Dänemark verlängert Lockdown bis 7. Februar 2021

NEWS. Kopenhagen (cs). Dänemark verlängert seinen Lockdown bis 7. Februar. Das hat die dänische Regierung unter Ministerpräsidentin Mette Frederiksen heute bekannt gegeben, so das dänische Fernsehen DR. Hintergrund sind die weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen und vor allem die offenbar schnelle Ausbreitung der britschen Coronavirus-Mutation im Königreich. Schon in mehr als 200 Tests sei die aggressive britische Variante des Virus, B117, gefunden worden, so Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Es gelte unter allen Umständen, ihre großflächige Verbreitung so weit wie möglich zu verhindern. Damit bleiben in Dänemark Restaurants, Geschäfte und Schulen bis auf Weiteres geschlossen. Mehr dazu hier. Dänische Experten rechnen damit, dass der Lockdown auch nach dem 7. Februar fortgesetzt werden muss. Eine Öffnung Anfang Februar "grenzte an ein Wunder", so ein dänischer Virologe. Verbunden mit dem strengen Shutdown sind auch massive Einschränkungen bei der Einreise, beispielsweise für deutsche Pendler und Touristen. //

Die Hamburger Trauerexpertin Ina Hattebier: Denken an Sterben und Tod – mitten im Leben

Die Hamburger Künstlerin Ina Hattebier mit einer ihrer selbstgemachten Urnen in ihrem Atelier in Hamburg-Altona. Foto: Christoph Schumann, 2020
Die Hamburger Künstlerin Ina Hattebier mit einer ihrer selbstgemachten Urnen in ihrem Atelier in Hamburg-Altona. Foto: Christoph Schumann, 2020

Von Christoph Schumann

Hamburg. Beim Eintreten wirkt das Atelier von Ina Hattebier in Hamburg-Altona wie andere Künstlerwerkstätten auch. Der hohe Raum – einst die Kantine der Alten Dosenfabrik, die heute fast 30 arbeitende KünstlerInnen unter einem Dach versammelt – ist hell, geräumig, randvoll mit Schränken und Regalen voller Arbeitsmaterial sowie weit ausladenden Arbeitstischen. Wäre da nicht der zweite Blick auf den Werktisch vor dem Fenster: Handelt es sich bei den konisch geformten Gefäßen mit Deckel etwa um – Urnen? „Der Eindruck trügt nicht“, sagt Ina Hattebier und muss dabei fast lächeln. „Ich bin von ganzem Herzen Künstlerin“, so die unter anderem an der Hochschule für Bildende Kunst in der Freien- und Hansestadt ausgebildete Kreative weiter, „und dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den Grenzbereichen des Lebens. So hat der Tod sich allmählich in mein Leben geschlichen.“

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Dänemark macht ersten Spatenstich zum neuen Fehmarnbelttunnel - virtuell

Los geht's: Virtueller erster Spatenstich des dänischen Verkehrsministers Engelbrecht zum Fehmarnbelttunnel. Screenshot: Christoph Schumann, 2021
Los geht's: Virtueller erster Spatenstich des dänischen Verkehrsministers Engelbrecht zum Fehmarnbelttunnel. Screenshot: Christoph Schumann, 2021

NEWS Kopenhagen (cs). Nun scheint der Bau unumkehrbar: Dänemarks Verkehrs- und Transportminister Benny Engelbrecht hat am 1. Januar den ersten Spatenstich für den neuen Fehmarnbelttunnel gemacht – aufgrund der Coronavirus-Krise allerdings nur virtuell. Die rund 18 Kilometer lange feste Querung für Fahrzeuge und Züge soll die dänische Insel Lolland mit Fehmarn in Deutschland ab 2029 verbinden. Die Planungen laufen bereits seit etwa 25 Jahren. Die geschätzten Kosten von 7,1 Milliarden Euro übernimmt Dänemark. Refinanziert werden sollen sie über Mautgebühren. //

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Dänemark verlängert Lockdown bis 17. Januar 2021

