Von jungen Wilden zu alten Meistern: Baselitz, Richter, Polke und Kiefer in den Hamburger Deichtorhallen

Blick in die "Jungen Jahre der alten Meister". Foto: Chr. Schumann
Blick in die "Jungen Jahre der alten Meister". Foto: Chr. Schumann

Hamburg. "Sie alle sind Maler, die in einer Zeit großgeworden sind, in der klassische Malerei verpönt war", sagte Götz Adriani zur von ihm komponierten Ausstellung "BASELITZ – RICHTER – POLKE – KIEFER:

DIE JUNGEN JAHRE DER ALTEN MEISTER"bis 5. Januar 2020 in den Hamburger Deichtorhallen. Die Sonderschau in der Halle für aktuelle Kunst präsentiert mehr als 100 Werke auf dem Frühwerk vier der größten deutschen Nachkriegskünstler, die bis auf Anselm Kiefer alle auch eine deutsch-deutsche Geschichte haben. Auf den folgenden Schaffensperioden stammen die Werke: Die Jahre 1959–1969 bei Georg Baselitz, 1962–1969 bei Gerhard Richter, 1963–1969 bei Sigmar Polke sowie 1969–1977 bei Anselm Kiefer.

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Kappeln an der Schlei: Von Heringstagen, Naturerlebnissen und Urlaubskunst

Blick über die Schlei auf Kappeln mit der barocken St. Nikolai-Kirche. Foto: C. Schumann
Blick über die Schlei auf Kappeln mit der barocken St. Nikolai-Kirche. Foto: C. Schumann

Kappeln/Schlei. Wer lange nicht in Kappeln war, erkennt den kleinen Ort an der Schlei kaum wieder: Herausgeputzt sind die historischen (Fachwerk-)Häuser in der Altstadt rund um die barocke St. Nikolau-Kirche. Und am Wasser sind zahlreiche moderne Ferienwohnungen entstanden, beispielsweise am Hafen. Weitere sind im Bau. Das noch vor ein, zwei Jahrzehnten fast vergessene Kappeln – das viele noch als idyllische Kulisse der ZDF-Vorabendserie „Der Landarzt“ in Erinnerung haben – boomt nahezu. Kappeln erwacht aus einem Dornröschenschlaf, könnte man meinen.

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Deutsche Bahn: Züge zwischen Hamburg und Kopenhagen ab Dezember bis zur Eröffung des Fehmarnbelttunnels nur noch über Flensburg

Hamburg/Kopenhagen. Für Reisende von Deutschland nach Kopenhagen ändert sich die Reiseroute: Laut Deutscher Bahn fahren ab Ende 2019 mit Umstellung auf den Winterfahrplan 2019/2020 alle Fernzüge auf der internationalen Strecke nicht mehr auf der sogenannten Vogelfluglinie via Puttgarden auf Fehmarn und Rødby auf Lolland, sondern über Flensburg und Odense auf Fünen. Damit entfällt auch die bisherige Schiffspassage mit den Fähren von Scandlines. Ganzjährig werden dann  täglich drei umsteigefreie Zugpaare Hamburg–Kopenhagen mit einer Fahrzeit von rund 4 Stunden 40 Minuten verkehren.

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Hagen a.T.W.: Im Schatten von „Dönissens Gelber“ und der „Schönen von Marienhöhe“

Kirschblüte auf dem Kirschlehrpfad in Hagen a.T.W. Foto: C. Schumann, 2019
Kirschblüte auf dem Kirschlehrpfad in Hagen a.T.W. Foto: C. Schumann, 2019

Hagen am Teutoburger Wald. In und um den Erholungsort Hagen am Teutoburger Wald in Süd-Niedersachsen stehen mehr als 2000 Süßkirschbäume, darunter viele seltene Sorten – in Frühjahr und Frühsommer bieten Führungen auf dem 2,5 Kilometer langen Kirschlehrpfad am Jägerberg bieten Hintergrundwissen zu Tradition und Erhalt.

