News aus Dänemark

„Kinder sind mehr als Zuschauer des Lebens von Erwachsenen“

Die dänische Erziehungswissenschaftlerin Lene Tanggard forscht und lehrtin Aalborg. Foto: privat
Die dänische Erziehungswissenschaftlerin Lene Tanggard forscht und lehrtin Aalborg. Foto: privat

DÄNISCHE FORSCHUNG Aalborg (cs). Am späten Nachmittag herrscht zuhause wie üblich viel Trubel. Die Kinder sind in ihren Zimmern. Es geht auf achtzehn Uhr. Was heißt: Wir müssen uns beeilen, noch kochen, die Wäsche wegräumen und etwas aufräumen. Schließlich wollen wir noch etwas Zeit gemeinsam verbringen, ehe die Kleinen ins Bett gehen. So normal, so richtig. Oder etwa nicht? „Nicht unbedingt“, sagt Lene Tanggaard. Denn Kinder wachsen und entwickeln sich am besten, wenn sie selber mithelfen, wenn sie Verantwortung übernehmen und spüren, dass Erwachsene ihnen vertrauen und sie zu ihren Beiträgen ermutigen, so die Professorin für Pädagogische Psychologie an der Universität im norddänischen Aalborg. „Das stärkt das Wohlbefinden des Nachses. Sein Selbstwertgefühl und sein Zugehörigkeitsgefühl“, so die Expertin. Anders ausgedrückt: Die Entwicklung von Kindern findet vor allem in sozialen Kontexten statt – zum Beispiel, wenn sie beim Kochen mithelfen.

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Johannisfeiern 2026: Mittsommer in Dänemark

Dänische Johannisfeier – Sankt Hans – im Hafen Klintholm Havn. Foto: VisitDenmark/Daniel Villadsen
Dänische Johannisfeier – Sankt Hans – im Hafen Klintholm Havn. Foto: VisitDenmark/Daniel Villadsen

NEWS Kultur und Feste Kopenhagen/Hamburg (vdk). Es ist einer der stimmungsvollsten Abende des dänischen Sommers: Jedes Jahr am 23. Juni markiert Sankt Hans für die Dänen den Höhepunkt des Sommers – die hellste Zeit des Jahres. Diese Tradition hat jahrhundertealte Wurzeln und ist nach Johannes dem Täufer benannt, der auf Dänisch Sankt Hans heißt. In Dänemark versammeln sich die Menschen um große Freudenfeuer, um den Sommer, das Licht und die Gemeinschaft zu feiern. Die Freudenfeuer symbolisieren Licht, Wärme und den Wunsch, das Böse fernzuhalten – ein alter Volksglaube, der als Sommertradition bis heute fortlebt.

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Dänemarks älteste Stadt erscheint in neuem Licht

Der Dom in Ribe von Südosten aus gesehen im Frühjahr 2026 mit Testbeleuchtung am Querhausgiebel, Ritterspitze und einer Lichtquelle am Bürgerturm. Foto: Esbjerg Kommune/Jens K. Jørgensen
Der Dom in Ribe von Südosten aus gesehen im Frühjahr 2026 mit Testbeleuchtung am Querhausgiebel, Ritterspitze und einer Lichtquelle am Bürgerturm. Foto: Esbjerg Kommune/Jens K. Jørgensen

NEWS Ribe/Südjütland (cs). Dänemarks älteste Stadt zeigt sich in neuem Licht. Genauer: in weniger Licht. In einer mehrwöchigen Testphase konnten Einwohner und Besucher von Ribe in Südjütland jetzt eine neue Beleuchtung der historischen Altstadt rund um den im 13. Jahrhundert eingeweihten Dom erleben. Dazu setzte die dänische Lichtdesignerin Iben Winther Orton vom Designkollektiv Lightscapes in Snekkersten, das im Sommer letzten Jahres von den zuständigen Kommunalverantwortlichen den Zuschlag für das Projekt erhalten hatte, zunächst ausgewählte Bereiche rund um das Gotteshaus in eine neue Beleuchtung. Ziel war es, mit möglichst engem Praxisbezug eine klare Einschätzung davon zu erhalten, wie Licht im Stadtraum wahrgenommen wird – sowohl in unmittelbarer Nähe der Kathedrale wie beim Blick aus der Ferne.

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Neuer Supercomputer „Bitten“ stärkt Forschung und KI-Unabhängigkeit in Süddänemark


Einweihung des neuen dänischen Superrechners "Bitten" in Sønderborg mit Claudio Pica (li) und Sune T. Baastrup von Danfoss (re). Foto: PR/Danfoss
Einweihung des neuen dänischen Superrechners "Bitten" in Sønderborg mit Claudio Pica (li) und Sune T. Baastrup von Danfoss (re). Foto: PR/Danfoss

NEWS Wissenschaft Sønderborg (cs). Süddänemark macht einen großen Schritt Richtung Zukunft: Anfang des Monats nahm die Syddansk Universitet (SDU) mit „Bitten“ einen neuen Supercomputer in Betrieb. Das neue Rechenzentrum soll dabei die süddänische wie nationale, aber auch internationale Forschungsinfrastruktur fit für die Technologie der nächsten Jahre machen. „Bitten“ soll dabei am Standort der Universität Süddänemark in der Hafenstadt Sønderborg soll Dänemarks Position im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance Computing (HPC) deutlich stärken. Entwickelt wurde der Supercomputer in Zusammenarbeit von Forschenden der Universität mit Hewlett Packard Enterprise und dem dänischen Industriekonzern Danfoss. „Bitten“ ist mit 128 Hochleistungs-GPUs des Typs NVIDIA B200 ausgestattet. Jede dieser Einheiten ist laut Angaben der Betreiber bis zu fünzehnmal leistungsfähiger als die Komponenten des bis von der SDU eingesetzten Computers „Gefion“. Damit gilt „Bitten“ als derzeit effizientestes System des Königreichs für generative KI-Anwendungen. 

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Femern A/S: Erstes Tunnelelemet für kommenden Fehmarnbelttunnel nach Dänemark ist abgesenkt

Vor der zukünftigen Einfahrt zum Fehmarnbelttunnel auf dem dänischen Lolland wurde diese Woche das erste Tunnelelement versenkt. Foto: Femern AS/PR
Vor der zukünftigen Einfahrt zum Fehmarnbelttunnel auf dem dänischen Lolland wurde diese Woche das erste Tunnelelement versenkt. Foto: Femern AS/PR

NEWS Kopenhagen/Hamburg/Lolland (pr/cs). Nach einem mehrtägigen Absenkvorgang liegt das erste von insgesamt 89 Betonelementen für den kommenden Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland jetzt im Tunnelgraben am Meeresboden und ist mit dem dänischen Tunnelportal verbunden. Das meldet Bauherr Femern A/S jetzt. Das historische Ereignis begann am Montagabend, dem 4. Mai 2026, als fünf Schlepper und der Absenkponton IVY das Element von der Tunnelfabrik bei Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland zum Absenkpunkt vor der dänischen Küste transportierten. Am Mittwoch um die Mittagszeit begann dann das eigentliche Absenken. Rund 14 Stunden später war das Ziel erreicht und das erste Element präzise im Tunnelgraben vor dem Portal bei Rødbyhavn positioniert. Anschließend wurde das Element mithilfe eines hydraulischen Arms mit dem Portal verbunden. Die Position wurde schließlich durch eine präzise Lasermessung im abgesenkten Tunnelelement bestätigt. Im Laufe des Tages wird IVY dann final vom Element getrennt.

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Freizeitdomizile in Dänemark: „Wir hätten mehr Ferienhäuser bauen müssen“

Urlaub in Dänemark pur: ein Ferienhaus in Strandnähe an der Nordsee. Foto: Daniel Brandt Andersen/VisitDenmark
Urlaub in Dänemark pur: ein Ferienhaus in Strandnähe an der Nordsee. Foto: Daniel Brandt Andersen/VisitDenmark

NEWS BRANCHE FERIENHAUSURLAUB Kopenhagen (cs). Dänemark besitzt zu wenige Ferienhäuser. Das jedenfalls finden zahlreiche Bauherren und Investoren, aber auch führende Ferienhausvermittler und Branchenvertreter. Rund 200.000 der beliebten Freizeitdomizile gibt es bei unseren nördlichen Nachbarn – eine Zahl, die seit Jahren fast unverändert bleibt (s. Hintergrund). Urlaub in einer der meist strand- und meernah gelegenen Unterkünfte erfreut sich aber nicht erst seit der Corona-Pandemie immer größerer Beliebtheit: Von den insgesamt 66 Millionen Übernachtungen, die Dänemark im vergangenen Jahr zählte, entfielen mehr als Millionen allein auf die meist privaten Ferienhäuser. Und die Nachfrage steigt weiter: Laut dänischem Statistikamt in Kopenhagen gab es allein im Januar bereits mehr als zwei Millionen Übernachtungen – ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Januar 2025. Und die Buchungen fürs Reisejahr 2026 lagen bereits im November zwei Prozent höher als zuvor.

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Zwischen Infotafel und App: Wie Sønderjylland den Tourismus neu denkt

Die neuen Infospots in Südjütland informieren überall in der Kommune Sønderborg – offline, weiterführend aber auch online. Foto: Center Parcs Nordborg Resort/PR

NEWS SÜDJÜTLAND Sønderborg/Sonderburg (cs). Südjütland geht beim Urlauberservice neue Wege: In einem Pilotprojekt werden Reisende in den kommenden Monaten als erstes in der Kommune Sønderborg (dt. Sonderburg) auf großflächige Übersichtskarten an Hotelrezeptionen, auf Campingplätzen, in Museen und anderen Attraktionen, aber auch in Restaurants, Cafés und in Geschäften stoßen. Die detaillierten Pläne liefern einen Überblick über lohnende Ziele in der Region zwischen Flensburger Förde und Als mit Tipps zu Museen, Familienattraktionen, Wander- und Radwegen, Yachthäfen, touristischen Routen, Shoppingmöglichkeiten und vielem mehr. Dazu gibt es vor Ort gedrucktes Infomaterial wie Broschüren, Landkarten oder Flyer. Dieses umfangreiche analoge Angebot wird ergänzt durch Verweise auf digitale Guides in Form von Apps, QR-Codes oder Webseiten, die ausführlichere Informationen etwa zum Besuch von Events, lokalen Feiern, aber auch Kontaktangaben, Öffnungszeiten und vieles mehr liefern.

 

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Fehmarnbelttunnel: Spezialschiff erhält Zulassung zum Absenken der Tunnelelemente – Start im Frühjahr

NEWS Infrastruktur Kopenhagen/Hamburg (cs/pr). Der Bau des 18 Kilometer langen Fehmarnbelttunnels zwischen der däischen Ostseeinsel Lolland und dem deutschen Fehmarn kann noch in diesem Frühjahr mit dem Absenken des ersten Tunnelelemts einen entscheidenden Schritt weitergehen. Der dänische Bauherr Femern A/S meldet jetzt in einer Pressemitteilung, dass das dafür benötigte Spezialschiff IVY nun die abschließenden Tests bestanden und die formelle Zulassung von der dänische Schifffahrtsbehörde erhalten hat. Damit kann das beauftragte Baukonsortium Femern Link Contractors (FLC) mit den Vorbereitungen beginnen, die notwendig sind, um in diesem Frühjahr das erste Tunnelelement vor der Küste Lollands abzusenken. „Bei IVY handelt es sich um ein Spezialschiff, das ausschließlich für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels entwickelt wurde. Die Aufgabe des Schiffs ist komplex, daher waren zahlreiche Tests notwendig, um sicherzustellen, dass es den hohen technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen sowohl von uns als auch von den Behörden entspricht. Jetzt haben wir die Zulassung für das Schiff erhalten und können mit dem Absenken starten“, sagt Lasse Vester, stellvertretender Vertragsdirektor bei Sund & Bælt und zuständig für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels.

