Femern A/S: Erstes Tunnelelemet für kommenden Fehmarnbelttunnel nach Dänemark ist abgesenkt

Vor der zukünftigen Einfahrt zum Fehmarnbelttunnel auf dem dänischen Lolland wurde diese Woche das erste Tunnelelement versenkt. Foto: Femern AS/PR
Vor der zukünftigen Einfahrt zum Fehmarnbelttunnel auf dem dänischen Lolland wurde diese Woche das erste Tunnelelement versenkt. Foto: Femern AS/PR

NEWS Kopenhagen/Hamburg/Lolland (pr/cs). Nach einem mehrtägigen Absenkvorgang liegt das erste von insgesamt 89 Betonelementen für den kommenden Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland jetzt im Tunnelgraben am Meeresboden und ist mit dem dänischen Tunnelportal verbunden. Das meldet Bauherr Femern A/S jetzt. Das historische Ereignis begann am Montagabend, dem 4. Mai 2026, als fünf Schlepper und der Absenkponton IVY das Element von der Tunnelfabrik bei Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland zum Absenkpunkt vor der dänischen Küste transportierten. Am Mittwoch um die Mittagszeit begann dann das eigentliche Absenken. Rund 14 Stunden später war das Ziel erreicht und das erste Element präzise im Tunnelgraben vor dem Portal bei Rødbyhavn positioniert. Anschließend wurde das Element mithilfe eines hydraulischen Arms mit dem Portal verbunden. Die Position wurde schließlich durch eine präzise Lasermessung im abgesenkten Tunnelelement bestätigt. Im Laufe des Tages wird IVY dann final vom Element getrennt.

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Fehmarnbelttunnel: Spezialschiff erhält Zulassung zum Absenken der Tunnelelemente – Start im Frühjahr

NEWS Infrastruktur Kopenhagen/Hamburg (cs/pr). Der Bau des 18 Kilometer langen Fehmarnbelttunnels zwischen der däischen Ostseeinsel Lolland und dem deutschen Fehmarn kann noch in diesem Frühjahr mit dem Absenken des ersten Tunnelelemts einen entscheidenden Schritt weitergehen. Der dänische Bauherr Femern A/S meldet jetzt in einer Pressemitteilung, dass das dafür benötigte Spezialschiff IVY nun die abschließenden Tests bestanden und die formelle Zulassung von der dänische Schifffahrtsbehörde erhalten hat. Damit kann das beauftragte Baukonsortium Femern Link Contractors (FLC) mit den Vorbereitungen beginnen, die notwendig sind, um in diesem Frühjahr das erste Tunnelelement vor der Küste Lollands abzusenken. „Bei IVY handelt es sich um ein Spezialschiff, das ausschließlich für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels entwickelt wurde. Die Aufgabe des Schiffs ist komplex, daher waren zahlreiche Tests notwendig, um sicherzustellen, dass es den hohen technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen sowohl von uns als auch von den Behörden entspricht. Jetzt haben wir die Zulassung für das Schiff erhalten und können mit dem Absenken starten“, sagt Lasse Vester, stellvertretender Vertragsdirektor bei Sund & Bælt und zuständig für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels.

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Dänische Sparer legten 2025 mehr Geld zurück: Knapp neun Prozent des Einkommens werden in Dänemark gespart

NEWS Dänische Wirtschaft Kopenhagen (cs). Die dänische Sparquote steigt: Im Jahr 2025 sparten die Haushalte 8,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens an, so die zuständige Behörde Danmarks Statistik jetzt auf ihrer Website. Damit sparten die Haushalte in unserem nordischen Nachbarland sogar etwas mehr als im Jahr 2024, als die Sparquote bei "nur" 8,6 Prozent lag. Der Anstieg der Sparquote ist laut Experten vor allem darauf zurückzuführen, dass die verfügbaren Einkommen in Dänemark um insgesamt 8,3 Mrd. DKK stärker stiegen als der private Konsum. Während das verfügbare Einkommen um 69,3 Mrd. DKK bzw. 5,0 Prozent stieg, stieg der private Konsum um 61,0 Mrd. DKK bzw. 4,8 Prozent. //

Dänemarks neue Münzen: Den neuen Monarchen König Frederik X. in den Händen halten

Dänemarks Monarch Kong Frederik X. bei der ersten Entgegennahme "seiner" neuen Münzen in Schloss Amalienborg. Foto: Kongehuset
Dänemarks Monarch Kong Frederik X. bei der ersten Entgegennahme "seiner" neuen Münzen in Schloss Amalienborg. Foto: Kongehuset

