienst in der Hamburger Amandastraße

In Hamburg kümmert sich der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes wie derzeit bei der Ukraine-Krise um Suche und Zusammenführung von Familienangehörigen aus aller Welt –im April seit genau 70 Jahren. Die Krisenherde der Welt liegen in Hamburg-Altona gleich um die Ecke. In der Amandastraße, nur wenige Schritte von der Szenemeile Schulterblatt entfernt, erfahren die rund 80 Mitarbeiter vom Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nahezu in Echtzeit, wo es rund um den Globus gerade brennt.

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Hamburg: Spannende Museen in der HafenCity

Hamburg. Viele Hamburger wissen immer noch nicht so recht, ob sie "ihren" neuen Stadtteil HafenCity zwischen Altstadt und Elbe so richtig schön finden sollen. Touristen lieben ihn - und bummeln vor allem an sonnigen Wochenenden zu Tausenden zwischen historischer Speicherstadt und moderner Architektur mit der Elbphilharmonie (definitive Eröffnung: Januar 2017!), um zu schauen und zu staunen. Unbedingt besuchen sollte man meiner Meinung nach auch zwei der schönsten und ungewöhnlichsten Museen in der HafenCity: das Prototyp Automuseum mit einer festen Sammlung von 45 seltenen Sport- und Rennwagen und das Internationale Martime Museum im historsichen Kaispeicher B, der 1878 erbaut wurde.

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"Eine Gemeinschaft der Lebenden und der Toten"

Hamburg. In einem in Norddeutschland einmaligen Modell der Kombination aus Trauerzentrum und Kolumbarium geht das Erzbistum Hamburg in der katholischen Hamburger Gemeinde St. Thomas Morus einen ungewöhnlichen Weg bei der Neunutzung seiner Kirchen. Die Einweihung ist für das Frühjahr 2016 geplant.

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