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Dänische Sparer legten 2025 mehr Geld zurück: Knapp neun Prozent des Einkommens werden in Dänemark gespart

NEWS Dänische Wirtschaft Kopenhagen (cs). Die dänische Sparquote steigt: Im Jahr 2025 sparten die Haushalte 8,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens an, so die zuständige Behörde Danmarks Statistik jetzt auf ihrer Website. Damit sparten die Haushalte in unserem nordischen Nachbarland sogar etwas mehr als im Jahr 2024, als die Sparquote bei "nur" 8,6 Prozent lag. Der Anstieg der Sparquote ist laut Experten vor allem darauf zurückzuführen, dass die verfügbaren Einkommen in Dänemark um insgesamt 8,3 Mrd. DKK stärker stiegen als der private Konsum. Während das verfügbare Einkommen um 69,3 Mrd. DKK bzw. 5,0 Prozent stieg, stieg der private Konsum um 61,0 Mrd. DKK bzw. 4,8 Prozent. //

Seit etwa 200 Jahren gibt es dänisches Wienerbrød: Kultgebäck mit städtischem Namen

Süß, frisch und vielfältig: Wienerbrød oder "Kopenhagener" gibt es in Dänemark in vielen Varianten. Foto: VisitDenmark/PR
Süß, frisch und vielfältig: Wienerbrød oder "Kopenhagener" gibt es in Dänemark in vielen Varianten. Foto: VisitDenmark/PR

DÄNISCHE TRADITION UND GENUSS Kopenhagen (cs). Die Verlockung beginnt schon auf dem Frühstückstisch. Denn neben, genauer nach Brötchen oder Brot gehört ein kleines Stück Gebäck fest zum dänischen Morgenritual: das Wienerbrød. Meist am Sonntag, wenn mehr Zeit zum In-den-Tag-Starten ist. Gern aber auch in der Woche, wenn Däninnen und Dänen den Kaffee im Stehen schon auf dem Weg zur Tür trinken. Auswahl und Sorten sind vielfältig wie die dänische Küste: Ob Kanelsnegle (Zimtschnecken), Spandauer (rundes Teilchen mit Vanillecreme), ob Brunsviger (Hefeteig mit braunem Zucker) oder Tebirkes (mit Mohn) – die kleinen, handlichen Gebäckstücke zählen zu den berühmtesten Spezialitäten Dänemarks. Und, klar, Wienerbrød wird nicht nur früh, sondern genauso (auch) am Nachmittag als süßer Snack genossen. Wienerbrød ist Symbol für Hyggge und ein Klassiker dänischer Backkunst, die belegt, was ein Bäcker kann. Oder was nicht.

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Påske: Warum Ostern in Dänemark so gelb ist

Frohe Ostern - "God påske" wünscht man sich in Dänemark. Foto: Christoph Schumann, 2026
Frohe Ostern - "God påske" wünscht man sich in Dänemark. Foto: Christoph Schumann, 2026

DÄNISCHE KULTUR und GESELLSCHAFT Kopenhagen (cs). Wer jetzt im Frühling durch dänische Städte oder über Land fährt, sieht vor allem eine Farbe: gelb. Fenster, Tischdecken, Servietten, Kerzen und selbst Süßigkeiten sind häufig in leuchtenden Gelbtönen gehalten. Der Grund: Das dänische Osterfest Påske – ursprünglich vom Hebräischen Pesach- oder Passah-Fest – hat sich im Laufe der Zeit zu einem Fest entwickelt, bei dem der intensive Farbton zu einer Art Markenzeichen geworden ist, während bei uns zu Ostern eher zurückhaltende Pastelltöne bis bunte Farbenvielfalt vorherrschen. Der Grund liegt in der Natur: Ostern fällt in Skandinavien in eine Jahreszeit, in der der Winter zwar endet, der Frühling aber gerade erst beginnt. Während viele Bäume noch kahl sind, erscheinen die ersten kräftigen Farbtupfer in der Landschaft: Narzissen und andere Frühblüher, die auf Dänisch „påskeliljer“ – also Osterlilien – heißen. Ihr leuchtendes Gelb symbolisiert Licht, Wärme und den Neubeginn nach den dunklen Wintermonaten. Diese starke Farbigkeit hat sich über Generationen in der Osterdekoration etabliert.

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Tønder in Süddänemark: Neues Museum ehrt dänische Design-Ikone Hans J. Wegner und seine Stühle

Das neue Wegner Museum hat sein Zuhause im Hof Hestholm bei Tønder. Foto Entwurf: PR/COBE 3 © COBE
Das neue Wegner Museum hat sein Zuhause im Hof Hestholm bei Tønder. Foto Entwurf: PR/COBE 3 © COBE

NEWS KULTUR und DESIGN Tønder (vdk/pr). Am 2. April 2026 eröffnet im süddänischen Tønder unweit der deutschen Grenze ein neues Museum zu Ehren des berühmten Möbeldesigners Hans J. Wegner (1914 bis 2007). Der dänische „Meister der Stühle“ entwarf in seinem Leben fast 500 Stühle, viele davon gelten als Ikonen der Designgeschichte. Die erste Ausstellung des neuen Museum Wegner zeigt nun in den umfassend restaurierten Räumlichkeiten eines historischen Hofes in der Tøndermarsch die verschiedenen Schaffensprozesse des Designers und seinen Einfluss auf die Geschichte dänischen Wohndesigns.

Zukünftig sind auch wechselnde Ausstellungen sowie in einer zweiten Phase ein Museumsanbau aus der Feder des Architektenbüros COBE geplant.

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Däninnen und Dänen laut "Weltglücksbericht" auch 2026 unter den glücklichsten Menschen der Welt

NEWS Gesellschaft und Zufriedenheit Kopenhagen (cs). Däninnen und Dänen gehören auch 2026 wieder zu den zufriedensten Menschen der Welt: Im neuen "Weltglücksbericht" (World Happiness Report) des Wellbeing Research Centre an der University of Oxford liegt Dänemark wie seine nordischen Nachbarn Island und Schweden unter den Top 5. Ganz oben und erneut auf Platz 1 liegen die Finnen als glücklichstes Volk der Erde. Auch Norwegen liegt mit Rand 6 noch ganz weit oben. Zwischen die nordeuropäischen Länder hat sich auf Platz 4 nur Costa Rica eingereiht. Es folgen die Niederlande, Israel, Luxemburg und die Schweiz. Deutschland folgt auf Rang 17. //

Dänisches Kunstmuseum SMK Thy eröffnet Saison 2026 – und ist laut "Time" Reiseziel des Jahres

"Eine Bergsteigerin" – Gemälde des dänischen Künstler J.F. Willumsen. 1912. Foto: J.F. Willumsen/VISDA/SMK/PR
"Eine Bergsteigerin" – Gemälde des dänischen Künstler J.F. Willumsen. 1912. Foto: J.F. Willumsen/VISDA/SMK/PR

DÄNISCHE KUNST und MUSEEN Thy (cs). Gerade hat das amerikanische Magazin "Time" das neue Museum zum lohnenden Reiseziel 2026 gekürt – jetzt öffnet SMK Thy zur neuen Reise- und Kunstsaison wieder seine Tore für Besucher: Ab 28. März zeigt der Ableger der dänischen Nationalgalerie Statens Museum for Kunst (SMK) in Kopenhagen in seiner Dependance am Limfjord in Nordjütland gleich zwei neue Sonderausstellungen. "Levende Landskaber" (dt. Lebendige Landschaften) zeigt bis Oktober ausgewählte nordische und internationale Werke aus 700 Jahren aus der Museumssammlung, die sich ums Thema Natur drehen. Ebenfalls bis Oktober ist "Frøsamlingen" (dt. Samensammlung) zu sehen – Pflanzen und Sorten von Gemüse, Blumen u.a., die Menschen seit Generationen anbauen und entwickeln. Die drei dänischen KünstlerInnen Michala Paludan, Anne-Mette Schultz und Søren Aagaard zeigen jeweils auf einer Etage im ehemaligen Silo ihre Interpretation des Themas. Mehr zur Saison 2026 im Museum SMK Thy gibt es hier. //

Dänemarks neue Münzen: Den neuen Monarchen König Frederik X. in den Händen halten

Dänemarks Monarch Kong Frederik X. bei der ersten Entgegennahme "seiner" neuen Münzen in Schloss Amalienborg. Foto: Kongehuset
Dänemarks Monarch Kong Frederik X. bei der ersten Entgegennahme "seiner" neuen Münzen in Schloss Amalienborg. Foto: Kongehuset

Dänische Wirtschaft und Gesellschaft Kopenhagen (cs). Neuer König – neue Münzen. Wer jetzt oder in Kürze nach Dänemark reist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schon beim ersten Einkauf den seit zwei Jahren regierenden Monarchen Frederik X. In seinen Händen halten. Vorausgesetzt natürlich, man zahlt bar und nicht wie immer mehr Däninnen und Dänen bargeldlos mit Karte, Handy oder Smartwatch. Ganz digital ist aber selbst unser nördliches Nachbarland nicht – und soll es laut dänischer Nationalbank auch nicht werden: Jüngst empfahlen Experten aus Kopenhagen, dass alle Haushalte im Königreich mindestens 250 Kronen (ca. 35 Euro) pro Person an Bargeld vorrätig haben sollten. Sicher ist sicher. Denn Bezahlsysteme, Internetleitungen oder sogar der Strom könnten – wie kürzlich auf Bornholm geschehen – ja einmal komplett ausfallen.

Doch zurück zum Regenten, der 2024 seiner Mutter Margrethe II. auf den Thron folgte. Im Dezember brachte Dänemarks zentrale Notenbank neue Münzen in Umlauf, auf denen der amtierende König zu sehen ist: Auf der Vorderseite der neuen 20- und 10-Kronen-Münzen ist ein Porträt von Frederik X., das von der dänischen Künstlerin Eva Hjort geschaffen wurde. Es zeigt den Familienvater im Profil und mit Bart. 

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Größter Posten der Haushalte in Dänemark sind Miete und Mietnebenkosten

GESELLSCHAFT WIRTSCHAFT Kopenhagen (cs). Haushalte geben auch in Dänemark den größten Teil ihres monatlich zur Verfügung stehenden Budgts für Miete und Mietnebenkosten aus. Das meldet Dänemarks Statistikbehörde jetzt in einer neuen Pressemitteilung. Laut den aktuellen Zahlen für 2024 gaben Däninnen und Dänen danach von 1000 dänischen Kronen (DKK; ca. 134 Euro) durchschnittlich 371 DKK (ca. 50 Euro) für diesen Posten aus. Im Betrag enthalten sind laut Danmarks Statistik in Kopenhagen insbesondere die Ausgaben für Miete, Wärme/Fernwärme, Strom etc. Der zweitgrößte Ausgabenposten dänischer Haushalte waren Freizeitaktivitäten, Restaurantbesuche usw. Darauf entfielen durchschnittlich 156 DKK (ca. 21 Euro): 83 DKK (ca. 11 Euro) davon – also mehr als die Hälfte – gaben die Dänen für, Sport und Kultur, aber auch Posten wie (Pauschal-)Reisen aus. Die anderen 73 DKK (ca. 10 Euro) wurden hauptsächlich für Restaurantbesuche und Takeaway-Genuss ausgegeben. Der drittgrößte Ausgabenposten der Haushalte im nordischen Königreich war der Transport, für den der durchschnittliche Haushalt 142 DKK (ca. 19 Euro) ausgab. //

Austernfestival 2026 im dänischen Ribe: Schlemmen an Dänemarks Austernküste

Impressionen vom Austernfestival im Dänischen Ribe. Foto: Vadehavskysten/PR
Impressionen vom Austernfestival im Dänischen Ribe. Foto: Vadehavskysten/PR

NEWS Gastromonmie Ribe/Hamburg (vdk/pr). Dänemarks älteste Stadt, Ribe, lädt am 21. März 2026 zum Austernfestival mit Aktivitäten rund um die salzige Köstlichkeit des Meeres. Highlights des Festivals sind unter anderem ein Austernmarkt, Austern-Workshops mit Sternekoch und die Wattenmeer-Meisterschaft im Champagner-Sabrieren, so VisitDenmark in einer Presseinformation. Bei geführten Austernsafaris lernen Festivalbesucher zudem, wie Austern aus dem Meer in die Küche gelangen. Zum Abschluss des kulinarischen Events präsentiert ein großes Austerndinner die Delikatesse in all ihren geschmacklichen Facetten. Verschiedene Hotels der Stadt wie das Hotel Dagmar oder Ribe Byferie bieten anlässlich des Festivals buchbare Pakete für Austern-Aufenthalte über das Wochenende.

