Das alte Odense von Märchendichter von Hans Christian Andersen

Noch in den 1960er Jahren sah die Hans Jensen Stræde im dänischen Odense aus die 100 Jahre früher. Repro Postkarte: Christoph Schumann
Noch in den 1960er Jahren sah die Hans Jensen Stræde im dänischen Odense aus die 100 Jahre früher. Repro Postkarte: Christoph Schumann

DÄNEMARKS GROSSER DICHTER Odense (cs). Ob Hans Christian Andersen seine Heimatstadt heute noch wiedererkennen würde? Ich habe da große Zweifel! Das Geburtshaus des unvergessenen Märchendichters in der idyllischen Hans Jensen Stræde, das 1799 erbaut wurde, sieht zwar je nach Blickwinkel fast immer noch so aus wie damals am Anfang des 19. Jahrhunderts. Aber schon seit 1908 ist es Museum – genauer gesagt: Jetzt Teil des großen Museums, das Odense seinem großen Sohn der Stadt gewidmet hat. Und statt klein und übersichtlich, ist das neue Hans Christian Andersen-Haus im Herzen der Hauptstadt von Fünen laut eigener Beschreibung ein "Museum für alle, die Spiele und gute Erzählungen" lieben. Entworfen wurde das 2021 eröffnete Museumsgebilde vom japanischen Starchitekten Kengo Kuma. Tipp: Wer Andersens Welt von früher sucht, wird eher in seinem Kindheitshaus fündig: Das "Barndomshjem" in der Munkemøllestræde nur wenige Gehminuten entfernt ist nahezu original erhalten. //

Beliebteste Vornamen in Dänemark für Neugeborene sind Alma und Oscar

KULTUR und GESELLSCHAFT Kopenhagen (cs). Die beliebtesten Vornamen bei dänischen Neugeborenen sind Alma bei den Mädchen und Oscar für Jungen. Das meldet Danmarks Statistik in Kopenhagen heute. Insgesamt 499 Mädchen erhielten laut Statistikamt im letzten Jahr den Vornamen Alma. Und 540 Jungen wurden auf den Namen Oscar getauft. Auf den Plätzen zwei und drei folgten bei den Mädchen Sofia (je 476) und Agnes (450). Bei den Jungen liegen die traditionellen Namen Karl (514) und Alfred (479) auf den Plätzen zwei und drei. Die komplette Statstik der häufigsten dänischen Kindernamen 2026 findet ihr hier. //

Genau 232 Blaue Flaggen garantieren 2026 saubere Badegewässer in Dänemark

URLAUB und NATUR Kopenhagen/Dänemark (cs). Das Urlaubsland Dänemark hat im Jahr 2026 genau 144 Strände, die mit der Blauen Flagge (Blå Flag) ausgezeichnet sind. Zusätzlich wurden für die laufende Sommersaison 16 Häfen mit der Blauen Flagge prämiert. Darüber hinaus gibt es im Königreich weitere 72 Badestellen, die die skandinavische Badepunkt-Flagge für besondere Naturerlebnisse tragen. Die Auszeichnungen werden jährlich vom dänischen Outdoorrat "Friluftsrådet" vergeben und garantieren höchste Standards bei Wasserqualität, Sicherheit und Umweltschutz. Mehr zur Blauen Flagge in Dänemark sowie alle insgesamt 232 ausgezeichneten Strände, Badestellen und Häfen findet ihr hier. //

 

Dänen laden zu „Wolfssafaris“ im Naturpark Oksbøl

DÄNISCHE NATUR Oksbøl/Südjütland (cs). Während hierzulande Wölfe meist als „Problemwölfe“ gelten, haben unsere dänischen Nachbarn einen neuen Umgang mit ihren neuen Gästen gefunden: Im Naturpark Oksbøl, der rund eine Autostunde von der Grenze entfernt liegt, können Wolfsfans und andere Naturfreunde jetzt erstmals auf Wolfssafaris gehen. Veranstaltet werden die drei- bis vierstündigen Ulvesafaris, wie die Touren auf Dänisch heißen, vom Veranstalter Naturpark Safari abhängig von den aktuellen Wetterbedingungen an mehreren Abenden im Juli und August. Das Revier der Wölfe liegt in der südjütländischen Natur im Dreieck zwischen den Orten Henne, Holsted und Oksbøl. Um einen sicheren Abstand von mindestens 500 Metern zu den scheuen Wölfen zu halten, finden alle Touren im eigenen Pkw statt. Angehalten wird nur auf öffentlichen Straßen oder Plätzen, um Schutz und Distanz zu den scheuen Tieren einzuhalten. Die Kosten für die Teilnahme an eine Wolfssafari betragen 500 dänische Kronen, etwa 67 Euro pro Person. Weitere Informationen und Anmeldung hier. //