NEWS. Kopenhagen (cs). Dänemark verlängert seinen Teil-Lockdown mit allen bislang geltenden Restriktionen bis 17. Januar 2021. Das gab die dänische Regierung um Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) gestern bekannt. Danach müssten die meisten Geschäfts und Einkaufscenter weiterhin geschlossen bleiben. Dies gilt ebenso für Restaurants, Café, Kinos etc. Auch Silvester darf nicht im großen Stil gefeiert werden. Es gibt Versammlungsverbote u.a. für große Plätze in Städten wie Kopenhagen, Aarhus oder Aalborg. Mehr zu den Restriktionen hier. //

Neues Danevirke Museum erhält Millionen-Förderung aus Dänemark

NEWS Kopenhagen (cs). Zum Abschluss des Deutsch-Dänischen Freundschaftsjahres 2020, das anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung von Nordschleswig mit Dänemark im Jahr 1920 grenzübergreifend gefeiert wurde, hat das dänische Kulturministerium nun eine weitere Millionenförderung für das Danevirke Museum bei Schleswig bekanntgegeben. Danach erhält das kulturhistorisch besondere Museum für den Zeitraum 2022 bis 2025 jährlich 1 Mio. DKK (ca. 135.000 Euro) für laufende Betriebskosten aus dem dänischen Staatshaushalt. Schleswig-Holstein fördert die Institution mit derselben Summe. Das historische Danevirke Museum (Dannewerk Museum) liegt im Archäologischen Park Dannewerk in der Gemeinde Dannewerk unweit von Schleswig und ist eines der größten frühen Denkmäler des Königreichs. Fest stand bereits seit längerem, dass das alte Museum in den kommenden Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. eines der größten antiken Denkmäler der dänischen Geschichte. Jetzt wird es modernisiert. Das historische Danevirke Museum muss abgerissen und durch ein neues Museum ersetzt werden. Das Projekt erhält dazu von den dänischen Stiftungen A.P. Die Møller Fond und die Augustinus Fonden 60 Mio. Kronen (8,065 Mio. Euro) bzw. 13 Mio. DKK (1,747 Mio. Euro), also insgesamt 73 Mio. Kronen (9, 812 Mio. Euro). Der frühgeschichtliche Grenzwall Danevirke stammt vermutlich aus der Zeit um das 500 und sollte die dänische Grenze nach Süden absichern . Seit 2018 gehören die erhaltenen Mauern zum UNESCO-Welterbe. //

Hamburger Medizinhistoriker Philipp Osten: „Man impft sich nicht für sich, sondern für Schwächere“

Philipp Osten vor einem Exponat zur Geschichte der Pockenimpfung in „seinem“ Museum, dem Medizinhistorischen Museum Hamburg.  Foto: Christoph Schumann, 2020
Philipp Osten vor einem Exponat zur Geschichte der Pockenimpfung in „seinem“ Museum, dem Medizinhistorischen Museum Hamburg. Foto: Christoph Schumann, 2020

Von Christoph Schumann

 

REPORTAGE Hamburg. Seit Montag steht fest, dass die Impfungen gegen das Coronavirus hierzulande unmittelbar nach Weihnachten beginnen können. Doch je näher der Impfstart rückt, umso größer scheint auch die Skepsis gegenüber der Impfkampagne zu werden. Wollten sich laut Umfragen im Frühjahr auf dem Höhepunkt der ersten Welle noch rund 70 Prozent aller Deutschen auf jeden Fall gegen SARS-CoV-2 impfen lassen, sank die Zahl zuletzt auf um die 50 Prozent und darunter. Wie geteilt Deutschland in der Frage nach der Corona-Impfung ist, belegt auch eine vor wenigen Tagen veröffentlichte repräsentative Umfrage einer bekannten Versicherung. Danach wollen sich von mehr als 2000 Befragten sogar nur rund 36 Prozent auf jeden Fall schützen lassen. Auffällig dabei ist der mit 43 Prozent höhere Anteil der Männer, die sich für eine Impfung aussprechen, im Vergleich zu lediglich 31 Prozent der Frauen.