Das Ribe Austernfestival ist so etwas wie eine Hommage an das Weltnaturerbe Wattenmeer. Der Nationalpark Wattenmeer birgt Tonnen der eingewanderten pazifischen Auster – im Gegensatz zu vielen anderen Gegenden dieser Welt ist hier das Sammeln der Delikatesse ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Um diesen Gigant unter den Austern – die Sorte wird bis zu 40 cm lang – dreht sich die Bandbreite der kulinarischen Aktivitäten im Rahmen des diesjährigen Austernfestivals in Ribe. 

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Dänemarks Kulturminister prüft Anerkennung von Gastronomie als Kunstform

Blick in Dänemarks kulinarische Szene – hier das Restaurant "Tri trin ned" in Kopenhagen. Foto: VisitDenmark, Claes Bech-Poulsen

NEWS Gastronomie Kopenhagen/Hamburg (vdk/pr). Dänemarks Kulturministerium prüft die offizielle Anerkennung von Gastronomie als Kunstform. Dies gab Dänemarks Kulturminister Jakob Engel-Schmidt jetzt auf dem internationalen Gastronomiesymposium Convergence in Kopenhagen bekannt, meldet jetzt VisitDenmark in einer Pressemitteilung. Diese Initiative markiert einen Paradigmenwechsel im Verständnis von Gastronomie – weg vom reinen Handwerk hin zu einer kulturellen und künstlerischen Disziplin. Die Ankündigung erfolgte vor 60 der weltweit führenden Köche und über 1.200 internationalen und dänischen Gästen und unterstreicht Dänemarks wachsende Rolle als Innovationszentrum an der Schnittstelle von Essen, Kultur und Kreativität. Die Anerkennung von Gastronomie als Kunstform wäre ein historischer Schritt in der dänischen Kulturpolitik. „Wenn wir Gastronomie auf höchstem Niveau erleben, ist sie weit mehr als nur Essen. Sie ist Kunst. Dänemark ist ein wahres Füllhorn an Weltklasse-Gastronomie. Deshalb ist es sinnvoll zu prüfen, ob wir Gastronomie als das anerkennen können, was sie ist: eine Kunstform“, so Kulturminister Jakob Engel-Schmidt.

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Der "Apostel des Nordens": 1200 Jahre Ansgar in Hamburg, Norddeutschland und Skandinavien

Statue des Hl. Ansgar auf der Trostbrücke in der Hamburger Innenstadt. Foto: Christoph Schumann, 2026
Statue des Hl. Ansgar auf der Trostbrücke in der Hamburger Innenstadt. Foto: Christoph Schumann, 2026

HINTERGRUND Hamburg/Kopenhagen (cs). Als der Benediktinermönch Ansgar im Jahr 826 nach Dänemark aufbrach, war die Christianisierung Skandinaviens ein Wagnis. Heidnische Kulte, fragile Machtverhältnisse und große Entfernungen prägten den Norden Europas. Trotz mancher Rückschläge gilt Ansgar (801–865) bis heute als der „Missionar des Nordens“ – und als Wegbereiter einer Entwicklung, deren Beginn sich in diesem Jahr zum 1200. Mal jährt.

Ansgar stammte aus dem fränkischen Reich, kam vermutlich in Nordfrankreich zur Welt, und kommt mit fünf Jahren ins Benediktinerkloster Corbie. Dort hat der Gläubige wohl 821/822 eine Vision und gründet noch im selben Jahr das Reichskloster Corvey an der Weser. Ansgars erster Missionsauftrag war politisch eingebettet: Kaiser Ludwig der Fromme unterstützte in jener Zeit die Ausbreitung des Christentums auch als Mittel diplomatischer Stabilisierung. Anlass für Ansgars erste Reise nach Norden war die Taufe des dänischen Königs Harald Klak, den Ansgar 826 nach Dänemark begleitete. Der Versuch, das Christentum über den Königshof zu etablieren, scheiterte jedoch bald an Machtkämpfen.

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Dänemarks Regierung unterstützt deutschsprachige Minderheit in Südjütland mit neuen Verpflichtungen

NEWS Kultur Kopenhagen/Flensburg (cs). Dänemarks Regierung hat sich in der vergangenen Woche zu neuen Aktivitäten gegenüber der deutschen Minderheit im Königreich bzw. in Nordschleswig. Insgesamt hat die Regierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen beschlossen, elf neue Verpflichtungen im Rahmen des Sprachpakts einzugehen. Die Regierung möchte betonen, wie wichtig es ist, dass die deutsche Minderheit gute Voraussetzungen hat, um die deutsche Sprache, ihre Kultur und ihre nationale Identität zu bewahren, heißt es in einer Pressemitteilung des dänischen Kulturministeriums. Deshalb habe die Regierung beschlossen, 11 weitere Verpflichtungen im Rahmen des Sprachpakts zu übernehmen. Der Europäische Pakt für Regional- oder Minderheitensprachen trat für Dänemark 2001 in Kraft. Der Pakt hat zum Ziel, regionale, historische und Minderheitensprachen in ganz Europa zu fördern und zu schützen. Dänemarks Kulturminister Jakob Engel-Schmidt zeigt sich erfreut: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass in Dänemark gute Bedingungen für die deutsche Minderheit herrschen, damit sie in Südjütland leben und arbeiten kann und gleichzeitig die Möglichkeit hat, ihre kulturelle und nationale Zugehörigkeit zu bewahren. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir nun eine Reihe neuer Verpflichtungen im Sprachpakt eingehen können. Denn die deutsche Minderheit gehört zu Dänemark, und wir sind verpflichtet, ihr angemessene Bedingungen zu gewährleisten – so wie es auch für die dänische Minderheit südlich der Grenze gilt.“

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Die weltbesten Köche treffen Ende Januar sich in Kopenhagen

NEWS Kopenhagen (vdk/pr). Vom 29. Januar bis 2. Februar 2026 wird Kopenhagen zum Epizentrum der globalen Gastronomieszene. Auf Einladung des Sterne-Restaurants Alchemist von Star-Koch Rasmus Munk kommen mehr als 60 Spitzenköche der internationalen Küche, allesamt aus den Top 100 der „World’s 50 Best Restaurants“, zu einer einzigartigen Kooperation zusammen. Im Mittelpunkt des fünftägigen Events namens CONVERGENCE steht die Idee, dass eine gemeinsame kulinarische Sprache Menschen über Kontinente hinweg verbindet. Jeden Abend präsentieren in der immersiven Welt des Alchemist im Rahmen der CONVERGENCE bis zu vierzehn Gastrestaurants aus Metropolen von New York über Tokyo und Berlin bis Mumbai ihre bekanntesten Spezialitäten und bieten damit eine außergewöhnliche Gelegenheit, Aromen, Techniken und Philosophien aus aller Welt zu erleben. Neben den Dinner-Veranstaltungen bietet CONVERGENCE am 30. Januar im DR Koncerthuset (Konzerthaus des dänischen Rundfunks) zusätzlich ein Symposium mit Vorträgen, Diskussionen und Aktivitäten, die die kulinarische Elite der Welt mit der breiten Öffentlichkeit vernetzen sollen. //

Der dänische Farbenbefreier: Verner Panton zum 100. Geburtstag

Verner Panton in ganzer Farbenpracht – die berühmte "Spiegel"-Kantine steht heute im Museum für Kunst & Gewerbe in Hamburg. Foto: MKG/Henning Rogge/PR
Verner Panton in ganzer Farbenpracht – die berühmte "Spiegel"-Kantine steht heute im Museum für Kunst & Gewerbe in Hamburg. Foto: MKG/Henning Rogge/PR

PORTRÄT Kopenhagen/Hamburg/Weil am Rhein (cs). Neulich in einem Kopenhagener Hotel: Der Tisch im morgendlich noch halbdunklen Frühstücksraum wird von einer kleinen, roten Lampe – zugegebenermaßen etwas sparsam – erleuchtet. Auf dem Nebentisch ist das Leuchtobjekt grün, schräg gegenüber schwarz. Der typisch kuppelförmige Lampenschirm und der pilzartige Fuß der Lampe verraten gleich, dass die Inneneinrichter meiner Unterkunft dabei auf dänisches Design gesetzt haben. Panthella heißt die Tischleuchte, die aktuell eine wahre Renaissance erlebt. In öffentlichen Räumen, genauso aber auch im Privaten. Entworfen wurde die Lampe von einem der größten und ideenreichsten Designer, den Dänemark im letzten Jahrhundert hatte: Verner Panton.

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Ende einer Ära: Zum Ende der Briefzustellung verkauft die dänische Post PostNord Danmark jetzt ihre ikonischen roten Briefkästen

Bald nicht mehr im dänischen Straßenbild zu sehen: die ikonischen roten Briefkästen verschwinden Anfang 2026. Foto: PostNord Danmark/PR

NEWS Kopenhagen (cs). Das Ende einer Ära naht: Zum Jahresende stellt die dänische Post PostNord Danmark ihre Briefzustellung endgültig ein. Nach rund 400 Jahren verteilt die frühere "Königliche Post" damit keine Briefe, Zeitungen etc. mehr an die Briefkästen zwischen Skagen, Tønder und Kopenhagen. Weil damit auch die traditionsreichen roten Briefkästen überall im Land überflüssig werden, startet PostNord Danmark jetzt ihren Verkauf! Vom 15. Dezember an können 1200 der ikonischen roten Briefkästen jetzt von jedermann zu Preisen von 1500 bis 2000 dänischen Kronen (ca. 200 bis 270 Euro)  erworben werden. Der Erlös der Aktion geht an die dänische Wohltätigkeitsorganisation "Danmarks Indsamling". Damit geht eine Ära zuende, die 1851 mit den ersten roten Briefkästen im nordischen Königreich begann. Das teilte PostNord Danmark heute mit. //

Dänemark: Vom Land der Fähren zum Land der Brücken

Sogar von Aalborg am Limfjord fuhren früher Fähren – zum Beispiel nach Kopenhagen. Postkarte aus ca. 1960er Jahre. Repro Postkarte: C. Schumann, 2025
Sogar von Aalborg am Limfjord fuhren früher Fähren – zum Beispiel nach Kopenhagen. Postkarte aus ca. 1960er Jahre. Repro Postkarte: C. Schumann, 2025

LAND DER FÄHREN Aalborg (cs). Ein Land mit Inseln braucht – Fähren. Als Verbindungs- und Transportmittel zwischen Festland und Eilanden. Mit mehr als 400 Inseln ist Dänemark traditionell ein Königreich. Gewesen? Denn die Schiffe werden immer weniger. Verknüpfen heute noch rund 50 Fähren das nordische Land übers Meer hinweg, waren es bis in die 1970er und 1980er noch fast doppelt so viele. Erste Fähren verkehrten laut Quellen Anfang des 19. Jahrhunderts regelmäßig zwischen dänischen Häfen. Sie waren meist aus Holz und beförderten Menschen, Wagen und Tiere. "Luxus"fähren hatten sogar Platz für Kabinen und Verpflegung. Ende des 19. Jh. sah man in dänischen Gewässern vermehrt moderne Raddampfer. Sie konnten sogar Eisenbahnwaggons mitnehmen. Abgelöst wurden sie von Fähren mit Schrauben, die in eisreichen Wintern sogar durch zugefrorene Gewässer zuverlässig pendelten. Eisenbahnfähren gibt es heute gar nicht mehr – die Große-Belt-Brücke löste die Fähren zwischen Nyborg auf Fünen und Korsør auf Seeland ab. Und auch zwischen Rødby auf Lolland und Puttgarden auf Fehmarn gibt es keinen internationalen Bahnverkehr mehr. Wenn der Fehmarnbelttunnel fertiggestellt sein wird, fahren die Züge zwischen Deutschland und Dänemark durch den Tunnel, nicht übers Wasser. Bleibt das Fährvergnügen beispielsweise zu Urlaubsinseln wie Bornholm, Læsø, Fanø, Samsø oder vielen kleineren Inseln. Und das hoffentlich noch lang! // 