Hamburg: Neuer Flamingoteich ergänzt Afrika-Panorama im Tierpark Hagenbeck

Der neue Flamingoteich im Tierpark Hagenbeck im Vordergrund – eine Million Euro investierte die Hamburger Sehenswürdigkeit in die Erneuerung. Foto: Christoph Schumann, 2026
Der neue Flamingoteich im Tierpark Hagenbeck im Vordergrund – eine Million Euro investierte die Hamburger Sehenswürdigkeit in die Erneuerung. Foto: Christoph Schumann, 2026

TIERPARK Hamburg (cs). Der Tierpark Hagenbeck hat eine neue Attraktion: Gestern wurde der neue Flamingoteich eingeweiht. Nach mehr als einem halben Jahr Umbau- und Renovierungsanlagen durften die mehr als 130 tiefrosafarbenen Flamingos der Hamburger Familienattraktion zum ersten Mal die umfassend neu gestaltete Anlage erkunden. Rund 1000 Quadratmeter Wasserfläche stehen den Wasservögeln nun zur Verfügung. Dazu eine Brutinsel, in der die aus Afrika stammenden Flamingos Ruhezonen finden. Das Herzstück der neuen Anlage bilden – unsichtbar für Zoobesucher – mehrere Filteranlagen, die das Wasser sowohl biologisch wie mechanisch in mehreren Stufen permanent reinigen. „So garantieren wir den Flamingos jederzeit beste Lebensbedingungen“, sagt Tierpfleger Roy Teege im Gespräch mit unserer Zeitung. „Auch bei Hagenbeck merken wir, dass bei steigenden Temperaturen die Wasserqualität schneller sinkt als noch vor einigen Jahren.“ Rund eine Million Euro kostet die neue Flamingoanlage im Tierpark Hagenbeck. Sie ist Teil des sogenannten Afrika-Panoramas – eine der berühmten Attraktionen des Zoos. Die historische Kulisse gestaltete Tierparkgründer Carl Hagenbeck bereits 1907. Heute steht die Ansicht unter Denkmalschutz. //

Dänemark: Region Mitteljütland will junge Dänen von nachhaltigerer Mobilität überzeugen

Auch junge Däninnen und Dänen wollen einen eigenen Pkw - und der Verkehr wächst. Foto: Region Midtjylland/PR
Auch junge Däninnen und Dänen wollen einen eigenen Pkw - und der Verkehr wächst. Foto: Region Midtjylland/PR

INFRASTRUKTUR und WIRTSCHAFT Viborg (cs). Die jungen Dänen lieben das Auto – auch die jungen Dänen, muss man sagen, denn mit fast drei Millionen registrierten Pkw im ersten Halbjahr meldete das nationale Statistikamt einen neuen Höchstwert: Mit genau 2.962.726 angemeldeten Autos erreichte das Königreich im Juni einen historischen Rekord. Und der Trend zum Auto setzt sich auch in den jüngeren Generationen fort. Laut einer vor wenigen Wochen veröffentlichten Umfrage der größten dänischen Online-Fahrzeugplattform Bilbasen zieht mehr als die Hälfte der 18- bis 30-jährigen Däninnen und Dänen die Anschaffung eines eigenen Autos in Erwägung. Dies kann ein E-Auto oder Verbrenner sein. Das Entscheidende: Ist ein Autoschlüssel erst einmal im Haus, erscheint ein Leben ohne eigenes Fahrzeug als kaum noch vorstellbar.