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Dänemark weitet Lockdown aufs ganze Königreich aus: Einkaufszentren schließen sofort, Geschäfte ab 25. Dezember

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemark weitet seinen Corona-Lockdown von heute an deutlich aus: Ab sofort müssen alle großen Einkaufscenter im Königreich angesichts steigender Infektionszahlen schließen. Restaurants, Cafés etc. sind bereits seit einigen Tagen "dicht". Darüber hinaus müssen ab 25. Dezember bis einschließlich 3. Januar auch alle übrigen Geschäfte und Boutiquen schließen – ausgenommen sind lediglich Supermärkte und Apotheken. Friseure, Fahrschulen und andere Unternehmen müssen bereits ab Montag,  21. Dezember, in den nationalen Lockdown gehen. Ab dann werden auch Schulkinder aller Klassen nach Hause geschickt. Das verkündete Regierungschefin Mette Frederiksen am Mittwochabend im Rahmen einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

 

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Dänemark will Grenzkontrollen zu Deutschland weiter beibehalten

NEWS Kopenhagen (cs). Die dänische Regierung wird die derzeitigen Grenzkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze "so lange wie notwendig" beibehalten. Das beschloss die dänische Regierung unter Ministerpräsidentin Mette Frederiksen jetzt mit breiter Mehrheit im Parlament, dem Folketing in Kopenhagen. Fahrzeuge sollen auch auf dem Weg zur Grenze genauer kontrolliert werden. Das meldet unter anderem auch der Nordschleswiger. //

Dänemark vor neuem Lockdown: Heute ab 16 Uhr macht das nordische Königreich wieder "dicht"

NEWS Kopenhagen (cs). Im Kampf gegen die erneut hohen Coronavirus-Infektionszahlen steht Dänemarkvor einem weiteren Lockdown. Heute, Mittwoch, 12. Dezember 2020, ab 16 Uhr gelten in weiten Teilen des nordischen Königreichs starke Einschränkungen. Nachdem in den letzten Wochen vor allem Kopenhagen und Aarhus von einem starken Anstieg an Coronavirus-Kranken betroffen waren, melden in den letzten Tagen fast alle Gemeinden des Inselreichs stark steigende Zahlen. Deshalb gelten laut öffentlich -rechtlichem Rundfunk DR nun unter anderem folgende Regelungen des dänischen Gesundheitsministeriums: Restaurants, Cafés etc. schließen. SchülerInnen ab der 5. Klasse haben keinen Unterricht mehr, Theater, Kinos, Fitnesscenter etc. müssen schließen.

Betroffen von den Regeln sind neben Kopenhagen und Aarhus auch die Kommunen Assens, Billund, Bornholm, Brønderslev, Esbjerg, Fanø, Frederikshavn, Faaborg-Midtfyn, Haderslev, Hjørring, Jammerbugt, Kerteminde, Kolding, Langeland, Læsø, Mariagerfjord, Morsø, Nordfyns, Nyborg, Rebild, Svendborg, Sønderborg, Thisted, Tønder, Varde, Vejen, Vesthimmerlands, Ærø und Aabenraa.

Laut Beschluss der dänischen Regierung gelten diese Regelungen zunächst bis 3. Januar 2021.

Eine Reise nach Dänemark ist derzeit im Grunde nur aus triftigem Grund möglich. Ein Coronatest muss vorher gemacht werden. Nach der Rückreise nach Deutschland gilt Quarantänepflicht. //

Dänemark: Erste Coronavirus-Infektion in der königlichen Familie – Prinz Christian infiziert

NEWS. Kopenhagen (cs). Erster Corona-Fall in der dänischen Königsfamilie: Wie das Königshaus in Kopenhagen heute meldet, hat sich Prinz Christian mit dem Coronavirus infiziert. Angesteckt hat sich der älteste Sohn von Kronprinz Frederik und seiner Frau Mary laut Pressemitteilung in seiner Schule, der Tranegårdskolen in Hellerup, nördlich der dänischen Hauptstadt. Dort wurde ein lokaler Covid-19-Ausbruch registriert. Die ganze Kronprinzenfamilie hat sich nun vorsorgliche Isolation in Schloss Amalienborg begeben. //

DFDS will auf Route zwischen Kopenhagen, Frederikshavn und Oslo ab 2027 neu entwickelte Wasserstoff-Fähre einsetzen