Dänische Wirtschaft und Gesellschaft Kopenhagen (cs). Neuer König – neue Münzen. Wer jetzt oder in Kürze nach Dänemark reist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schon beim ersten Einkauf den seit zwei Jahren regierenden Monarchen Frederik X. In seinen Händen halten. Vorausgesetzt natürlich, man zahlt bar und nicht wie immer mehr Däninnen und Dänen bargeldlos mit Karte, Handy oder Smartwatch. Ganz digital ist aber selbst unser nördliches Nachbarland nicht – und soll es laut dänischer Nationalbank auch nicht werden: Jüngst empfahlen Experten aus Kopenhagen, dass alle Haushalte im Königreich mindestens 250 Kronen (ca. 35 Euro) pro Person an Bargeld vorrätig haben sollten. Sicher ist sicher. Denn Bezahlsysteme, Internetleitungen oder sogar der Strom könnten – wie kürzlich auf Bornholm geschehen – ja einmal komplett ausfallen.

Doch zurück zum Regenten, der 2024 seiner Mutter Margrethe II. auf den Thron folgte. Im Dezember brachte Dänemarks zentrale Notenbank neue Münzen in Umlauf, auf denen der amtierende König zu sehen ist: Auf der Vorderseite der neuen 20- und 10-Kronen-Münzen ist ein Porträt von Frederik X., das von der dänischen Künstlerin Eva Hjort geschaffen wurde. Es zeigt den Familienvater im Profil und mit Bart. 

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Größter Posten der Haushalte in Dänemark sind Miete und Mietnebenkosten

GESELLSCHAFT WIRTSCHAFT Kopenhagen (cs). Haushalte geben auch in Dänemark den größten Teil ihres monatlich zur Verfügung stehenden Budgts für Miete und Mietnebenkosten aus. Das meldet Dänemarks Statistikbehörde jetzt in einer neuen Pressemitteilung. Laut den aktuellen Zahlen für 2024 gaben Däninnen und Dänen danach von 1000 dänischen Kronen (DKK; ca. 134 Euro) durchschnittlich 371 DKK (ca. 50 Euro) für diesen Posten aus. Im Betrag enthalten sind laut Danmarks Statistik in Kopenhagen insbesondere die Ausgaben für Miete, Wärme/Fernwärme, Strom etc. Der zweitgrößte Ausgabenposten dänischer Haushalte waren Freizeitaktivitäten, Restaurantbesuche usw. Darauf entfielen durchschnittlich 156 DKK (ca. 21 Euro): 83 DKK (ca. 11 Euro) davon – also mehr als die Hälfte – gaben die Dänen für, Sport und Kultur, aber auch Posten wie (Pauschal-)Reisen aus. Die anderen 73 DKK (ca. 10 Euro) wurden hauptsächlich für Restaurantbesuche und Takeaway-Genuss ausgegeben. Der drittgrößte Ausgabenposten der Haushalte im nordischen Königreich war der Transport, für den der durchschnittliche Haushalt 142 DKK (ca. 19 Euro) ausgab. //

Ende einer Ära: Zum Ende der Briefzustellung verkauft die dänische Post PostNord Danmark jetzt ihre ikonischen roten Briefkästen

Bald nicht mehr im dänischen Straßenbild zu sehen: die ikonischen roten Briefkästen verschwinden Anfang 2026. Foto: PostNord Danmark/PR

NEWS Kopenhagen (cs). Das Ende einer Ära naht: Zum Jahresende stellt die dänische Post PostNord Danmark ihre Briefzustellung endgültig ein. Nach rund 400 Jahren verteilt die frühere "Königliche Post" damit keine Briefe, Zeitungen etc. mehr an die Briefkästen zwischen Skagen, Tønder und Kopenhagen. Weil damit auch die traditionsreichen roten Briefkästen überall im Land überflüssig werden, startet PostNord Danmark jetzt ihren Verkauf! Vom 15. Dezember an können 1200 der ikonischen roten Briefkästen jetzt von jedermann zu Preisen von 1500 bis 2000 dänischen Kronen (ca. 200 bis 270 Euro)  erworben werden. Der Erlös der Aktion geht an die dänische Wohltätigkeitsorganisation "Danmarks Indsamling". Damit geht eine Ära zuende, die 1851 mit den ersten roten Briefkästen im nordischen Königreich begann. Das teilte PostNord Danmark heute mit. //