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Wenn Sommerhitze selbst im Norden den Nachtschlaf stört

Der us-amerikanische Forscher Kelton Minor forscht derzeit in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Foto: Universität Kopenhagen/PR
Der us-amerikanische Forscher Kelton Minor forscht derzeit in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Foto: Universität Kopenhagen/PR

WISSENSCHAFT Kopenhagen (cs). Schlafen und schwitzen – die Hitzetage, die Europa einschließlich Schleswig-Holstein so früh wie noch nie im Griff hatten, sind ein im wahrsten Sinn des Wortes brennender Beleg dafür, dass Sommerwochen selbst bei uns für immer mehr Menschen zu einer körperlichen Herausforderung werden. Denn nicht nur im Süden Europas kühlt es nachts zwischen Juni und August oft nicht mehr ab. Selbst in noch vor wenigen Jahren als garantiert „hitzefrei“ geltenden Regionen im Norden werden sogenannte Tropennächte zur neuen Normalität (s. Sonderkasten). Und die Gefahren für die öffentliche Gesundheit wachsen, belegt eine jetzt vorgestellte Studie führender Schlafforscher. „Wir sehen weltweit Belege dafür, dass selbst mäßige Anstiege der Nachttemperaturen dazu führen, dass die Nächte für viele kürzer ausfallen und die Menschen in den kürzeren Schlafphasen mehr schwitzen als früher. Das hat spürbare Auswirkungen auf die individuelle Gesundheit – quer durch alle Bevölkerungsschichten“, sagt Kelton Minor im Gespräch mit unserer Zeitung. Der in den USA geborene Experte war als außerordentlicher Professor am Institut für Psychologie sowie am Copenhagen Center for Social Data Science der Universität Kopenhagen als einer der Experten an der im Fachmagazin „Sleep“ in Oxford erschienenen Untersuchung „A wake-up call for a global climate and sleep task force“ (dt. Weckruf für eine globale Klima- und Schlafanstrengung) beteiligt.

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Neue Attraktion im dänischen Aarhus: "As seen below - The Dome" von James Turrell im Kunstmuseum ARoS

"As Seen Below ‑ The Dome" auf ARoS von James Turrell. Foto: Tina Sørensen/Schmidt Hammer Lassen, 2026. Im Vordergrund auf dem Dach des ARoS Museums © Olafur Eliasson: Your rainbow panorama.
"As Seen Below ‑ The Dome" auf ARoS von James Turrell. Foto: Tina Sørensen/Schmidt Hammer Lassen, 2026. Im Vordergrund auf dem Dach des ARoS Museums © Olafur Eliasson: Your rainbow panorama.

NEWS Kunst Kultur Museen Aarhus (vdk/pr). Dänemark hat eine neue Attraktion: Das Kunstmuseum ARoS in Aarhus umfasst ab sofort mit dem Skyspace “As seen below - The Dome” eine weitere Attraktion von internationalem Rang. Das Kunstwerk des US-amerikanischen Lichtkünstlers James Turrell ist mit einer Deckenhöhe von 16 Metern, einem Durchmesser von 40 Metern, freiem Blick in den Himmel und einem von wechselnden Farblichtern beleuchteten Innenraum der größte Skyspace der Welt in einem Museumskontext. Im Open Sky-Modus wirkt die große Kuppelkammer von „The Dome“ grenzenlos, mit einem freien Blick auf den Himmel. Die kreisrunde Öffnung in der Decke rahmt den sichtbaren Himmel ein und verwandelt ihn in eine lebendige Leinwand, die sich ständig verändert. Der Raum entfernt bekannte Bezugspunkte, sodass der Himmel als reines Farbfeld erscheint, intensiv und unmittelbar.

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Dänemark: Kunstwerk „Dodekalitten“ auf der Ostseeinsel Lolland jetzt vollendet

Der steinerne "Ymir" vollendet das Freiluft-Kunstwerk "Dodekalitten" auf Lolland. Foto: Dodekalitten/Thomas Kadziola
Der steinerne "Ymir" vollendet das Freiluft-Kunstwerk "Dodekalitten" auf Lolland. Foto: Dodekalitten/Thomas Kadziola

NEWS Kunst und Kultur Lolland (pr/vdk). Auf der dänischen Ostseeinsel Lolland wurde Mitte Juni die zwölft Skulptur des Gesamtkunstwerkes „Dodekalitten“ des Bildhauers Thomas Kadziola feierlich von Ihrer Majestät, Königin Mary von Dänemark, eingeweiht. Dodekalitten, ein magischer Kreis aus gigantischen Stein-Skulpturen, ist so etwas wie das künstlerische Wahrzeichen der dänischen Insel und eine beliebte touristische Attraktion.