NEWS Kopenhagen (cs). DFDS will auf seiner Stammroute zwischen Kopenhagen, Frederikshavn und Oslo schon bald umweltfreundlich verkehren: Ab 2027 wird die dänische Reederei mit Sitz in der dänischen Hauptstadt rein elektrisch betriebene Passagierfähren einsetzen, die mit Wasserstofftechnologie angetrieben werden. Der dazu benötigte Strom soll aus erneuerbarer Energie von Offshore-Windparks kommen. Das meldet DFDS jetzt in einer Pressemitteilung. Die Brennstoffzellen an Bord erzeugen Strom von bis zu 23 MW. Dabei entsteht auf dem Schiff nur Wasser und keine weiteren Emissionen. Entwickelt wird die neue Fähre, die den Arbeitsnamen "Europa Seaways" trägt von DFDS gemeinsam mit ABB, Ballard Power Systems Europe, Hexagon Purus, Lloyd’s Register, KNUD E. HANSEN, Ørsted und Danish Ship Finance. Das neue Schiff wird eine Platz für 1800 Passagiere, 120 Lkw und 380 Pkw bieten. Die Entwicklung des neuen Schiffstyps wird von der Europäischen Union gefördert. //

Seit 100 Jahren rot und weiß: Dänemark feiert Hotdog-Jubiläum im Januar 2021

Dänischer Klassiker: ein "Ristet Hotdog" mit Bratwurst, Brot, Zwiebeln, Remoulade & Co. Foto: DØP/PR
Dänischer Klassiker: ein "Ristet Hotdog" mit Bratwurst, Brot, Zwiebeln, Remoulade & Co. Foto: DØP/PR

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemarks erstes Fastfood-Essen wird 100: Vor genau einem Jahrhundert begann der große Erfolg des Hotdogs – längst ein Klassiker, den viele Fans auch nach dem Siegeszug der Neuen Nordischen Küche immer noch für Dänemarks Nationalgericht Nummer eins halten. Los ging die Eroberung der dänischen Gaumen am 18. Januar 1921. Damals erhielten sechs kleine, weiße Stände erstmals die Erlaubnis, Würstchen mit Senf und Brot in Kopenhagen zu verkaufen. Ideengeber und erster Lizenznehmer war Charles Svendsen Stevns, eigentlich ein Musiker. Heute gehören der „Hotdog med det hele“, also allem – mit Brötchen, Rød Pølse (den nicht mehr ganz so roten Würstchen wie früher), Ketchup, Senf, Remoulade, gehackten Zwiebeln, Röstzwiebeln und Gurkenscheiben – oder ein „Fransk Hotdog“ mit französischem Dressing auf Mayounnaise-Basis zum Streetfood-Alltag. Und die rollenden Würstchenwagen, dän. Pølsevogn, sind nicht nur aus dem Straßenbild der dänischen Hauptstadt nicht mehr wegzudenken.

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Kopenhagener Freizeitpark Tivoli eröffnet mit "Jul i Tivoli" seine Weihnachtssaison 2020

Der Haupteingang zum Tivoli in Kopenhagen – "Jul i Tivoli". Foto: Christoph Schumann, 2019
Der Haupteingang zum Tivoli in Kopenhagen – "Jul i Tivoli". Foto: Christoph Schumann, 2019

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemarks Hauptstadt feiert ein Stück Normalität in Corona-Zeiten. Heute eröffnet der traditionelle Weihnachtsmarkt im Kopenhagener Tivoli: Unter dem Motto "Jul i Tivoli" lädt der älteste Vergnügungspark der Welt, der im Herzen von Kopenhagen liegt, seine Tore zum Advents- und Weihnachtsmarkt 2020/21. Bis einschließlich 3. Januar 2021 sind Stände mit Geschenkideen und süßen Versuchungen sowie einige der beliebten Fahrgschäfte im Tivoli geöffnet. Dazu gibt es vorweihnachtliche Konzerte. Natürlich gelten auch im Tivoli strenge Corona-Schutzmaßnahmen. So gibt es Einlass nur nach Online-Voranmeldung, vor Ort ist Desinfektionsmittel etc. zu finden und das Aufsichtspersonal wurde ebenfalls verstärkt. //

Dänemark: Kompletter Lockdown für sieben Kommunen in Nordjütland nach Nachweis von Coronavirus-Mutation bei Menschen bis 3. Dezember