Schubacks Frühe Schwarze“ und „Dönissens Gelbe“ trennen einige Wochen bei der Blüte, aber nur ein paar Schritte auf dem Kirschlehrpfad vor den Toren von Hagen am Teutoburger Wald. Jetzt im späten Frühjahr stehen rund 2000 Süßkirschen hier auf dem Jägerberg und rund um den 14.000 Einwohner großen Erholungsort nahe Osnabrück und reifen in der Sonne des südwestlichen Niedersachsens. „ Ob „Große Schwarze“, „Knorpelkirsche“, „Baronkirsche“, „Große Prinzessin“, „Schöne aus Marienhöhe“ oder „Jakobs Schnapskirsche“ – nirgendwo in Deutschland ist die Vielfalt an Süßkirschen größer als hier an den Ausläufern des Mittelgebirges.

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Weihnachtlicher Nachwuchs: Elefantenjunges im Hamburger Tierpark Hagenbeck geboren – Name ist Santosh

Der Elefantennachwuchs im Tierpark Hagenbeck am zweiten Weihnachtstag. Foto: C. Schumann, 2018
Der Elefantennachwuchs im Tierpark Hagenbeck am zweiten Weihnachtstag. Foto: C. Schumann, 2018

Hamburg. Nach 648 Tagen Tragezeit brachte Elefantenkuh Lai Sinh am 24. Dezember 2018 im Tierpark Hagenbeck ein gesundes Bullenkalb zur Welt. Nach einer mehrstündigen Wehenphase purzelte der kleine Rüsselträger genau um 2.40 Uhr auf die Welt. Mit 97 Zentimetern Körperhöhe und etwa 100 Kilogramm Gewicht ist er ein properes Elefantenkalb, meldete der Zoo offiziell an Weihnachten.

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Verliebt in A bis Z – das Buchstabenlager Freundt in Hamburg

Buchstabensalat: Box mit Vintage-Wandtattoo „Soulkitchen“. Foto: Chr. Schumann
Buchstabensalat: Box mit Vintage-Wandtattoo „Soulkitchen“. Foto: Chr. Schumann

Hamburg. Ein A aus Wien. Ein F aus Handewitt. Wandregale voller großer Fassadenschriftzüge. Kopfhohe Leuchtreklamen einer Achterbahn. Und kleine Schubladen, gefüllt mit Autozügen oder Drucktypen. Mehr als 1000 Lettern in allen erdenklichen Farben füllen die beiden Räume des Buchstabenlagers von Sabine Freundt in Hamburg. Mal sind es einige mehr, mal ein paar weniger – je nach Fundlage und Kundennachfrage. Gemeinsam mit ihrem Mann Yves sucht und sammelt die 41-jährige PR-Managerin gemeinsam mit ihrem Mann Yves seit mehr als zehn Jahren Buchstaben und Zahlen. Nicht alle behalten die beiden Nerds: seltene, kuriose und andere Stücke verkaufen sie über ihren kleinen Onlineshop.

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Schreiben mit Stil – die Hamburger Stifte-Manufaktur Elbwood

Handgefertige Unikate von Elbwood aus Hamburg. Foto: Chr. Schumann, 2018
Handgefertige Unikate von Elbwood aus Hamburg. Foto: Chr. Schumann, 2018

Hamburg. Manchmal ist die Zeit reif für Veränderungen. Wenn das, was man seit langem tut – und das nicht einmal schlecht – nicht mehr so erfüllt wie anfangs. Wenn sich die letzte Leidenschaft im Alltag verliert. Und die Gedanken immer öfter nach neuen Herausforderungen suchen. Frank Pressentin erging es so. Rund zwanzig Jahre hat der Wahlhamburger nach seinem Studium als Sozialarbeiter mit psychisch Kranken gearbeitet, Hilfe und Lösungswege gegeben. „Mir hat das der Kontakt mit Menschen immer Spaß gemacht“, sagt der 41-Jährige, „doch besonders im Lauf des letzten Jahres habe ich gemerkt, dass ich mehr mit meinen Händen arbeiten möchte. Denn es ist etwas ganz Besonderes, am Abend das Ergebnis seiner kreativen Tätigkeit begreifen und sehen zu können.“

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"Ich bin ein Klangmensch" – die Hamburger Bogenmacherin Ina Keller

Bogenmacherin Ina Keller an ihrer Werkbank. Foto: Christoph Schumann
Bogenmacherin Ina Keller an ihrer Werkbank. Foto: Christoph Schumann