Die vom Bildhauer Thomas Kadziola geschaffenen Steinsäulen sind in Kombination mit der elektronischen Musik von Wayne Siegels  ein Gesamterlebnis für Körper und Geist. Insgesamt 12 Jahre arbeitete Kadziola an dem monumentalen Werk, mit der letzten und zwölften Skulptur „Ymrir“ aus Stein aus Ilulissat auf Grönland ist es nun vollendet.

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Neues Motorenmuseum "Maskinrummet" eröffnet im dänischen Skagen

NEWS Skagen/Nordjütland (vdk/pr). Dänemark, genauer Nordjütland erhält eine neue Attraktion: Am 27.06.2026 eröffnet hoch im Norden Jütlands "Maskinrummet”, Dänemarks neues Motorenmuseum. Das Museum im Hafen der Stadt Skagen vermittelt auf 10.000 Quadratmetern das maritime und industrielle Kulturerbe des Landes und beherbergt darüber hinaus Dänemarks größte private Motorensammlung. Zudem dient das Museum als Veranstaltungszentrum für Konzerte, Vorträge und Events.

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CopenPay jetzt ganzjährig: Preisgekröntes Konzept zur Belohnung positiven Verhaltens von Touristen in Kopenhagen wird ausgeweitet

Mit CopenPay können Kopenhagen-Reisende jetzt ganzjährig nachhaltig die dänische Hauptstadt entdecken. Foto: VisitDenmark/Daniel Rasmussen

NEWS Kopenhagen (vdk/pr). CopenPay, eine Tourismusinitiative, mit der Kopenhagen positives Verhalten von Touristen belohnt, startet am 22. Juni als dauerhafte, ganzjährige Plattform. Gäste der Stadt leisten durch einfache positive Aktionen – vom Müllsammeln in den Kanälen bis hin zur Anreise mit dem Fahrrad zu Museen – einen Beitrag für ihr Reiseziel und die Lokalbevölkerung und erhalten dafür Belohnungen in Form von kostenlosen oder ermäßigten Erlebnissen. Ins Leben gerufen wurde die Initiative bereits 2025 von Wonderful Copenhagen, der offiziellen Tourismusorganisation Kopenhagens. Seit 2026 ist das Programm unter dem Namen DestinationPay offen für die Adaption durch andere Destinationen. Mehrere offizielle Tourismusorganisationen – darunter in Deutschland visitBerlin und Bremen Tourismus – haben es in diesem Jahr bereits für einen Aktionsmonat umgesetzt.

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„Kinder sind mehr als Zuschauer des Lebens von Erwachsenen“

Die dänische Erziehungswissenschaftlerin Lene Tanggard forscht und lehrtin Aalborg. Foto: privat
Die dänische Erziehungswissenschaftlerin Lene Tanggard forscht und lehrtin Aalborg. Foto: privat

DÄNISCHE FORSCHUNG Aalborg (cs). Am späten Nachmittag herrscht zuhause wie üblich viel Trubel. Die Kinder sind in ihren Zimmern. Es geht auf achtzehn Uhr. Was heißt: Wir müssen uns beeilen, noch kochen, die Wäsche wegräumen und etwas aufräumen. Schließlich wollen wir noch etwas Zeit gemeinsam verbringen, ehe die Kleinen ins Bett gehen. So normal, so richtig. Oder etwa nicht? „Nicht unbedingt“, sagt Lene Tanggaard. Denn Kinder wachsen und entwickeln sich am besten, wenn sie selber mithelfen, wenn sie Verantwortung übernehmen und spüren, dass Erwachsene ihnen vertrauen und sie zu ihren Beiträgen ermutigen, so die Professorin für Pädagogische Psychologie an der Universität im norddänischen Aalborg. „Das stärkt das Wohlbefinden des Nachses. Sein Selbstwertgefühl und sein Zugehörigkeitsgefühl“, so die Expertin. Anders ausgedrückt: Die Entwicklung von Kindern findet vor allem in sozialen Kontexten statt – zum Beispiel, wenn sie beim Kochen mithelfen.