Dänemark erhält neue Münzen: König Frederik X. jetzt auf dänischen Zahlungsmitteln

Ab heute gültig: Münzen mit dem Porträt des dänischen Königs Frederik X. Foto: Dänische Nationalbank/PR
Ab heute gültig: Münzen mit dem Porträt des dänischen Königs Frederik X. Foto: Dänische Nationalbank/PR

NEWS Kopenhagen (cs). Wer ab heute nach Dänemark reist, kann jetzt plötzlich König Frederik X. in seinen Händen halten: Die dänische Nationalbank in Kopenhagen hat heute nämlich neue Münzen im Umlauf gebracht. Und auf den neuen Zahlungsmittel ist erstmals und rund zwei Jahre nach dem Thronwechsel der neue König zu sehen. Auf der Vorderseite der neuen 20- und 10-Kronen-Münzen ist ein Porträt des regierenden Königs zu sehen, das von der dänischen Künstlerin Eva Hjort geschaffen wurde. Auf der Rückseite sind das Wappen und die Krone aus dem königlichen Wappen abgebildet. Auf den neuen 5-, 2- und 1-Kronen-Münzen ist ein völlig neues Symbol zu sehen, das bisher noch nicht auf dänischen Münzen verwendet wurde: Es handelt sich um ein Achteck, das die Form des Platzes von Schloss Amalienborg in Kopenhagen symbolisieren soll. Dort wohnt Frederik X. mit seiner Frau Mary. Und auch die langjährige Regentin Margrethe II. ist dort zuhause. 

 

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Leuchtende Kunst: Kopenhagen leuchtet wieder beim Copenhagen Light Festival 2026

Impression vom Copenhagen Light Festival 2025 – "Moving Freedoms", eine illuminierte Metro-Station. Foto: CLF/PR
Impression vom Copenhagen Light Festival 2025 – "Moving Freedoms", eine illuminierte Metro-Station. Foto: CLF/PR

NEWS Kultur Kopenhagen (cs). Auch in diesem Winter wird Kopenhagen wieder leuchten: Das Copenhagen Light Festival findet dieses Mal vom 30. Januar bis 22. Februar 2026 – und wird laut Veranstaltern rekordverdächtige 55 (Licht-)Kunstwerke überall in der dänischen Hauptstadt verteilen. Die Installationen nationaler und internationaler Künstler für das Copenhagen Light Festival haben sich seit der Coronapandemie als fester Bestandteil im Kulturkalender der nordischen Metropole etabliert. Waren es zuvor nur 16 (Licht-)Installationen, die Tivoli, historische Gebäude wie Kopenhagens Børse, U-Bahn-Stationen, Plätze oder Schlösser illuminierten, sind es nun fast viermal so viele. Und das Copenhagen Light Festival sei auch ein winterlicher Touristenmagnet, so die Macher in einer Pressemitteilung: Rund 93.000 Besucher seien in den letzten Jahren zusätzlich nach Kopenhagen gekommen, um die teils spektakulären Licht-Inszenierungen zu erleben. Künstler und Programm für 2026 stehen zurzeit noch nicht fest. Geführte Touren sind aber schon jetzt buchbar. //

Die dänische Klang- und Bildschmiede Bang & Olufsen aus Struer feiert 100-jähriges Jubiläum

Schönes Design schon in den Anfängen: das Radio Beolit39 von Bang & Olusen stammt von 1939. Foto: B&O/PR
Schönes Design schon in den Anfängen: das Radio Beolit39 von Bang & Olusen stammt von 1939. Foto: B&O/PR

WIRTSCHAFT und KULTUR Struer/Dänemark (cs). Ein dänischer Klassiker wird 100 Jahre alt: Bang & Olufsen aus dem dänischen Struer hat sich vom kleinen Hersteller von Radios zur weltweit geliebten Designmarke für Hifi- und Fernsehgeräte entwickelt. Trotz vieler Krisen der letzten Jahre ein guter Grund zu feiern – und dänisches Design und dänische Kultur einmal mehr zu bewundern. Denn viele Klassiker von B&O sind auch Jahrzehnte nach ihrer Vorstellung echte Hingucker. Und Hinhörer, wenn man das so sagen kann. Denn besonders exzellente Lautsprecher galten und gelten als Markenzeichen der Dänen. „Als Peter Bang und Svend Olufsen dieses Unternehmen 1925 gründeten, entwickelten sie nicht einfach nur Technologie – sie ließen sich von dem „unerschütterlichen Willen leiten, nur das Beste zu schaffen ... und beharrlich nach neuen Wegen zu suchen”. Heute, ein Jahrhundert später, treibt uns derselbe Geist bei allem an, was wir tun: bei jedem Lautsprecher, bei jedem handgefertigten Detail, bei jedem mutigen Schritt nach vorne“, sagt Kristian Teär, CEO von Bang & Olufsen anlässlich des runden Firmengeburtstags. 

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Dänisches Architektur Bjarke Ingels Group gewinnt Wettbewerb um Hamburgs neue Oper in der HafenCity

So könnte Hamburgs – umstrittene – neue Oper in der Baakenhöft an der Elbe laut Entwurf von BIG aussehen. Copyright: BIG & Yanis Amasri Sierra, Madrid, Spain
So könnte Hamburgs – umstrittene – neue Oper in der Baakenhöft an der Elbe laut Entwurf von BIG aussehen. Copyright: BIG & Yanis Amasri Sierra, Madrid, Spain

NEWS Hamburg/Kopenhagen (cs). Erneut kann ein dänisches Architekturbüro eine internationale Ausschreibung für sich entscheiden: Heute hat die Hansestadt Hamburg bekanntgegeben, dass die renommierte Bjarke Ingels Group den Siegerentwurf für die mögliche neue Oper in der HafenCity geliefert hat. Laut Presseinformation wird der Siegerentwurf nun in den kommenden voraussichtlich zwei Jahren in enger Abstimmung mit der Kühne-Stiftung des Investors bzw. Bauhernn, der Stadt und der Hamburgischen Staatsoper als künftiger Nutzerin konkretisiert. Erst am Ende dieser erweiterten Vorplanung und einer belastbaren Kostenschätzung wird die Kühne-Stiftung abschließend über die Realisierung des Neubaus entscheiden. Ausgewählt hat den Entwurf von BIG eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, der Kühne-Stiftung und externen Expertinnen und Experten. Die Entscheidung fiel offiziell einstimmig. Der Entwurf von BIG sieht ein herausragendes Opernhaus mit einer einladenden, rundum begehbaren Dachlandschaft vor, die sich zu allen Seiten zur Elbe und in die Stadt hinein öffnet.

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Dänemark bleibt 2025 beliebtes Reiseziel: Übernachtungen in ersten neun Monaten auf Vorjahresniveau – Ferienhausurlaub geht leicht zurück

NEWS Reiseland Dänemark Kopenhagen (cs). Dänemark bleibt auch 2025 ein beliebtes Reiseland. Das meldet die dänische Statistikbehörde jetzt mit Blick auf die aktuellen Übernachtungszahlen für die ersten neun Monaten des laufenden Jahres. Danach haben laut Pressemitteilung von Danmarks Statistik in Kopenhagen in- und ausländische Touristen insgesamt zwischen Januar und September 54 Millionen Übernachtungen im Königreich gebucht. Das entspricht fast genau dem entsprechenden Vorjahrszeitraum 2024. Allerdings kommen internaitonale Urlauber auf ein Plus von 3 Prozent oder rund 750.000 Übernachtungen. Dagegen sank die Zahl dänischer Feriengäste um zwei Prozent oder eine halbe Million Übernachtungen. 

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Weihnachtszauber 2025 auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm

NEWS Bornholm/Nexø (cs). In den kommenden Wochen feiert ganz Dänemark wieder das Fest aller (dänischen) Feste: Jul, also Weihnachten, und die hyggelige Adventszeit. Wochen voller Lichter und Atmosphäre. Einer der schönsten Orte, Weihachten bzw. Jul in Dänemark zu erleben ist ganz sicher Bornholm. Mein besonderer Tipp: Der Weihnachtsmarkt in Nexø ist das ideale (Winter-)Ziel für Designliebhaber. Zahlreiche Kunsthandwerker präsentieren vom 28. November bis 21. Dezember ihre Arbeiten aus Keramik, Glas und Textil – und kaufen kann man seine Lieblingsstücke natürlich auch. Darüber hinaus haben viele Ateliers auf der dänischen Ostseeinsel im Advent ihre Türen für Gäste geöffnet. Einfach mal reinschauen! Mehr zu Jul bzw. Weihnachten 2025 auf Bornholm findet ihr hier. //

Ein Bilderpoet des dänischen Wattenmeers – ein Besuch beim Fotografen Lars Roed in Ribe

Der dänische Fotograf Lars Roed in seiner Galerie in der Altstadt von Ribe, Dänemark. Foto: Christoph Schumann, 2025
Der dänische Fotograf Lars Roed in seiner Galerie in der Altstadt von Ribe, Dänemark. Foto: Christoph Schumann, 2025

REPORTAGE PORTRÄT Ribe/Mandø (cs). Wer mit Lars Roed auf nächtliche Fotosafari geht sieht manchmal nichts. Oder besser: fast nichts. Mühsam suchen unsere Augen nach hellen Punkten am Himmel, als wir an diesem Herbstabend gemeinsam mit dem dänischen Fotografen an der Wattenmeerküste stehen. Der 50-Jährige hat Stativ und Kamera nahe dem Deich aufgebaut, von dem aus der Ebbeweg hinüber nach Mandø führt. Hier, wo tagsüber die beliebten Traktorbusse mit Touristen bei Niedrigwasser ihren Weg durchs Wasser hinüber zu Dänemarks kleinster Nordseeinsel starten, wollen wir mit dem Fotoprofi auf Dark-Sky-Safari (s. Infokasten) gehen und lernen, wie man den klaren Sternenhimmel und den Vollmond am besten auf eindrucksvollen Aufnahmen festhält. Wenn da nicht die durchgehende Wolkendecke wäre …

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Dänisches Parlament führt Handyverbot für Kinder und Jugendliche in Schulen und Freizeiteinrichtungen ab dem Schuljahr 2026/27 ein

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemarks Schulen werden "mobilfrei": Eine politische Mehrheit hat im dänischen Parlament beschlossen, dass die Volksschulen im Königreich (dän. Folkeskoler – diese gehen von der 1. bis zur 10. Klasse, erst danach folgt eine gymnasiale Oberstufe) ab dem Schuljahr 2026/27 frei von privaten Smartphones, Tablets und allen anderen mobilen Endgeräten sein müssen. Es brauche bessere Rahmenbedingungen für mehr "Vertiefung und Konzentration im Unterricht", heißt es in einer Pressemitteilung des Kinder- und Unterrichtsministeriums in Kopenhagen hier. Das Verbot gilt darüber hinaus sogar auch für alle Freizeiteinrichtungen und anderen öffentlichen Angebote für Kinder und Jugendliche. Hier allerdings nur für Kids, die maximal in der 3. Klasse sind. Das dänisch Børn- og Undervisningsministerium genannte Haus wird nun einen Handlungsplan entwerfen, der allen Schulen und Bildungseinrichtungen als Handhabung dienen soll. "Eine gute Schule verlangt, dass man vom Bildschirm aufschaut – und nicht von einem klingelnden Smartphone irgendwo im Klassenzimmer gestört wird. Wir können uns alle immer schwerer konzentrieren, doch wir können Kindern und Jugendlichen mit klaren Regeln für den Gebrauch von Smartphones helfen", sagt Sigurd Agersnap von der Sozialistischen Volkspartei (Socialistisk Folkeparti) gleichlautend mit anderen dänischen Politikern zur Begrüdung. //