Hamburg. Sanft streicht Ina Keller den Bogen über die Saiten ihrer Geige. Fühlt, ob das Holz elastisch und die Haare richtig gespannt sind. Dann lauscht die 52-jährige lang jedem einzelnen Tons nach, der ihre kleine Ladenwerkstatt in Hamburg-Eimsbüttel füllt. „Der Klang muss warm und farbenreich sein“, sagt die Handwerkerin, die seit gut zwanzig Jahren ihr einstiges Hobby zum Beruf gemacht hat: Die studierte Musikerin gehört zu der nur guten Handvoll Spezialisten hierzulande, die die Kunst der Anfertigung historischer Bögen beherrschen. Denn in der Barockzeit und davor klangen Instrumente weicher, ja milder, als Musiker und Musikfreunde es seit der Klassik ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts gewohnt sind. „Die Töne einer Geige klangen beispielsweise zur Zeit Johann Sebastian Bachs weicher, nicht so scharf wie heute“, weiß die ausgebildete Geigerin und Bratschistin, die ihre Leidenschaft für Alte Musik Anfang der 1990er Jahre beim Studium der Barockgeige in den Niederlanden entdeckte.

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Wenn weniger mehr is(s)t: Die Schokoladenmanufaktur DaJa in Uetersen

Edle Tafeln von DaJa Chocolate. Foto: C. Schumann
Edle Tafeln von DaJa Chocolate. Foto: C. Schumann

Uetersen. Der Duft von Schokolade empfängt Genießer schon an der Tür von Daja Chocolate. Und wer noch einmal genauer „hinriecht“ erkennt schnell auch den zarten Geruch von Früchten und exotischen Gewürzen, der durch die kleine Manufaktur in Uetersen zieht. Eine ungewöhnliche Mischung, die alles andere als Zufall ist – im Gegenteil. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen, ungewöhnlichen Kombinationen für unsere Schokoladen“, sagt Jan-Henrik Klüver, der den kleinen Familienbetrieb in der Kuhlenstraße seit rund drei Jahren gemeinsam mit seiner Frau Danila betreibt.

Anfangs lag die gläserne Süßwarenwerkstatt der gelernten Konditoren in der historischen Brauerei der Rosenstadt. Seit Anfang des Jahres zaubern die beiden Schokoladenexperten ihre süß-exotischen Kreationen in den Räumen einer ehemaligen Schreinerei. „Das passt gut“, findet der 35-jährige Chocolatier, „denn auch wir sind schließlich Handwerker.“

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Arbeitsplatz mit Aussicht - zu Gast bei der Türmerin von St. Lamberti in Münster

Türmerin Martje Saljé vor dem Aufsteig mit einer Nachtwächterplakette an St. Lamberti. Foto: C. Schumann, 2017
Türmerin Martje Saljé vor dem Aufsteig mit einer Nachtwächterplakette an St. Lamberti. Foto: C. Schumann, 2017

Münster. Wenn Münster Feierabend macht, geht Martje Saljé zur Arbeit. Jeden Abend um halb neun Uhr erklimmt die 37-Jährige genau 300 Stufen hinauf zum höchst gelegenen Arbeitsplatz der westfälischen Universitätsstadt: Seit gut drei Jahren ist die studierte Musik- und Geschichtswissenschaftlerin Türmer in St. Lamberti. Genauer: Türmerin – die erste in der mehr als 600-jährigen Türmergeschichte des ab 1375 als Markt- und Bürgerkirche von Kaufleuten der früheren Hansestadt erbauten Gotteshauses, das am Prinzipalmarkt mitten in Münsters Altstadt liegt. „Dabei gibt es nachweislich schon seit 1383 Türmer auf Lamberti“, sagt Martje Saljé beim Aufstieg, der über enge Wendeltreppen vorbei an der alten Ratsglocke und den berühmten Eisenkäfigen führt, in denen die Leichname der drei Reformatoren Jan van Leiden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling 1536 nach dem Scheitern ihres Wiedertäuferreichs öffentlich als abschreckende Mahnung zur Schau gestellt wurden. Zu Tode gefoltert waren die Abweichler vom rechten katholischen Glauben da bereits.