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Johannisfeiern 2026: Mittsommer in Dänemark

Dänische Johannisfeier – Sankt Hans – im Hafen Klintholm Havn. Foto: VisitDenmark/Daniel Villadsen
Dänische Johannisfeier – Sankt Hans – im Hafen Klintholm Havn. Foto: VisitDenmark/Daniel Villadsen

NEWS Kultur und Feste Kopenhagen/Hamburg (vdk). Es ist einer der stimmungsvollsten Abende des dänischen Sommers: Jedes Jahr am 23. Juni markiert Sankt Hans für die Dänen den Höhepunkt des Sommers – die hellste Zeit des Jahres. Diese Tradition hat jahrhundertealte Wurzeln und ist nach Johannes dem Täufer benannt, der auf Dänisch Sankt Hans heißt. In Dänemark versammeln sich die Menschen um große Freudenfeuer, um den Sommer, das Licht und die Gemeinschaft zu feiern. Die Freudenfeuer symbolisieren Licht, Wärme und den Wunsch, das Böse fernzuhalten – ein alter Volksglaube, der als Sommertradition bis heute fortlebt.

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Dänemarks älteste Stadt erscheint in neuem Licht

Der Dom in Ribe von Südosten aus gesehen im Frühjahr 2026 mit Testbeleuchtung am Querhausgiebel, Ritterspitze und einer Lichtquelle am Bürgerturm. Foto: Esbjerg Kommune/Jens K. Jørgensen
Der Dom in Ribe von Südosten aus gesehen im Frühjahr 2026 mit Testbeleuchtung am Querhausgiebel, Ritterspitze und einer Lichtquelle am Bürgerturm. Foto: Esbjerg Kommune/Jens K. Jørgensen

NEWS Ribe/Südjütland (cs). Dänemarks älteste Stadt zeigt sich in neuem Licht. Genauer: in weniger Licht. In einer mehrwöchigen Testphase konnten Einwohner und Besucher von Ribe in Südjütland jetzt eine neue Beleuchtung der historischen Altstadt rund um den im 13. Jahrhundert eingeweihten Dom erleben. Dazu setzte die dänische Lichtdesignerin Iben Winther Orton vom Designkollektiv Lightscapes in Snekkersten, das im Sommer letzten Jahres von den zuständigen Kommunalverantwortlichen den Zuschlag für das Projekt erhalten hatte, zunächst ausgewählte Bereiche rund um das Gotteshaus in eine neue Beleuchtung. Ziel war es, mit möglichst engem Praxisbezug eine klare Einschätzung davon zu erhalten, wie Licht im Stadtraum wahrgenommen wird – sowohl in unmittelbarer Nähe der Kathedrale wie beim Blick aus der Ferne.

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Fotos gegen die Bilderflut: Ausstellungen mit Fotografien von Hans Hansen und C.F. Gundlach in Hamburg

Blick in "Foto: Hans Hansen" im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg. Foto: PR/HenningRogge
Blick in "Foto: Hans Hansen" im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg. Foto: PR/HenningRogge

KULTUR FOTOGRAFIE Hamburg (cs). Die Welt ist durchfotografiert. Täglich werden weltweit schätzungsweise fünf Milliarden Fotos aufgenommen – das entspricht zwei Billionen Bilder im Jahr. Die meisten davon liegen unsortiert auf Smartphones oder Festplatten, ohne je wieder angeschaut zu werden. Gegen die Bilderflut unserer Tage hilft ein Blick zurück in die große Zeit der Fotografie: Die 1950er und 1960er Jahre gelten als eine Hochzeit der Fotokunst und neuer, ungewöhnlicher Blicke auf die Welt. Zwei sehenswerte Retrospektiven stellen jetzt in Hamburg mit Arbeiten – und die lange Zeit analoge Fotografie war auch handwerklich tatsächlich Arbeit – von Hans Hansen und F.C. Gundlach zwei der größten deutschen Fotografen der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