Vom Hotdog als Weltkulturerbe – Dänemarks typische Pølsevogne

Am besten Platz des Landes: Hotdogstand auf dem Rathausplatz in Kopenhagen. Foto: Stefanie Czechowsky, 2025
Am besten Platz des Landes: Hotdogstand auf dem Rathausplatz in Kopenhagen. Foto: Stefanie Czechowsky, 2025

REPORTAGE Kopenhagen/Jütland (cs). Ein erster Stopp muss gleich hinter der Grenze sein. Wenn wir – ob in den Urlaub oder beruflich – nach Dänemark fahren und die Grenze bei Flensburg überqueren, führt an einem Abstecher über Kruså (oder Krusau) und Kollund kein Weg vorbei. Ausnahmen bestätigen die Regel und sind nur nach längerer Diskussion in seltenen Fällen erlaubt. Der Grund ist ein, sagen wir: kulinarischer (auch wenn darüber zugegebenermaßen oft geteilte Meinungen herrschen) und liegt hinter Kollund im kleinen Örtchen Sønderhav und hat Blick auf die Flensborg Fjord bzw. die Flensburger Förde: Annies Kiosk ist einer, wenn nicht der berühmteste Hotdog-Stand im Königreich. Anziehungspunkt für Reisende wie uns. Und an warmen Sommertagen vor allem für hunderte Motorradfahrer, die die 1966 von Annie Bøgild gegründete Fastfood-Bude als internationalen Treffpunkt ansteuern, um einen „Fransk Hotdog“ mit französischem Dressing auf Mayonnaise-Basis, einen „Hotdog med det hele“, also allem – mit Brötchen, Rød Pølse (den nicht mehr ganz so roten Würstchen wie früher), Ketchup, Senf, Remoulade, gehackten Zwiebeln, Röstzwiebeln und Gurkenscheiben – oder einfach nur ein Bier oder einen Kaffee mit Wasserblick und Plausch zu genießen. Vorausgesetzt, sie haben einen Parkplatz gefunden.

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Fest für Segelfans: Tall Ships Races 2025 mit Ziel-Etappe im dänischen Esbjerg

Blick auf die Hafenmeile von Esbjerg. Foto: Torben Meyer/PR
Blick auf die Hafenmeile von Esbjerg. Foto: Torben Meyer/PR

NEWS Esbjerg (pr/vdk). Die internationale Segelregatta Tall Ships Races wird in diesem Jahr ausgiebig in Dänemark gefeiert: Die Küsten- und Hafenstadt Esbjerg an der Nordsee feiert vom 6.bis 9. August die Ziel-Etappe der internationalen Regatta mit einem großen Hafenfest mit Food-Ständen und buntem Rahmenprogramm mit Konzerten, Show-Acts, Schiffsbesichtigungen und Aktivitäten für Kinder. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bilden das Feuerwerk am Abend des 8. August sowie die Tall Ships Parade als krönender Abschluss am 9. August. 

 

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Dänemark: Kreidefelsen Møns Klint auf Ostseeinsel Møn sind jetzt Unesco-Welterbe

Typischer Steinstrand an der Steilküste von Møns Klint, die jetzt zum Unesco-Welterbe gehört. Foto: Christoph Schumann
Typischer Steinstrand an der Steilküste von Møns Klint, die jetzt zum Unesco-Welterbe gehört. Foto: Christoph Schumann

NEWS Natur Møn (cs). Dänemark hat ein neues Welterbe: In Paris hat die Unesco heute entschieden, dass die weltberühmte Kreidefelsen auf der dänischen Ostseeinsel Møn jetzt neu zum schützenswerten Welterbe gehören. Møns Klint, so der dänische Name der Steilküste, ist damit jetzt dänisches Welterbe wie bisher schon u.a. der Dom in Roskilde oder das Hamlet-Schloss Kronborg in Helsingør. Die bei Sonnenschein leuchtend weißen Felsen der Küstenklippen und die dahinter liegenden Hügel bestehen aus Kreide, die während der letzten Eiszeit von den gewaltigen Kräften des Eises zu einem der größten glazialen tektonischen Komplexe der Welt aufgeschoben wurde. Møns Klint und Høje Møn sind unter anderem wegen ihrer guten Zugänglichkeit ein wichtiger Standort für die geologische Forschung. Seit mehr als 200 Jahren ist das Gebiet auch ein beliebtes Ziel für dänische und ausländische Touristen.

Dänemarks Kulturminister Jakob Engel-Schmidt freut sich über die Entscheidung: "Ich bin überglücklich und stolz. Ein großes Dankeschön an all die Menschen vor Ort, die dies ermöglicht haben und die nun stolz darauf sein können, in einem Gebiet zu leben, dessen Größe und Schönheit den Pyramiden oder dem Taj Mahal in nichts nachsteht. Møns Klint bietet eine einzigartige Natur und ist ein wichtiger Ort für die geologische Forschung. Die ganze Welt verdient es, die einzigartige Schönheit von Møns Klint und ganz Dänemark zu erkennen."

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Dänisches Schloss Valdemar Slot auf Tåsinge bei Fünen wieder für Besucher geöffnet

NEWS Kultur Tåsinge (cs). Eines der schönsten Schlösser Dänemarks hat jetzt wieder für Besucher geöffnet: Seit Mai und noch bis 14. September 2025 bildet das einstige Königsschloss Valdemar Slot den Rahmen für eine sommerliche Kunstsaison mit Ausstellungen, Performances und zahlreichen Events. Schloss Valdemar liegt auf der Insel Tåsinge bei Fünen (Fyn), umgeben von Wald und Strand. Das Schloss nahe Svendborg wurde ursprünglich von Christian IV. erbau und gehörte dann dem dänischen Seehelden Niels Juel. Heute ist es das größte Privathaus in Dänemark und das einzige ehemalige Königsschloss in Privatbesitz. Die Umgebung kann man zu Fuß auf öffentlichen Wegen genießen erkunden. Aktuell wird neben dem zeitgenössischen Ausstellungsprogramm eine Auswahl wichtiger Gemälde aus der Sammlung des Schlosses gezeigt. Geöffnet ist täglich von 10 bis 17 Uhr. Auch ein Café gibt es. //

Dänische Kinder heißen Emma und Oscar – die Top-Namen 2024

NEWS Kultur Kopenhagen (cs). Emma und Oscar sind die beliebtesten Namen für Neugeborene in Dänemark 2024. Insgesamt 445 Mädchen erhielten den Vornamen Emma. Oscar wurden 483 Jungen genannt. Das meldet das dänische Statistikamt heute hier. Beide Vornamen machten danach einen Sprung nach vorn: Emma lag im Vorjahr 2023 noch auf Platz 5, Oscar auf Platz 3. Bei den Mädchennamen folgten Ella und Luna auf den Plätzen 2 und 3 (mit 437 bzw. 423 Taufen). Bei den Jungen waren es Carl auf Rang (466 mal) und William (457).  //

Dänische Bahn DSB: Neue Direktverbindung von Kopenhagen nach Prag über Hamburg und Berlin ab Mai 2026

NEWS Reise international Kopenhagen (cs). Vom Frühjahr 2026 an wird wieder ein direkter Zug von Kopenhagen nach Berlin und weiter nach Prag verkehren – damit ist es nach mehreren Jahren wieder möglich, direkt von der dänischen in die tschechische Hauptstadt zu fahren. Über Berlin und Hamburg. Das melden die dänischen Bahnen DSB heute in einer Pressemitteilung. Die ab Mai kommenden Jahres verkehrenden Züge seien das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen DSB, der Deutschen Bahn (DB) und der tschechischen České dráhy (ČD). Die neue Verbindung wird eine Fahrzeit von nur sieben Stunden zwischen Kopenhagen und Berlin und insgesamt elf Stunden zwischen Kopenhagen und Prag haben. Zwei Abfahrten täglich sollen ein Angebot für Privat- wie Geschäftsreisende sein. Bedient werden soll die Route mit ComfjortJet-Sets der ČD. Kleiner Bonus: Zusätzlich zu zwei regulären Verbindungen am Tag soll es im Sommer drei Monate lang zusätzlich noch eine Nachtverbindung zwischen Kopenhagen, Berlin und Prag geben. 

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Dänische Nationalgalerie eröffnet im August neues Museum im nordjütländischen Thy

So wird das neue Museum SMK Thy aussehen. Entwurf: Reiulf Ramstad Arkitekter/PR
So wird das neue Museum SMK Thy aussehen. Entwurf: Reiulf Ramstad Arkitekter/PR

NEWS Kultur Kopenhagen/Thy (cs). In wenigen Wochen ist es soweit: Am 29. August eröffnet die neue Außenstelle der dänischen Nationalgalerie Statens Museum for Kunst in der Region Thy. Nach mehrjährigem Umbau zeigt das Kopenhagener Kunstmuseum in der nordjütländischen Provinz als erste Ausstellung die Schau "Rejsen fra Paris" (dt. Die Reise von Paris) mit zentralen Werken französischer Klassiker von Matisse, Picasso, Derain und anderen aus der eigenen Sammlung. Die Sonderausstellung läuft bis 2. November. Zuhause wird das neue Museum SMK Thy im umfassend umgebauten alten Kaufmannshof Doverodde in Hurup in Südthy sein. 

Der Entwurf zum neuen Museum stammt vom norwegisch-dänischen Architekturbüro Reiulf Ramstad Arkitekter. Die Neugestaltung wurde größtenteils aus Stiftungsmitteln finanziert. //

Betreiber meldet: Øresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden kann 200 Jahre halten

Die Brücke über den Øresund zwischen Kopenhagen und Malmö könnte 200 Jahre lang halten. Foto: Øresundsbron/PR
Die Brücke über den Øresund zwischen Kopenhagen und Malmö könnte 200 Jahre lang halten. Foto: Øresundsbron/PR

NEWS Kopenhagen/Malmö (pr). Überraschende Nachrichten zum 25. Geburtstag der Øresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden, der am 1. Juli 2025 ist: Anders als beim Bau der Verbindung zwischen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und Malmö in Südschweden berechnet, könnte das Bauwerk nicht nur 100 Jahre, sondern sogar 200 Jahre halten. Das meldet der Betreiber Öresundsbron jetzt in einer Pressemitteilung.  Einer Studie der Universität in Lund zufolge könnte die imposante Brücke nämlich noch weitere 175 Jahre seine Dienste tun.  Damit scheint das eigentliche Ziel des Øresundkonsortiums, die ursprüngliche Lebensdauer zu verdoppeln, realisierbar zu sein.

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Michael Kvium: "Schattentheater" – neue Ausstellung im Kunstmuseum Trapholt in Kolding

Der dänische Künstler Michael Kvium. Foto: Kenneth Stjernegaard/Trapholt
Der dänische Künstler Michael Kvium. Foto: Kenneth Stjernegaard/Trapholt

NEWS Kultur Kolding (pr). Das Kunstmuseum Trapholt in Kolding präsentiert vom 24. Juni bis 31. Dezember eine neue Ausstellung mit Werken des bedeutenden dänischen Künstlers Michael Kvium. Die Sonderausstellung „Schattentheater – eine bildliche Gegenwartsdiagnose“ zeigt an Hand von 36 figurativen Malereien die Schattenseiten und Absurdität der menschlichen Existenz auf.

Michael Kvium schuf die Werke der Reihe von 2008 bis 2025, im Museum Trapholt ist nun erstmalig die gesamte Werkserie zu sehen. Michael Kviums Figuren agieren als Akteure im „Theater des Lebens“ – grotesk, tragikomisch und theatralisch. Sie spiegeln das, was wir lieber nicht sehen möchten: Unsere Eitelkeit und Intoleranz, die Gier nach Macht und die Zerbrechlichkeit des Lebens. Der Schatten steht für das Verdrängte, Verborgene und die menschlichen Abgründe.