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„Ich bin so nord“ – Bestellerautorin Dora Heldt im Porträt

Dora Heldt beim Treffen in ihrem Lieblingscafé in Hamburg. Foto: C. Schumann
Dora Heldt beim Treffen in ihrem Lieblingscafé in Hamburg. Foto: C. Schumann

Hamburg. Dora Heldt ist pünktlich. Überpünktlich. Zu unserem Termin in einem Café, gleich um die Ecke ihrer Wohnung im Herzen von Hamburg, kommt die Erfolgsautorin mehr als fünf Minuten zu früh. Ungewöhnlich für eine Frau, die gewohnt ist, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. „Ich war schon immer so“, lacht die 1961 als Bärbel Schmidt aus Sylt geborene Schriftstellerin, „schon als Kind. Die fünfzehn Minuten, die mein Bruder auch heute noch jeder Mal zu spät kommt, bin ich lieber zu früh.“ Dies habe sie auch in ihren dreißig Berufsjahren im Verlagswesen so gehalten – zunächst als gelernte Buchhändlerin, dann zwei Jahrzehnte lang als Verlagsvertreterin eines Münchner Verlagshauses in ihrem geliebten Norden. „Auch wenn ich wusste, zu welcher Buchhandlung ich fahren musste, bin ich früh gestartet – sicher ist sicher“, sagt Heldt, die ungern auf sich warten lässt.

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Unterwegs auf dem Rheinsteig: Wandern, Wasser, Wein

Hoch auf dem Rheinsteig – Blick auf Assmannshausen. Foto: C. Schumann, 2017
Hoch auf dem Rheinsteig – Blick auf Assmannshausen. Foto: C. Schumann, 2017

Rüdesheim. Die Verlockung ist groß, unsere Wanderwoche bequem mit der Seilbahn zu beginnen. Vom Startpunkt Rüdesheim nämlich führt seit mehr als 50 Jahren ein Sessellift hinauf zum imposanten Niederwalddenkmal hoch über dem weltbekannten Ausflugsort mit der schmalen Drosselgasse, an die sich heute wie einst Weinstube an Weinstube reiht. Doch fahren gilt nicht. Wer den Rheinsteig erwandern will, sollte mit den ersten Schritten gleich an der Unterkunft beginnen. So geht es zunächst durch Weinfelder hinauf zur Abtei St. Hildegard. Im Kloster mit seinem dunklen Kirchraum leben auch heute noch Benediktinneren nach den Regeln ihrer unvergessenen Ordensleiterin Hildegard von Bingen.

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Ruhpolding: Zwischen Butternudeln und Baumgrenze

Ruhpoldinger Klassiker: Konditormeister Wolfgang Heigermoser mit seinen Butternudeln. Foto: C. Schumann, 2017
Ruhpoldinger Klassiker: Konditormeister Wolfgang Heigermoser mit seinen Butternudeln. Foto: C. Schumann, 2017

Ruhpolding. In der Backstube von Wolfgang Heigermoser duftet es verführerisch. In der Luft liegt der Geruch von Schokolade, Zucker, Marmelade und anderen Zutaten für Klassiker wie Prinzregententorte oder Apfelstrudel, die im Café Chiemgau in Ruhpolding zu den beliebtesten Torten- und Kuchengenüssen zählen. Heute soll es im Traditionshaus an der Hauptstraße darüber hinaus aber noch eine lokale Spezialität geben, die in keiner anderen Konditorei des oberbayerischen Ferienortes angeboten wird: Butternudeln.

Das Hefegebäck ist ein echter Geheimtipp. Nur wenige Ruhpoldinger und noch weniger Urlauber wissen überhaupt, dass der 38-jährige Konditormeister das überlieferte Familienrezept auf Wunsch heraussucht – nicht einmal auf der Karte des mehr als 60 Jahre alten Cafés ist die lokale Spezialität zu finden.

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Der Deutsche Wetterdienst in Hamburg: Wo Norddeutschlands Wetter gemacht wird

Der Deutsche Wetterdienst in der Bernhard-Nocht-Straße in Hamburg-St. Pauli. Foto: C. Schumann, 2017
Der Deutsche Wetterdienst in der Bernhard-Nocht-Straße in Hamburg-St. Pauli. Foto: C. Schumann, 2017

Hamburg. Von seinem Büro im gründerzeitlichen Backsteinbau hathat Dr. Thomas Bruns einen weiten Blick auf den Hamburger Hafen. An den Kais auf der anderen Elbseite werden Containerschiffe be- und entladen. Im Dock von Blohm+Voss gegenüber wird ein Kreuzfahrtschiff gewartet. Gleich unterhalb des Fensters legen an den Landungsbrücken Fähren an und ab. Und weiter links erstrahlt die kürzlich eingeweihte Elbphilharmonie im Schein der Mittagssonne über der Hafencity. Nur kleine Schäfchenwolken zeigen sich an diesem Januartag am blauen Himmel.