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemark verhängt einen nahezu kompletten Lockdown über Nordjütland. Erstmals in der Coronavirus-Krise hat die dänische Regierung gemeinsam mit dem zuständigen Gesundheitsministerium und den Epidemologen des Statens Serum Institut (dem dänischen RKI) weitreichende Einschränkungen für sieben Kommunen rund um den Limfjord beschlossen. Insgesamt 280.000 EinwohnerInnen der Gemeinden Hjørring, Frederikshavn, Vesthimmerland, Brønderslev, Jammerbugt, Thisted und Læsø sollen ihre Gemeindegrenzen ab sofort nur noch dringenden Fällen verlassen. Der Öffentliche Personennahverkehr mit Bus und Bahn wird eingestellt. Resturant und Cafés müssen schließen. SchülerInnen der Klassen 5 bis 8 sollen zum Homeschooling zuhause bleiben. Ausländer, also auch Touristen, dürfen nicht in die Region reisen. Hintergrund der harten Einschnitte ist die Mutation des gefährlichen Coronavirus, die in den vergangenen Tagen in mehreren Nerzfarmen in Nordjütland entdeckt wurden. Die Einschränkungen gelten vorläufig bis 3. Dezember.

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Erholung ohne Verreisen - ein Interview mit dem Hamburger Psychiater Michael Stark

Der Hamburger Psychiater Michael Stark. Foto: privat.
Der Hamburger Psychiater Michael Stark. Foto: privat.

Von Christoph Schumann

 

INTERVIEW Hamburg. Der Hamburger Psychiater und Psychotherapeut Michael Stark forscht seit Jahrzehnten zur Bedeutung von Urlaub und Reisen – auch in Corona-Zeiten rät er zu Abstand vom Alltag und allen, die in den bevorstehenden Herbstferien daheimbleiben, zu kleinen Fluchten in die Region

 

Herr Prof. Stark., Sie gelten als einer der führenden Urlaubsforscher Deutschlands, wenn es um die seelischen Vorzüge einer Reise geht. In diesem Jahr mussten und müssen viele Menschen auf eine Reise verzichten. Kann man sich trotzdem erholen?

Michael Stark: Urlaub bedeutet üblicherweise, aus Alltag und Routine auszubrechen. Das zeigt schon die Herkunft des Wortes: Das mittelhochdeutschen „urloup“ bedeutete „Erlaubnis“. Gemeint war mit Urlaub später in Zeiten der Industrialisierung die Erlaubnis, sich eine Zeitlang von der Arbeit zurückziehen zu dürfen. Und zu können – was zunächst finanziell auch nicht jedem Arbeiter möglich war. Ich bin überzeugt davon, dass Urlaub sein muss.

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Corona-Krise: Dänemark schließt seine Grenze für deutsche Urlauber ab Samstag wieder

NEWS. Kopenhagen (cs). Nun doch wieder: Wegen der gestiegenen Corona-Fallzahlen in Deutschland schließt Dänemark seine Grenzen wieder für deutsche Urlauber. Das hat das dänische Außenministerium in Kopenhagen heute bekanntgegeben.

Ab Samtag, 24. Oktober um null Uhr kann man von Deutschland aus wie schon im Frühjahr nur noch mit einem sogenannten triftigen Grund einreisen. Dies können berufliche Gründe, Arbeit, eine Geschäftsreise oder ein Besuch beim Partner oder nahen Verwandten sein. Urlaubsaufenthalt oder Ferienreise gelten nicht als triftiger Grund. Wer ein eigenes Sommerhaus in Dänemark sein eigen nentt, darf man dieses aber weiterhin besuchen. Deutsche Urlauber, die sich derzeit schon in Dänemark aufhalten, dürfen bis zum Ende ihrer Ferien im Königreich bleiben. Gleichzeitig rät das dänische Außenministerium DänInnen von allen nicht notwendigen Reisen nach Deutschland ab. Diese Empfehlung gilt ab sofort. Eine Befristigung der Einreisesperre für deutsche Urlauber wurde bisher nicht genannt.Hintergrund der Erklärung Deutschlands zum Quarantäneland sind die zunehmenden Corona-Neuinfektionen: Diese liegen in Deutschland im Durchschnitt der letzten zwei Wochen bei mehr als 30 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, dem dänischen Grenzwert. //

Norwegische Reederei Fjord Line: Überfahrten nach Norwegen bis Jahresende nur noch nach Kristiansand – Langesund und Bergen aus Fahrplan genommen