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Spätfrühling auf Samsø – ein Besuch auf der dänischen Ostseeinsel

Eines der Lieblingsmotive auf Samsø: der historische Glockenturm im Dorf Nordby. Foto: Christoph Schumann, 2025
Eines der Lieblingsmotive auf Samsø: der historische Glockenturm im Dorf Nordby. Foto: Christoph Schumann, 2025

FOTOREPORTAGE Samsø (cs). Die dänische Ostseeinseln Samsø ist eines meiner Lieblingsziele im Frühling – nach einer Stunde Schifffahrt ab Hou in Jütland (oder ab Kalundborg auf Seeland) erreicht man das Eiland im Kattegatt. Wegen seiner milden Temperaturen gilt Samsø als "Gemüsegarten" des nordischen Königreichs. Hier wachsen nicht nur die frühesten Kartoffeln des Landes (traditionell kommen sie dann schnell auf dern Tisch im Königshaus in Kopenhagen), auch die Erdbeeren sind auf Samsø besonders lecker. Und: weißer und grüner Spargel direkt vom Erzeuger ist auch nicht zu verachten! Etwa 4000 Einwohner leben fest auf Samsø, vor allem in der Hochsaison findet man auf der Insel aber viel mehr Menschen – Urlauber und Tagesgäste. Eine echte Vorzeigeinsel ist Samsø übrigens auch: Schon seit Ende der 1990er Jahre ist Samsø dank Windrädern und Biogasanlagen im Grunde selbstversorgend in Sachen regenerativer Energien. Highlights bei einem Besuch: die eiszeitliche Hügellandschaft Nordby Bakker im Inselnorden, das Dorf Nordby selbst und der kleine Badeort Ballen im Südosten von Samsø. In Ballen brummt im Sommer das Leben, so viele Segler und Touristen kommen hier zusammen. //

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Kopenhagen setzt auf Landstrom: AIDAnova als erstes Kreuzfahrtschiff am Netz

Die AIDAnova ist das erste Kreuzfahrtschiff an der neuen Landstromanlage in Kopenhagen im Juni 2025. Foto: Aida/PR
Die AIDAnova ist das erste Kreuzfahrtschiff an der neuen Landstromanlage in Kopenhagen im Juni 2025. Foto: Aida/PR

NEWS Kopenhagen/Rostock (pr). Kopenhagen verstärkt seine Anstrengungen in Sachen Umweltschutz für die Kreuzfahrtbranche. Am 2. Juni 2025 wurde als wichtiger Schritt durch König Frederik X., und im Beisein von EU Kommissar für Energie und Wohnungswesen, Dan Jørgensen, sowie des dänischen Transportministers, Thomas Danielsen, die neue Landstromanlage am Cruise Terminal Oceankaj in der dänischen Hauptstadt eingeweiht. Im Rahmen der feierlichen Zeremonie war AIDAnova das erste Kreuzfahrtschiff, das während seiner Liegezeit mit Energie von Land versorgt wurde. Kopenhagen ist damit bereits der 14. Kreuzfahrthafen in Europa in welchen AIDA Schiffe Landstrom nutzen. Mit 73 Anläufen von fünf AIDA Schiffen im Jahr 2025 ist Kopenhagen für AIDA Cruises einer der bedeutendsten Kreuzfahrthäfen Nordeuropas.

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Seelsorger und Mädchen für alles: Die dänische Seemannskirche in Hamburg wird 150 Jahre alt – ein Besuch in der Benediktekirken

Die dänische Seemannskirche Benediktekirken in Hamburg, Ditmar-Koel-Straße, im Winter 2025. Foto: Christoph Schumann, 2025
Die dänische Seemannskirche Benediktekirken in Hamburg, Ditmar-Koel-Straße, im Winter 2025. Foto: Christoph Schumann, 2025

REPORTAGE

Hamburg (cs). Sune Haubek ist ein Schiff-Spotter. Fast jeder Tag beginnt für den 54-jährigen mit einem ersten Blick aufs Handy, um die App VesselTracker auf Schiffsanläufe zu überprüfen. Für den Dänen ist das Beobachten von Schiffen allerdings kein Hobby, im Gegenteil. Der aus Jütland stammende Theologe ist seit November 2020 Pastor an der dänischen Seemannskirche in Hamburg – und als solcher für das geistliche Wohl der Besatzungen auf allen Schiffen aus seiner Heimat zuständig, die den drittgrößten Hafen Europas anlaufen. „Eigentlich sind es nur wenige Schritte hinter zu den Landungsbrücken und zur Kaikante“, sagt Sune Haubek zu seinem möglichen Arbeitsweg. Denn mit ihrer Lage an der Ditmar-Koel-Straße im Schatten der berühmten Hauptkirche St. Michaelis mitten in Hamburg-Neustadt – und in direkter Nachbarschaft zu den skandinavischen Kirchen von Schweden, Finnland und Norwegen – liegt das nordische Gotteshaus „Benediktekirken“ fast direkt am Wasser.

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Dänemarks Weingüter und Destillerien immer beliebter – zwei neue Reiseführer führen durch eine spannende Genusslandschaft im Norden

Zwei Reiseführer aus dem Verlag Groblaa: die "Weinroute" und die "Spirituosenroute" führen zu lokalen Produzenten im kleinen Königreich. Foto: Christoph Schumann, 2025
Zwei Reiseführer aus dem Verlag Groblaa: die "Weinroute" und die "Spirituosenroute" führen zu lokalen Produzenten im kleinen Königreich. Foto: Christoph Schumann, 2025

NEWS KULTUR Aalborg (pr/cs). Zwar ist es längst mehr als ein Geheimtipp – doch immer noch sind viele Dänemarkurlauber überrascht: In Dänemark wird vielerorts Wein angebaut und auch zu leckeren Weinen verarbeitet. Und das bereits seit einem Vierteljahrhundert ganz offiziell: Schon im Jahr 2000 erkannte die Europäische Union das Königreich als Weinanbauland an. Ein echter Trend sind zudem seit rund zehn, fünfzehn Jahren dänische Spirituosen wie Whiskey oder Gin aus kleinen Manufakturen. Beide Phänomene bündeln zwei neue Bücher jetzt in lesens- und reisenwerten Sammlungen: "Vinruten", also die "Weinroute", und "Spritrouten", die "Spirtuosenroute", aus dem dänsichen Verlag Groblaa sammeln Hersteller, Adressen, Reisetipps und mehr für alle Kenner, Entdeckungsfreudigen und andere Interessierten, die Dänemarks Wein- und Spirituosenwelt selbst im wahrsten Sinn des Wortes erfahren möchten. Beide Bücher sind aktuell und detailreich, leider aber im Infoteil nur zweisprachig Dänisch und Englisch. Einen Überblick auf Deutsch bieten jeweils nur die Übersichts- bzw. einleitenden Kapitel. Ein echtes Manko bei der Nutzung. Und beide Bücher sind nur in Dänemark direkt, über den Verlag oder online erhältlich. Schade.

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80 Jahre nach der Befreiung: Neue Sonderausstellung im Museum Tirpitz an der dänischen Nordsee

Die Sonderausstellung "Nach dem Krieg" im Museum Tirptiz, Blåvand. Foto: PR/Vardemuseerne
Die Sonderausstellung "Nach dem Krieg" im Museum Tirptiz, Blåvand. Foto: PR/Vardemuseerne

NEWS Geschichte Blåvand (vdk/pr). Am 4. Mai 2025 jährt sich zum 80. Mal die Befreiung Dänemarks nach fünf Jahren der deutschen Besatzung während des zweiten Weltkriegs. Den Jahrestag der Befreiung feiert das Museum Tirpitz an der dänischen Nordsee bei Blåvand mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Nach dem Krieg“ (dän. „Efter krigen“). Sie beleuchtet die Geschehnisse rund um das Ende der deutschen Besatzung und die unmittelbare Nachkriegszeit in Dänemark. Neben der Sonderausstellung umfasst das Museum Tirpitz mehrere Dauerausstellungen, u.a. „Gold der Westküste“ zum Thema Bernstein, „Geschichten der Westküste“ zur dänischen Nordsee allgemein und „Armee aus Beton“ über die Region im zweiten Weltkrieg.

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Celle feiert 250. Todestag der legendären dänischen Königin Caroline Mathilde

Das offizielle Plakat zum Caroline-Mathilde-Jahr 2025 in Celle. Foto: PR
Das offizielle Plakat zum Caroline-Mathilde-Jahr 2025 in Celle. Foto: PR

NEWS Celle/Kopenhagen (cs). Vor 250 Jahren starb eine der schillerndsten Persönlichkeiten des dänischen Königshauses: Caroline Mathilde (1751–1775). Geboren in England, verheiratet mit nur 15 Jahren mit dem dänischen König Christian VII., gestorben mit nur 23 Jahren im niedersächsischen Celle. Caroline Mathildes Mann zeigte schon früh Anzeichen von (Geistes-)Krankheit, die Fachleute heute für Autismus oder Schizophrenie halten. Doch England war weit weg von Dänemark, das zukünftige Schicksal der Königin kaum zu beurteilen. So wurde die Ehe „per procurationem“ in London fixiert, erst später in Dänemark die Hochzeit gefeiert. Fern ihrer Heimat ignorierte Christian seine neue Frau weitgehend. Dennoch kam zwei Jahre nach dem Jawort Thronfolger Frederik VI. zur Welt. Das Schicksal wendete sich, als Frederik den Arzt Struensee aus Altona zu seinem Leibarzt machte – in den sich Caroline verliebte: der Beginn einer viel beschriebenen Dreiecksbeziehung.

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Neue Attraktion an der dänischen Nordsee: Jyllandsakvariet in Hvide Sande zeigt große Ausstellung rund um Bernstein – und Aquarien mit Nordsee-Bewohnern

Bernsteinjagd an der dänischen Nordseeküste. Foto: VisitVesterhavet/Kent J. Bøndergaard
Bernsteinjagd an der dänischen Nordseeküste. Foto: VisitVesterhavet/Kent J. Bøndergaard

NEWS Hvide Sande/Dänemark (vdk/pr). Die dänische Nordseeküste hat eine neue maritime Attraktion: Anfang April 2025 eröffnete in Hvide Sande das Jyllandsakvariet nahe der Mole des bei deutschen Touristen besonders beliebten Fischerortes. Schwerpunkt der Attraktion ist eine große Ausstellung rund um das „Gold des Nordens“, den Bernstein. Hinzu kommen Aquarien, die die verschiedenen Meeresbewohner der dänischen Nordsee zeigen. Passend zu den Themen der Ausstellungen sind über das Jyllandsakvariet Hvide Sande auch Gruppenaktivitäten wie Bernstein-Safaris am Strand buchbar. Das Jyllandsakvariet Hvide Sande ist eine neue Zweigstelle des etwas weiter nördlich gelegenen Jyllandsakvariet Thyborøn, das bereits 1996 eröffnet wurde. Es bildet nun den Rahmen für die erweiterte Ausstellung des ehemaligen Bernsteinmuseums von Houvig.

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Ein runder Geburtstag: Dänischer Leuchtturm Blåvandshuk Fyr wird 125 Jahre alt

Der Leuchtturm Blåvandshuk Fyr an der dänischen Nordseeküste ragt 39 Meter hoch aus den Dünen auf. Foto: Christoph Schumann, 2025
Der Leuchtturm Blåvandshuk Fyr an der dänischen Nordseeküste ragt 39 Meter hoch aus den Dünen auf. Foto: Christoph Schumann, 2025

NEWS Blåvand/Jütland (vdk). Ein Wahrzeichen der dänischen Nordseeküste feiert dieses Jahr sein 125-jähriges Jubiläum: der Leuchtturm Blåvandshuk Fyr. Aus diesem Anlass eröffnet in der Leuchtturmwärterwohnung und im Leuchtturm selbst am 11. April eine Sonderausstellung zur Geschichte des Leuchtfeuers und seiner Bedeutung für die maritime Navigation. Der 39 Meter hohe Blåvandshuk Fyr markiert den westlichsten Punkt Dänemarks und ist ganzjährig für Touristen geöffnet. Blåvandshuk Fyr liegt auf einer Landzunge an der Westküste Jütlands in den Dünen von Horns Bjerge. Er ist einer der bekanntesten und ältesten Leuchttürme Dänemarks und ziert so manche dänische Briefmarke.