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Vom Löscheimer zum Hightech-Rettungswagen

Norderstedt. Das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein in Norderstedt gilt mit 30.000 Besuchern als Deutschlands führende Sammlung rund um Feuer, Brände und Löschen – nächstes Besucherhighlight ist der Weihnachtsmarkt am 9.–11. Dezember 2016.

Wer die Plambeck-Halle betritt, sieht rot. Feuerwehrrot. Eng an eng stehend Dutzende Feuerwehrwagen. Ein intensiver Geruch von Öl und Diesel liegt in der Luft. Fast wirkt es, als könnten die startklar wirkenden Fahrzeuge beim ersten Alarm durch die große Toreinfahrt sofort zum Brandort rasen und Hilfe leisten. Doch der Eindruck täuscht – einerseits, denn die Feuerwehrfahrzeuge bilden ein Herzstück des Feuerwehrmuseums Schleswig-Holstein in Norderstedt.

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Wandern auf Rügen: Wo schon Hügel Berge sind

Mönchgut im Süden von Rügen gilt als Geheimtipp für Wanderer und Aktivurlauber. Beim Wanderherbst 2016 vom 14.–23. Oktober kann man die Halbinsel und andere Highlight der Ostseeinsel auf kostenlosen Touren mit ortskundigen Guides erkunden

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"Freie Gefühle": Dresdens junge Szene – Street-Art und der Kultursommer 2016

Klassisches "Must see" in Dresden: die Brühlschen Terrassen an der Elbe. Foto: C. Schumann, 2016
Klassisches "Must see" in Dresden: die Brühlschen Terrassen an der Elbe. Foto: C. Schumann, 2016

Dresden. Dresdens junge Szene und Street-Art-Kultur lädt in diesem Sommer zu spannenden Streifzügen – ein Anziehungspunkt ist die internationale Kunstausstellung Ostrale 2016, die noch bis bis zum 25. September dauert. Darüber hinaus laufen die letzten Arbeiten am neuen Kulturzentrum Kraftwerk Mitte, das im Dezember eröffnen als neue Heimstätte von Staatsoperette und Theater Junge Generation eröffnen wird. In der Neustadt dagegen entwickelt sich eine junge, individuelle Szene mit Schwerpunkt Mode und Straßenkunst. Ein persönlicher Streifzug.

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Anders und Anders: Nachhaltige Mode "Made in Sachsen" aus Dresden-Neustadt

"Exx" - das Ladengeschäft der Brüder Anders in Dresden-Neustadt. Foto: PR
"Exx" - das Ladengeschäft der Brüder Anders in Dresden-Neustadt. Foto: PR

Dresden. Hohe Decken, Stuck, Jahrhunderwendecharme – und stilvoll-schlicht ausgestellte Mode für Frauen und Männer. Wer das helle Ladenlokal des "Exx" an der Ecke von Rothenburger Straße und Böhmischer Straße in der Dresdner Neuststadt betritt, wird nicht von aggressivem Zeitgeist eingefangen. Vielmehr wirkt das Angebot zurückhaltend, fast defensiv. Ganz so, wie es den beiden Brüdern Sven und Peer Anders vorschwebt. Schon seit 1997 haben die beiden ihr Geschäfts im Herzen des Szenestadtteils. Denn auch mehr als 25 Jahre nach der Wende zeigt sich Dresden auf der "anderen" Elbseite in der Neustadt immer noch besonders jung und kreativ, voller Energie. Wer die Augustusbrücke von der Hofkirche hinüber zur Hauptstraße und weiter Richtung Alaunstraße geht, betritt eine andere, bunte Welt. Im Szenestadtteil sind Studenten, Künstler, Musiker und Freiberufler in der Mehrzahl.

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Unikate für den Hang: Ski- und Snowboard-seminare in Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen. In seinen Workshops zeigt der Garmisch-Partenkirchener Ex-Skiprofi Axel Forelle Wintersportlern, wie man individuelle Skier und Snowboards baut – unter den Teilnehmern sind auch viele Hamburger und Norddeutsche.