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Neuer Supercomputer „Bitten“ stärkt Forschung und KI-Unabhängigkeit in Süddänemark


Einweihung des neuen dänischen Superrechners "Bitten" in Sønderborg mit Claudio Pica (li) und Sune T. Baastrup von Danfoss (re). Foto: PR/Danfoss
Einweihung des neuen dänischen Superrechners "Bitten" in Sønderborg mit Claudio Pica (li) und Sune T. Baastrup von Danfoss (re). Foto: PR/Danfoss

NEWS Wissenschaft Sønderborg (cs). Süddänemark macht einen großen Schritt Richtung Zukunft: Anfang des Monats nahm die Syddansk Universitet (SDU) mit „Bitten“ einen neuen Supercomputer in Betrieb. Das neue Rechenzentrum soll dabei die süddänische wie nationale, aber auch internationale Forschungsinfrastruktur fit für die Technologie der nächsten Jahre machen. „Bitten“ soll dabei am Standort der Universität Süddänemark in der Hafenstadt Sønderborg soll Dänemarks Position im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance Computing (HPC) deutlich stärken. Entwickelt wurde der Supercomputer in Zusammenarbeit von Forschenden der Universität mit Hewlett Packard Enterprise und dem dänischen Industriekonzern Danfoss. „Bitten“ ist mit 128 Hochleistungs-GPUs des Typs NVIDIA B200 ausgestattet. Jede dieser Einheiten ist laut Angaben der Betreiber bis zu fünzehnmal leistungsfähiger als die Komponenten des bis von der SDU eingesetzten Computers „Gefion“. Damit gilt „Bitten“ als derzeit effizientestes System des Königreichs für generative KI-Anwendungen. 

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Wenn Flüsse nicht mehr fließen – eine Kreuzfahrt auf Rhein, Neckar, Mosel und Saar

Blick von Bord: Die "Katharina von Bora" auf der Mosel. Foto: Christoph Schumann, 2026
Blick von Bord: Die "Katharina von Bora" auf der Mosel. Foto: Christoph Schumann, 2026

REPORTAGE Mannheim (cs). Der Klimawandel ist jetzt auch auf der „Katharina von Bora“ angekommen. Besser gesagt: unter dem Kiel des dreiundzwanzig Meter langen Flusskreuzfahrtschiffs. „Wir fahren in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Neckar“, sagt Jan Stastny, während das Schiff Heidelberg mit der imposanten Kulisse des roten Schlosses hoch oben über der barocken Altstadt hinter sich lässt. „Bisher führte eine unserer Touren die Elbe hinab mit Dresden und Wittenberg“, so der tschechische Kapitän mit Blick flussabwärts mit erkennbarem Bedauern, denn die Strecke durch die Sächsische Schweiz und vorbei an Dresden und Meißen gehöre zu seinen Lieblingsrouten. „Aber selbst für unser kleines Schiff ist der Wasserstand dort in den letzten Jahren bereits im Frühjahr und Herbst so niedrig geworden, dass eine sichere Fahrt immer unmöglicher wird.“ Weil sicher aber sicher ist, macht die „Katharina von Bora“ trotz ihrer nicht einmal eineinhalb Meter Tiefgang nun zum Anfang und Ende ihrer Saison alternativ einen Vier-Flüsse-Törn auf Neckar, Rhein, Mosel und Saar. Und umgekehrt Denn noch führen die Binnengewässer im Westen selbst im Sommer genug Wasser.