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Deutschland von A wie Albersdorf bis Z wie Zarpen – der dänische Journalist Carsten Grubach entdeckt kleine Orte

Entdeckungen am Wegesrand: eine Büchertauschbox im schleswig-holsteinischen Albersdorf. Foto: Carsten Grubach/privat
Entdeckungen am Wegesrand: eine Büchertauschbox im schleswig-holsteinischen Albersdorf. Foto: Carsten Grubach/privat

REPORTAGE von Christoph Schumann

 

Kolding/Hamburg (cs). Irgendwann musste es einfach sein. Einige Jahre schwirrte Carsten Grubach die Idee bereits im Kopf herum. Sogar erste Vorplanungen hatte der dänische Autor schon gemacht – als die Coronapandemie die Reisewege des Endsechzigers kreuzte und das Datum hinausschob. „Im vorletzten Jahr war es dann endlich soweit“, erzählt Carsten Grubach im Gespräch mit unserer Zeitung. „Da bin ich los“, so der Journalist aus Kolding in Südjütland. Das Projekt des Globetrotters: Einmal Deutschland von A bis Z bereisen. Am besten in alphabetischer Reihenfolge und am Stück. Das hieß konkret: von Albersdorf bis Zarpen.

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Reiseland Dänemark beim Tourismusaufschwung 2024 unter den Top 10 in Europa

NEWS New York/Kopenhagen (cs). Dänemark gehört zu den zehn Ländern in Europa, die im Jahr 2024 das größte Wachstums bei den Touristenzahlen gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 verzeichnen kann. Das meldet das Fachblatt fvw heute unter Berufung auf den Welttourismus-Barometer der Vereinten Nationen, UN Tourism. Danach kommt das Reiseland Dänemark im letzten Jahr auf ein Reisenden-Plus von 17 Prozent, liegt damit aber weit hinter Länderen wie Albanien (80 % Plus), Andorra (+ 35%), Malta und Serbien (je + 29%). Das Kleine Königreich liegt noch hinter Luxemburg (+ 24%), Liechtenstein (+20%) sowie Portugal (+18%), kann aber als ebenso sichere wie populäre Destination nun schon seit mehreren Jahren stabil ein Wachstum im Tourismus verzeichnen. //

 

 

Auch 2024 war wieder ein neues Rekordjahr für den dänischen Tourismus – deutsche Urlauber mit 4,4 Prozent Wachstum

NEWS Kopenhagen/Hamburg (vdk). Der Dänemark-Tourismus kann auch 2024 wieder ein Rekordergebnis verzeichnen: Insgesamt 65,1 Millionen Übernachtungen, davon 34,1 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste, registrierte Danmarks Statistik von Januar bis Dezember vergangenen Jahres – ein Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das meldet VisitDenmark, Dänemarks offizielle Tourismusorganisation heute. Besonders positiv ist die Entwicklung bei den Übernachtungszahlen deutscher UrlauberInnen: 21,2 Millionen Übernachtungen bedeuten ein Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deutsche UrlauberInnen stehen damit für 62,1 Prozent aller Übernachtungen ausländischer Gäste in Dänemark. Danmarks Statistik verzeichnet Übernachtungszahlen von Hotels, Ferienhausanbietern, Feriencentern, Jugendherbergen und Campingplätzen in Dänemark. Die im Februar veröffentlichten Zahlen sind vorläufige Zahlen, das endgültige Ergebnis mit leichten Anpassungen veröffentlicht Danmarks Statistik jährlich im April.

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Wikingerschumck auf Reisen – das neue Sachbuch "Flusskönige" von Cat Jarman

NEWS Bücher (cs). Wer gern historische Erzählungen liest, ist hier richtig. Wer eine neue wissenschaftliche Darstellung über Leben und Einfluss der Wikinger erwartet, eher nicht. „Im Sommer des Jahres 1982 (…) fanden Archäologen (in einem englischen Grab) unter den wirr durcheinanderliegenden Knochen von mehreren Hundert Menschen (…) eine kleine Perle.“ Die organefarbene Karneolperle führt die britische Bio- und Feldarchäologin Cat Jarman vom Fundort in ihrer Heimat weit hinaus zu den mittelalterlichen Märkten von Bagdad bis an die Küsten Indiens. Denn von dort hat das Schmuckstück seinen Weg über eng verwobene Handelsrouten, vom Orient bis in den Nahen Osten und nach Asien reichten, gefunden. Die Wikingerkultur, das weiß Jarman aus jahrzehntelanger Forschung, ist weit mehr als Kriegskunst: Die nordischen Reisenden waren mindestens ebensosehr Händler mit komplexen Verbindungen in die Ferne – und Teil eines dichtmaschigen Netzwerks als Teil einer schon damals globalen Welt.

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Das Aarhus Symfoniorkester aus Dänemarks zweitgrößter Metropole lädt zu großem Jubiläumskonzert

NEWS Kultur Aarhus (cs). Eines der besten dänischen Orchester feiert sein 90. Jubiläum: Das Aarhus Symfoniorkester lädt aus diesem Anlass schon morgen, am 17. Januar, zu einer großen Jubiläumsgala ins Musikhaus von Dänemarks zweitgrößter Stadt. Unterstützt vom Ensemble des Jyske Musikkonservatorium erklingen Werke, die das renommierte Orchester in seiner 90-jährigen Geschichte gespielt hat – darunter Stücke von Tschaikowsky, Strauss oder Rossini. Die Leitung hat Dirigent Dmitry Matvienko. Mehr Infos dazu auf der Homepage von Musikhaus und Aarhus Symfoniorkester hier. //

 

Dänemark begeht 150. Todestag von Hans Christian Andersens mit zahlreichen Veranstaltungen in 2025 – Mittelpunkt ist Odense auf Fünen

NEWS KULTUR Odense (cs/pr). Dänemark blickt in diesem Jahr auf den 150. Todestag seines vielleicht größten Dichters zurück – seines größten Märchendichters auf jeden Fall: Am 4. August 1875 verstarb nämlich der berühmten und beliebte dänische Erzähler Hans Christian Andersen. Besonders in Odense, Andersens Geburtsort, soll sein Vermächtnis aus diesem Anlass mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert werden. Das meldet VisitDenmarks, die offizielle Tourismusorganisation von Dänemark, jetzt. Darüber hinaus bietet sich ein Besuch der zahlreichen, ganzjährig geöffneten Sehenswürdigkeiten rund um den berühmten Schriftsteller an. Das H.C. Andersen Haus mit seinem wunderschönen Garten besticht beispielsweise durch eine ganz neue Inszenierung seiner Werke. Das angrenzende Geburtshaus Andersens wiederum gibt Einblick in die frühen Jahre des Dichters. Und in den historischen Straßen von Odense selbst lassen sich auch heute noch viele Spuren von Hans Christian Andersen finden. Wenn das kein Grund ist, endlich mal wieder nach Odense zu fahren – oder die Universitätsstadt auf Fünen endlich zum ersten Mal zu besuchen, je nachdem! //

Dänemark: Hygge und Hotdogs sollen UNESCO-Welterbe werden

NEWS Kopenhagen (cs). (K)Ein Aprilscherz: Dänemark will zwei typisch dänische Traditionen auf die Unesco-Liste des Weltkulturerbes setzen. Welche? Hygge, die inzwischen (fast) weltweit beliebte dänische Form der Gemütlichkeit, und dazu die populären Hotdog-Wagen oder -Buden. Laut Kulturminister Jakob Engel-Schmidt sind beide Traditionen so besonders, dass sie ganz ohne Frage zum sogenannten immateriellen Kulturerbe zählen sollten. So habe Italien hat beispielsweise den Operngesang, Argentinien den Tango und Finnland die Saunakultur auf die bedeutende Unesco-Liste aufgenommen. Um herauszufinden, was die Däninnen und Dänen selbst als wirklich "dänisch" oder "typisch dänisch" finden, können die Einwohner des kleinen Königreichs zwischen Mitte Dezember 2024 und dem 8. Januar 2025 eigene Vorschläge auf der Webseite folkehøringen.dk machen.

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Ab 1. Januar 2025 gilt Dänemarks neues Flaggengesetz – es weht (nicht nur) der Dannebrog

Ein typisches Bild: über den dänischen Ferienhäusern weht die Nationalflagge, der Dannebrog. Foto: Daniel Brandt Andersen/VisitDenmark/PR
Ein typisches Bild: über den dänischen Ferienhäusern weht die Nationalflagge, der Dannebrog. Foto: Daniel Brandt Andersen/VisitDenmark/PR

NEWS Kopenhagen (cs). In Dänemark gehört die Nationalflagge einfach dazu: Der Dannebrog weht nicht nur vor (Königs)Schlössern, an den typischen Ferienhäusern am Meer oder in Schrebergärten – auch am Weihnachtsbaum oder auf dem Geburtstagstisch gehör die rote Flagge mit weißen Kreuz fest dazu. Anfang Dezember hat das dänische Parlament in Kopenhagen nun ein neues Flaggengesetz verabschiedet. Ab 1. Januar 2025 gilt nun offiziell: Flaggen fremder Länder zu hissen, ist im Königreich jetzt gesetzlich verboten. Justizminister Peter Hummelgaard: "Der Dannebrog ist das wichtigste nationale Symbol, das wir in Dänemark haben." Ausgenommen davon sind lediglich die Fahnen der nordeuropäischen Nachbarn Norwegen, Schweden, Finnland und Island sowie die der Færøer und Grønlands. Und als Ausnahme darf auch die deutsche Flagge als Symbol der deutschen Minderheit wehen. Bislang musste ihr Hissen rechtzeitig beantragt werden. "Dieser Schritt hat einen wichtigen symbolischen Wert", sagte Hinrich Jürgensen vom Bund der Deutscher Nordschleswiger dazu. Als Grund für die schon seit einhundert Jahren strengen dänischen Relungen für ausländische Flaggen gilt der Erste Weltkrieg, in dem Dänemark neutral war. Schon 1915 verbot Kopenhagen ihr Hissen deshalb. Nun wurde es für die Zukunft neu geregelt. //

Weihnachtsglanz am Limfjord – so feiert das dänische Aalborg "Jul"

Zu Besuch aus Grönland: Nach seiner Ankunft in Aalborg fährt der "Julemand", der Weihnachtsmann, weiter in die Innenstadt in einem alten, roten Feuerwehrauto. Foto: Christoph Schumann, 2024
Zu Besuch aus Grönland: Nach seiner Ankunft in Aalborg fährt der "Julemand", der Weihnachtsmann, weiter in die Innenstadt in einem alten, roten Feuerwehrauto. Foto: Christoph Schumann, 2024

REPORTAGE Aalborg (cs). Wenn das Schiff des Weihnachtsmanns am Hafen von Aalborg nach seiner langen Reise von Grönland anlegt, beginnt in der dänischen Limfjordmetropole die Weihnachtszeit. Hunderte Kinder und andere Weihnachtsfans warten Mitte November geduldg am Hafenkai Honnørkajen, bis der „Julemand“ – so der dänische Name des Nikolaus bzw. Weihnachtsmanns – in Begleitung seiner Freunde, dem Eisbären und dem kleinen Nisse, sprich Wichtel, endlich Festland betritt – mit viel adventlicher Stimmung und festtäglicher Vorfreude auf das Fest der Feste im Gepäck.

Die Wochen bis Weihnachten sind in der 220.000-Einwohner-Stadt im dänischen Norden eine magische Zeit, in der sich die charmante Altstadt in ein winterliches Wunderland verwandelt. Der große Weihnachtsbaum auf dem Platz Gabels Torv, ein Geschenk aus Aalborgs norwegischer Paratnerstadt Frederiksstad, ist ein Höhepünkt der festlich dekorierten historischen City von Aalborg. Die beliebte Fußgängerzonen Algade und Bispensgade verwandelen sich in eine weihnachtlige Shoppingmeile, in der ein Bummel lohnt.