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Garmisch-Partenkirchen:  Zwischen Schneehotel und Schokoladenseminar

Alpinvergnügen auf der Zugspitze. Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/Farys
Alpinvergnügen auf der Zugspitze. Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/Farys

Garmisch-Partenkirchen.

Rund um Garmisch-Partenkirchen locken im Schatten der Zugspitze noch bis weit in den April Wintersporterlebnisse – und süße Versuchungen. Der oberbayerische Ort ist Ausgangspunkt für Wintersport und ungewöhnliche Übernachtungen im Iglu auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, sowie für ganzjährige Urlaubserlebnisse wie Schokoladenseminare und Kurse im Skibauen.

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Einfach mal nach Marl fahren ...

Die beiden Rathaustürme von Marl - architektonisches Symbol der 1960er Jahre. Foto: C. Schumann, 2015/16
Die beiden Rathaustürme von Marl - architektonisches Symbol der 1960er Jahre. Foto: C. Schumann, 2015/16

Marl. Manchmal bieten die unverhofften Stopps die Gelegenheit für die besten, weil unerwarteteten und unverstellten Eindrücke. So wie unser zweistündiger Aufenthalt in Marl am Nordrand des Ruhrgebiets Ende Dezember. Bekannt ist Marl den meisten allenfalls als Sitz des Grimme-Instituts, das alljährlich die renommierten Fernsehpreise vergibt. Und Fans des Hamburger SV vielleicht als Heimat von HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga. Doch hier, wo erst vor wenigen Wochen mit der Zeche Auguste Victoria eines der letzten Bergwerke Deutschlands geschlossen hat, lassen sich echte Zeitreisen machen: Wer den Stadtteil Brassert erkundet, entdeckt die Aufbruchszeit des Ruhrgebiets um 1900 mit alten Zechenarealen und Zechensiedlungen. Und das Zentrum von Marl gleicht einem lebendigen Museum für "futuristische" Architektur der 1960er und 1970er Jahre – Zeiten der Moderne, großer Ideen und des Aufbruchs.

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Im Ruhrgebiet: Bergwerk Auguste Victoria schließt endgültig

Nach meiner Grubenfahrt in der Zeche Auguste Victoria in Marl im Frühjahr 2015.
Nach meiner Grubenfahrt in der Zeche Auguste Victoria in Marl im Frühjahr 2015.
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Der Pilgerfotograf vom Niederrhein

Seit mehr als einem halben Jahrhundert hält der 83-jährige Heinrich Kersten im niederrheinischen Marien-Wallfahrtsort Kevelaer Prozessionen im Bild fest


Kevelaer. Wenn die Pilger kommen, beginnt für Heinrich Kersten eine Mischung aus Ritual und Routine. Fußwallfahrer empfängt der Fotograf schon zwei, drei Kilometer vor den Toren seiner Heimatstadt Kevelaer. Lichtet die lang gezogenen Gruppen mit seinem langen Teleobjektiv ab, fährt mit seinem Hollandrad schnell einige hundert Meter voraus und wiederholt alle Arbeitsschritte noch einmal. Damit auch wirklich jeder Pilger aufs Bild kommt. Für viele der Gläubigen, die einmal im Jahr aus nah und fern in den niederrheinischen Marien-Wallfahrtsort streben, gehört die Begrüßung durch den 83-jährigen Fotografen seit Jahrzehnten ebenso fest zur Kevelaer-Wallfahrt wie der Besuch der kleinen Gnadenkapelle im Ortszentrum.

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Landschaftspark Duisburg-Nord hat Weltrang

Duisburg. Mit Rankings ist das ja immer so eine Sache – zumal, wenn es um Reiseziele geht. Jetzt hat die britische Tageszeitung The Guardian die schönsten Parks der Welt gekürt. Mit dabei: der Landschaftspark in Duisburg-Meiderich. Das ehemalige Hüttengelände im Norden meiner Heimatstadt steht damit an Attraktivität gleichauf mit City-Grüns in New York, Sao Paulo, Paris oder London. Nicht schlecht, finde ich. Glückwunsch! Und: Glückauf!

 

Hier gehts zum Park-Ranking in The Guardian.

Zur Website des Landschaftsparks Duisburg-Nord.