NEWS. Hirtshals/Kristiansand (cs). Die Probleme der norwegischen Reederei Fjord Line sind größer als bisher geahnt. Jetzt meldet Fjord Line, die Überfahrten von Nord-Dänemark nach Süd- und Fjordnorwegen anbietet, dass zumindest bis Jahresende alle Überfahrten nach West-Norwegen aus dem Fahrplan gestrichen werden. Anders gesagt: Fjord Line fährt vorläufig vom dänischen Hirtshals nicht mehr direkt nach Langesund und Bergen. Nur noch die direkte Linie Hirtshals–Kristiansand bleibt offen, meldet die Zeitung Nordjyske heute. Bereits vor wenigen Tagen gab die beliebte Reederei bekannt, dass sie aufgrund der Corona-bedingten wirtschaftlichen Probleme 140 MitarbeiterInnen entlassen muss – darunter den eigenen CEO Rikard Ternblom. //

Dänische Archäologen vermuten: Schon vor mehr als 100.000 Jahren lebten Menschen in Dänemark

Von Christoph Schumann

 

NEWS Kopenhagen/Seeland (cs). Möglicherweise lebten schon weit früher Menschen auf dem Gebiet des heutigen Dänemark als bisher angenommen. Das vermuten dänische Archäologen nach Ausgrabungen, die sie in den vergangenen sechs Wochen an der Küste Ejby Klint am Isefjord im Norden der Hauptstadtinsel Seeland vorgenommen haben. Forscher des Roskilde Museums und des dänischen Nationalmuseums fanden demnach Spuren menschlicher Artefakte, die rund 120.000 Jahre alt sein können. In tief liegenden Erdschichten entdeckte die Archäologen Feuersteine und Muschelschalen, die Spuren handwerklicher Bearbeitung aufweisen könnten. Wäre dies so, müsste womöglich ein früher Teil der dänischen Geschichte ganz oder teilweise neu geschrieben werden.

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Ostsee-Insel Endelave ist Dänemarks „Insel des Jahres“

Luftbild der dänischen Ostseeinsel Endelave. Foto: PR/Destination Kystlandet/Melissa Villumsen
Luftbild der dänischen Ostseeinsel Endelave. Foto: PR/Destination Kystlandet/Melissa Villumsen

NEWS. Horsens. Die rund 13 Quadratkilometer (korrigierte Version) große Ostsee-Insel Endelave südlich des Horsens Fjord in Jütland ist Dänemarks „Insel des Jahres 2020/21“ (dän. Årets ø). Die Auszeichnung zur Anerkennung besonderen lokalen Zusammenhalts und kreativer Ideen zur Entwicklung der Inselgemeinschaft wurde dieses Jahr erstmalig von den Verbänden Landsdistrikternes Fællesråd (Verband der ländlichen Distrikte) und Sammenslutningen af Danske Småøer (Verband der kleinen dänischen Inseln) sowie dem Verein Forenet Kredit (Verein für Kreditkunden) vergeben. Berücksichtigt wurden dabei Inseln ohne Brückenverbindung zum Festland. Platz zwei und drei des Wettbewerbs gingen an die Ostsee-Inseln Aarø im Lillebelt und Strynø im südfünischen Inselmeer.

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Kopenhagener Streetfoodmarkt Reffen bleibt mit neuer "Werkstatt" jetzt auch im Winter geöffnet

NEWS Kopenhagen (cs). Kopenhagens beliebter Streetfoodmarkt Reffen geht neue Wege: Im Corona-Jahr schließt der vor allem bei jüngeren Szenegängern angesagte Gourmetmarkt auf Refshaleøen im Stadtteil Christiania mit seinem internationalen Angebot erstmals nicht nach der Sommersaison, sondern bleibt mit neuem Konzept auch in den Wintermonaten geöffnet. Unter dem Namen "Werkstatt" werden in den Wintermonaten verschiedene Anbieter Streetfood, Snacks und Getränke in einer 1000 Quadratmeter großen früheren Maschinenhalle einer Werft eröffnen. "Reffen war immer als Ganzjahreskonzept angedacht", sagte Geschäftsführer Ruben Passer zur dänischen Zeitung Berlingske. "Die Halle gehörte und schon vorher, wir haben sie allerdings für Events vermietet – jetzt bietet sie uns Platz für neue Ideen." //