
PORTRÄT Kopenhagen/Hamburg/Weil am Rhein (cs). Neulich in einem Kopenhagener Hotel: Der Tisch im morgendlich noch halbdunklen Frühstücksraum wird von einer kleinen, roten Lampe – zugegebenermaßen etwas sparsam – erleuchtet. Auf dem Nebentisch ist das Leuchtobjekt grün, schräg gegenüber schwarz. Der typisch kuppelförmige Lampenschirm und der pilzartige Fuß der Lampe verraten gleich, dass die Inneneinrichter meiner Unterkunft dabei auf dänisches Design gesetzt haben. Panthella heißt die Tischleuchte, die aktuell eine wahre Renaissance erlebt. In öffentlichen Räumen, genauso aber auch im Privaten. Entworfen wurde die Lampe von einem der größten und ideenreichsten Designer, den Dänemark im letzten Jahrhundert hatte: Verner Panton.

REPORTAGE Genf (cs). Wenn Cédric Johner in seinem Atelier eine Uhr baut, braucht er vor allem eines: Zeit. Ein halbes Jahr. Ein Jahr. Manchmal sogar zwei Jahre dauert es, bis der Genfer Uhrmacher einen seiner Zeitmesser vollendet hat. „Vom ersten Entwurf über das einzelne Zahnrad bis hin zum Gehäuse fertige ich je nach Modell alle Einzelteile meiner Zeitmesser selbst“, sagt der 59-jährige Uhrmacher beim Besuch seiner Werkstatt, die in einem unscheinbaren Wohngebiet am Rand der Altstadt der zweitgrößten Stadt der Schweiz liegt. „Jede Armbanduhr von mir ist darum ein Unikat“, so der Familienvater weiter, „und mehr als zwölf im Jahr schaffe ich nicht.“ Trotz nicht regelmäßig zehn Stunden an Maschine, Werkbank und Feile. Und das nicht selten sogar an sechs Tagen in der Woche. Bewundert und vor allem begehrt sind Johners Uhren bei Kennern dennoch – oder gerade deshalb: Seine Uhren erzielen auf Auktionen manchmal hohe sechsstellige Preise. Die handschmeichelnden Stücke, an dessem typisch-ovalen Gehäuse Johner bis zu drei Tage feilt, sind aber auch „schon“ für niedrigere fünfstellige Summen erhältlich.

NEWS Bern (pr). Die als UNESCO-Weltkulturerbe geschützte Altstadt Berns mit ihren engen Gässchen entdecken, in Luzern von der historischen Kapellbrücke aus den Vierwaldstättersee und das eindrucksvolle Bergpanorama bewundern oder von Brig aus im Oberwallis wandern: Mit dem Berner Oberland Pass können Schweiz-Urlauber beliebte Sehenswürdigkeiten besuchen und dafür einfach und unkompliziert die Angebote von über 50 Transportunternehmen der Region nutzen. Ab sofort ist der Pass direkt über Rail Europe buchbar und bietet Urlaubern damit die Möglichkeit, mit Zügen, Bussen und auf Bootsfahrten diese einzigartige Schweizer Urlaubsregion zu erkunden. Stressfrei und komfortabel reisen sie mit dem Regionalpass in malerische Städte, zudem sind im Pass bereits die Kosten für 25 Bergbahnen im Berner Oberland inbegriffen. Für viele weitere Bahnen gibt es 50 Prozent Ermäßigung.

Von Christoph Schumann
REPORTAGE Interlaken. Auch der längste Sommer geht im Justistal einmal zuende. Für die Bauern auf den neun Alpen von Sigriswill im Berner Oberland unweit von Interlaken ist das die Zeit des Alpabzugs. Hunderte Kühe werden jedes Jahr Ende September traditionell von den grünen Wiesen hinunter in die Winterställe des kleinen Orts getrieben – behängt mit Glocken und festlichem Blumenschmuck. Zuvor aber wird das verteilt, was im Sommer erwirtschaftet wurde: der Käse aus Alpmilch, der zwischen Ende Mai und Herbst auf den Berghöfen meist nach alten Familienrezepten in echter Handarbeit entsteht. Chästeilet heißt der Brauch auf Schweizerdeutsch, also Käseteilen. Tausende Gäste aus Nah und Fern machen den großen Tag zu einem der schönsten Volksfeste seiner Art in der ganzen Eidgenossenschaft, das mit Gesang, Musik und natürlich reichlich Kostproben jungen und alten Käses gefeiert wird.

Leukerbad/Wallis. Im Schweizer Wallis lassen sich rund um Leukerbad auf 1000 Höhenmetern alpine Aktiverlebnisse mit Thermen-Entspannung und mediterranem Genuss kombinieren.
Der Start in den Tag beginnt mit einer Entscheidung: Gehen wir erst in eine Therme zum gemütlichen Aufwärmen? Oder soll das entspannende Bad im 38 Grad warmen Wasser die Belohnung für den aufregenden Ausflug mit dem Moutainbike rund um Leukerbad sein? Die Wahl fällt zunächst auf Wald und Wiesen – das Wasser soll dann später die verdiente Erholung bringen. Das 1411 m ü.d.M. gelegene Leukerbad bietet inmitten des faszinierenden Walliser Bergpanoramas mit Dreitausendern wie Steghorn und Rinderhorn in allen Himmelsrichtungen naturnahe Radstrecken.