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Dänisches Königshaus schafft Auszeichnung "Königlicher Hoflieferant" zu 2030 ab

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemarks Königshaus schafft eine lange geliebte Auszeichnung ab: Der Titel "Königlicher Hoflieferant" für nationale und internationale Hersteller und Produzenten wird mit dem 31. Dezember 2029 auslaufen. Das gab der dänische Hof mit König Frederik an der Spitze heute in einer Pressemitteilung bekannt. Anfang dieses Jahres bei der Thronübernahme des neuen Regenten waren es insgesamt 104 Unternehmen, die die besondere Auszeichnung "Kongelig Hofleverandør" oder "Leverandør til De Kongelige Danske Hof" trugen. Davon waren nur fünf im Ausland. Grund für die Abschaffung des auch von Verbrauchern gern gesehenen Titels, den Textilunternehmen ebenso wie Brauereien und andere tragen: Sich "Königlicher Hoflieferant" zu nennen sei nicht mehr zeitgemäß, heißt es aus Schloss Amalienborg in Kopenhagen. Das Königspaar werde die dänische Wirtschaft auf andere Weise unterstützen, heißt es weiter.  //

 

"Mensch": Dänemarks Nationalmuseum zeigt erste dänische Retrospektive mit 130 Werken von Käthe Kollwitz

Käthe Kollwitz: Selvportræt, 1924, Kreidelithografie ist in Kopehagen zu sehen. Foto: Käthe Kollwitz Museum Köln/PR/SMK
Käthe Kollwitz: Selvportræt, 1924, Kreidelithografie ist in Kopehagen zu sehen. Foto: Käthe Kollwitz Museum Köln/PR/SMK

NEWS Kunst Kopenhagen (cs). Dänemarks Nationalmuseum zeigt erstmals in Dänemark eine Einzelausstellung mit Werken von Käthe Kollwitz. Unter dem Titel "Mensch" sind im Statens Museum for Kunst (SMK). jetzt 130 Werke der in Königsberg geborenen Kollwitz (1867-1945) und liefert nicht nur einen umfassenden Überblick über das Werk der Künsterlin, sondern auch ihr humanitäres, soziales und politisches Engagement – und nicht zuletzt über den historischen Hintergrund, vor dem Kollwitz ihre Arbeiten schuf. Kollwitz war während der wahrscheinlich fünf turbulentesten Jahrzehnte der deutschen Geschichte  im 20. Jahrhundert als Künstlerin tätig: Von den 1890er bis zu den frühen 1940er Jahren, als das Land die Umwälzungen der Industrialisierung und zwei traumatische Weltkriege überstand. Sie nutzte ihre Kunst als Sprachrohr für diejenigen, die am meisten unter diesen Entwicklungen litten und die am machtlosesten waren. Mit seiner Ausstellung spannt das Staatliche Kunstmuseum, das im Zentrum der dänischen Hauptstadt liegt, einen Bogen über die ganze Bandbreite des künstlerischen Schaffens von Käthe Kollwitz - als Grafikerin, Zeichnerin und Bildhauerin. Zu sehen ist "Mensch" im SMK bis einschließlich 23. Februar nächsten Jahres.

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CopenPay jetzt ganzjährig: Preisgekröntes Konzept zur Belohnung positiven Verhaltens von Touristen in Kopenhagen wird ausgeweitet

Mit CopenPay können Kopenhagen-Reisende jetzt ganzjährig nachhaltig die dänische Hauptstadt entdecken. Foto: VisitDenmark/Daniel Rasmussen

NEWS Kopenhagen (vdk/pr). CopenPay, eine Tourismusinitiative, mit der Kopenhagen positives Verhalten von Touristen belohnt, startet am 22. Juni als dauerhafte, ganzjährige Plattform. Gäste der Stadt leisten durch einfache positive Aktionen – vom Müllsammeln in den Kanälen bis hin zur Anreise mit dem Fahrrad zu Museen – einen Beitrag für ihr Reiseziel und die Lokalbevölkerung und erhalten dafür Belohnungen in Form von kostenlosen oder ermäßigten Erlebnissen. Ins Leben gerufen wurde die Initiative bereits 2025 von Wonderful Copenhagen, der offiziellen Tourismusorganisation Kopenhagens. Seit 2026 ist das Programm unter dem Namen DestinationPay offen für die Adaption durch andere Destinationen. Mehrere offizielle Tourismusorganisationen – darunter in Deutschland visitBerlin und Bremen Tourismus – haben es in diesem Jahr bereits für einen Aktionsmonat umgesetzt.

CopenPay jetzt ohne Enddatum

Das Tourismusmodell CopenPay kehrt diesen Sommer ohne Enddatum zurück und verändert die Art und Weise, wie TouristInnen Kopenhagen entdecken: Positive Aktionen ersetzen traditionelles Sightseeing. „In einer Zeit, in der TouristInnen weltweit oft für ihr Verhalten kritisiert werden, bietet CopenPay in Kopenhagen eine neue Möglichkeit, sich positiv mit der Stadt auseinanderzusetzen“, sagt Rikke Holm Petersen, Leiterin des Bereichs Verhalten bei Wonderful Copenhagen. „Inspiration und soziales Engagement scheinen die neuen Souvenirs zu sein.“ Mehr als 30.000 Touristen haben bereits an CopenPay-Aktionen teilgenommen. Die Europäische Kommission bezeichnete das Modell als „Wegbereiter für den Tourismus“.

Von Müllsammeln in Kopenhagens Kanälen bis zu Tauschaktionen für Kleidung – CopenPay ist jetzt ganzjährig möglich. Foto: VisitDenmark/Daniel Rasmussen/CopenPay
Von Müllsammeln in Kopenhagens Kanälen bis zu Tauschaktionen für Kleidung – CopenPay ist jetzt ganzjährig möglich. Foto: VisitDenmark/Daniel Rasmussen/CopenPay

Neue Studie: Touristen werden nicht durch Belohnungen, sondern durch Erlebnisse motiviert

Eine neue Studie zum Gästeverhalten der Analyseagentur Maple liefert eine überraschende Erkenntnis: Touristen werden stärker durch ihre positiven Aktionen motiviert, als durch die dadurch erhaltenen Belohnungen. Nur 23 Prozent geben an, durch die Belohnung selbst motiviert zu sein. Demgegenüber sagen fast die Hälfte – 48 Prozent –, ihre Hauptmotivation sei die Möglichkeit, ein einzigartiges, sinnvolles und lehrreiches Erlebnis zu bekommen. Darüber hinaus geben sieben von zehn der Teilnehmenden an, ihre Gewohnheiten zu Hause geändert zu haben. Diese Erkenntnis stellt gängige Vorstellungen über Verhaltensänderungen im Tourismus infrage. Nicht Anreize allein, sondern das Erlebnis selbst motiviert die Besucherinnen und Besucher. Aufgrund dieser Erkenntnisse erweitert CopenPay sein Angebot an Erlebnissen stetig. BesucherInnen können an immer mehr praktischen Aktionen in der ganzen Stadt teilnehmen: „Unser Ziel ist es, positive Erlebnisse in der Stadt zu fördern, die Menschen aktiv aufsuchen, und ihnen Erfahrungen und Erkenntnisse mitzugeben, die sie mit nach Hause nehmen können“, so Rikke Holm Petersen.

 

Der Verkehr spielt eine zentrale Rolle 

Eine Reise beginnt bereits zu Hause, deshalb ist der Verkehr ein wichtiger Bestandteil der Initiative CopenPay. BesucherInnen, die mit dem Zug nach Kopenhagen reisen, werden mit verschiedenen Anreizen belohnt, darunter kostenlose Leihfahrräder und Fahrradkurse. So lässt sich die Stadt einfach und sicher auf zwei Rädern erkunden. „Kopenhagen ist die Fahrradhauptstadt der Welt, und mit CopenPay möchten wir unseren Gästen etwas mitgeben, das sie mit nach Hause nehmen können – und gleichzeitig die Fortbewegung in der Stadt für alle sicherer machen“, so Rikke Holm Petersen. Darüber hinaus profitieren TouristInnen, die mit Elektrofahrzeugen anreisen, von kostenlosem Parken und Ermäßigungen auf das Laden während ihres Aufenthalts.

 

Vom lokalen Pilotprojekt zur globalen Bewegung

Nach dem Erfolg von CopenPay in Kopenhagen wurde das Modell im Februar 2026 unter dem Namen DestinationPay weltweit kostenlos zur Verfügung gestellt, um anderen Destinationen die Übernahme und Anpassung zu ermöglichen. Seitdem wurden über 350 Destinationen in das Modell eingeführt und bei der lokalen Umsetzung unterstützt. Mehrere Länder, darunter Deutschland, Italien, Frankreich, die USA, Kanada, Japan und Australien, bereiten bereits den Start eigener Initiativen in diesem Jahr vor; die Städte Berlin und Bremen haben ihr Projekt bereits gestartet. „Berlin und Kopenhagen teilen die Überzeugung, dass Tourismus mehr sein kann als ein Besuch – er kann Teilhabe sein. CopenPay hat uns dazu inspiriert, zusammen mit unseren Partnern BerlinPay ins Leben zu rufen, eine Initiative rund um Berlins Gewässer. Das Konzept DestinationPay zeigt, dass positive Aktionen ein bereichernder Teil des Besuchererlebnisses sein können. Die Idee kann weltweit funktionieren und den Tourismus insgesamt für alle verbessern,“ so Sabine Wendt, CEO von visitBerlin. „Unser Ziel ist es nicht nur, CopenPay als Konzept zu verbreiten, sondern einen globalen Wandel im Tourismuserlebnis anzustoßen“, bestätigt Rikke Holm Petersen.

 

Über CopenPay

• CopenPay ist ein Anreizsystem, das Touristen für gute Taten belohnt.

Ziel: Das Bewusstsein für die eigenen Entscheidungen auf Reisen zu schärfen.

• Das Programm startete im Sommer 2024 als Pilotprojekt und wurde im Sommer 2025 erweitert und als DestinationPay für andere Destinationen geöffnet, 2026 erfolgte dann die Erweiterung auf ein ganzjährig laufendes Projekt.

• Über 350 Destinationen weltweit sind an dem Konzept interessiert.

• Die Initiative zählt in Kopenhagen seit dem Start 2024 über 30.000 teilnehmende „Voluntouristen“.

• Über 100 lokale Partner, darunter Hotels, Museen, Restaurants und Sehenswürdigkeiten, sind beteiligt.

• Der Fahrradverleih stieg während der Initiative um 59 Prozent.

• 1.200 kg Müll wurden im Pilotprojekt aus den Kopenhagener Kanälen gefischt.

• 7 von 10 Teilnehmern gaben an, ihre Gewohnheiten auch zu Hause geändert zu haben.

• Nur 23 Prozent der Befragten gaben an, durch die Belohnungen motiviert zu sein, 48 Prozent nannten sinnvolle Erlebnisse als Motivation .

• 98 Prozent würden CopenPay weiterempfehlen.

 

Fakten zu Kopenhagen

• 2025 wurde Kopenhagen vom The Economist zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt.

• Laut Happy City Index 2026 ist Kopenhagen die glücklichste Stadt der Welt

• Fahrräder in Kopenhagen: 750.000 (5-mal so viele wie Autos)

• Pendeln: 62 Prozent aller Einwohner nutzen das Fahrrad

• Radinfrastruktur: 382 km Radwege

• Kanäle: Sauber genug zum Schwimmen

• Strom: Mehr als 70 Prozent aus erneuerbaren Energien

 

Weitere Informationen zu CopenPay findet ihr auf www.visitcopenhagen.com/copenpay

 

 

Quelle: Pressemitteilung VisitDenmark, Hamburg, Juni 2026