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Femern A/S: Erstes Tunnelelemet für kommenden Fehmarnbelttunnel nach Dänemark ist abgesenkt

Vor der zukünftigen Einfahrt zum Fehmarnbelttunnel auf dem dänischen Lolland wurde diese Woche das erste Tunnelelement versenkt. Foto: Femern AS/PR
Vor der zukünftigen Einfahrt zum Fehmarnbelttunnel auf dem dänischen Lolland wurde diese Woche das erste Tunnelelement versenkt. Foto: Femern AS/PR

NEWS Kopenhagen/Hamburg/Lolland (pr/cs). Nach einem mehrtägigen Absenkvorgang liegt das erste von insgesamt 89 Betonelementen für den kommenden Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland jetzt im Tunnelgraben am Meeresboden und ist mit dem dänischen Tunnelportal verbunden. Das meldet Bauherr Femern A/S jetzt. Das historische Ereignis begann am Montagabend, dem 4. Mai 2026, als fünf Schlepper und der Absenkponton IVY das Element von der Tunnelfabrik bei Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland zum Absenkpunkt vor der dänischen Küste transportierten. Am Mittwoch um die Mittagszeit begann dann das eigentliche Absenken. Rund 14 Stunden später war das Ziel erreicht und das erste Element präzise im Tunnelgraben vor dem Portal bei Rødbyhavn positioniert. Anschließend wurde das Element mithilfe eines hydraulischen Arms mit dem Portal verbunden. Die Position wurde schließlich durch eine präzise Lasermessung im abgesenkten Tunnelelement bestätigt. Im Laufe des Tages wird IVY dann final vom Element getrennt.

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Zwischen Wissenstest und Prüfungsvorbereitung – ein Besuch bei Plakos in Lübeck

Waldemar Erdmann hat die Plakos GmbH gegründet. Heute ist das Zukunftsunternehmen in Lübeck zuhause. Foto: Christoph Schumann, 2026
Waldemar Erdmann hat die Plakos GmbH gegründet. Heute ist das Zukunftsunternehmen in Lübeck zuhause. Foto: Christoph Schumann, 2026

REPORTAGE Lübeck (cs). Wofür steht die Abkürzung KGaA? In welcher physikalischen Größe wird Druck angegeben? Und wann wurde die Berliner Mauer erbaut? Wer wissen möchte, was sie oder er weiß (oder auch nicht), ist auf dertestknacker.de richtig. Das Portal sammelt Tests zu Allgemeinwissen, logischem Denken, technischem und Sprachverständnis und vielem mehr. Geeignet sind die Tests für Jedermann. Gedacht sind die einem Quiz mit mehreren Antwortmöglichkeiten ähnelnden Fragen aber vor allem Menschen, die vor einer beruflichen Entscheidung stehen. Beispielsweise Schüler, die sich für Ausbildung oder Studium entscheiden wollen. Oder Berufseinsteiger, die vor einem Einstellungstest etwa bei Polizei, Feuerwehr oder Bundeswehr stehen. Auch bei beruflicher Neuorientierung oder Karrieresprüngen hilft dertestknacker.de mit kniffligen Herausforderungen aus dem Assessment-Center weiter.

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Freizeitdomizile in Dänemark: „Wir hätten mehr Ferienhäuser bauen müssen“

Urlaub in Dänemark pur: ein Ferienhaus in Strandnähe an der Nordsee. Foto: Daniel Brandt Andersen/VisitDenmark
Urlaub in Dänemark pur: ein Ferienhaus in Strandnähe an der Nordsee. Foto: Daniel Brandt Andersen/VisitDenmark

NEWS BRANCHE FERIENHAUSURLAUB Kopenhagen (cs). Dänemark besitzt zu wenige Ferienhäuser. Das jedenfalls finden zahlreiche Bauherren und Investoren, aber auch führende Ferienhausvermittler und Branchenvertreter. Rund 200.000 der beliebten Freizeitdomizile gibt es bei unseren nördlichen Nachbarn – eine Zahl, die seit Jahren fast unverändert bleibt (s. Hintergrund). Urlaub in einer der meist strand- und meernah gelegenen Unterkünfte erfreut sich aber nicht erst seit der Corona-Pandemie immer größerer Beliebtheit: Von den insgesamt 66 Millionen Übernachtungen, die Dänemark im vergangenen Jahr zählte, entfielen mehr als Millionen allein auf die meist privaten Ferienhäuser. Und die Nachfrage steigt weiter: Laut dänischem Statistikamt in Kopenhagen gab es allein im Januar bereits mehr als zwei Millionen Übernachtungen – ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Januar 2025. Und die Buchungen fürs Reisejahr 2026 lagen bereits im November zwei Prozent höher als zuvor.

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