Die dänische Klang- und Bildschmiede Bang & Olufsen aus Struer feiert 100-jähriges Jubiläum

Schönes Design schon in den Anfängen: das Radio Beolit39 von Bang & Olusen stammt von 1939. Foto: B&O/PR
Schönes Design schon in den Anfängen: das Radio Beolit39 von Bang & Olusen stammt von 1939. Foto: B&O/PR

WIRTSCHAFT und KULTUR Struer/Dänemark (cs). Ein dänischer Klassiker wird 100 Jahre alt: Bang & Olufsen aus dem dänischen Struer hat sich vom kleinen Hersteller von Radios zur weltweit geliebten Designmarke für Hifi- und Fernsehgeräte entwickelt. Trotz vieler Krisen der letzten Jahre ein guter Grund zu feiern – und dänisches Design und dänische Kultur einmal mehr zu bewundern. Denn viele Klassiker von B&O sind auch Jahrzehnte nach ihrer Vorstellung echte Hingucker. Und Hinhörer, wenn man das so sagen kann. Denn besonders exzellente Lautsprecher galten und gelten als Markenzeichen der Dänen. „Als Peter Bang und Svend Olufsen dieses Unternehmen 1925 gründeten, entwickelten sie nicht einfach nur Technologie – sie ließen sich von dem „unerschütterlichen Willen leiten, nur das Beste zu schaffen ... und beharrlich nach neuen Wegen zu suchen”. Heute, ein Jahrhundert später, treibt uns derselbe Geist bei allem an, was wir tun: bei jedem Lautsprecher, bei jedem handgefertigten Detail, bei jedem mutigen Schritt nach vorne“, sagt Kristian Teär, CEO von Bang & Olufsen anlässlich des runden Firmengeburtstags. 

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Endlich Sommer: Der Juli ist für Däninnen und Dänen der Ferienmonat Nummer eins

NEWS Kopenhagen (cs). Sommer, Sonne – Ferienzeit: Der Juli ist in Dänemark die Ferienzeit Nummer eins. Das geht aus neuen Zahlen hervor, die die dänische Statistikbehörde heute veröffentlicht hat.  Danach nahmen 2023 rund 41 Prozent der dänischen Arbeitnehmerinnen und -nehmer ihren Urlaub in der Kalenderwoche 29, also Mitte Juli. Die anschließende Woche, also die KW 30, ist demnach laut Danmarks Statistik die Woche mit der zweithöchsten Abwesenheit vom Arbeitsplatz – genau 40 Prozent der Däninnen und Dänen sind dann "mal weg". Damit steht der Sommer allerdings nicht an der Spitze der dänischen Urlaubszeit. Die Kalenderwoche, in der unsere nordischen Nachbarn am meisten frei nehmen, ist nämlich die Weihnachtswoche: In der KW 52 fehlen genau 42 Prozent aller dänischen Angestellten, ob Büromitarbeiterin, Elektriker oder Bauarbeiter.  Ein Hauptgrund für die Wahl der Urlaubszeit ist auch die Schließung von Kindergärten bzw. Kitas und Schulen.

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Ferienhausurlaub in Dänemark: „Ich mache auch privat gern Urlaub im Ferienhaus“ – Interview mit Pernille Kofod Lydolph vom Branchenverband der Vermieter

Pernille Kofod Lydolph ist Chefin von Feriehusudlejernes Brancheforening. Foto: Justine Høgh/PR
Pernille Kofod Lydolph ist Chefin von Feriehusudlejernes Brancheforening. Foto: Justine Høgh/PR

INTERVIEW Kopenhagen/Hamburg (cs). Pernille Kofod Lydolph ist seit Anfang 2024 Direktorin des dänischen Branchenverbandes der Ferienhausvermieter, Feriehusudlejernes Brancheforening, und steht damit führend für die beliebteste Urlaubsform im Königreich. Zuvor war die Tourismusexpertin viele Jahre bei Destination Bornholm für die Vermarktung der Ostseeinsel zuständig. Ich habe die 50-Jährige zu aktuellen Trends und Entwicklungen rund ums Ferienhaus gefragt.

 

Seit Anfang Januar sind Sie als Chefin des Branchenverbandes quasi Dänemarks „Ferienhausvermieterin“ Nummer ein – wie fühlt es sich an, ein Vertreter des wahrscheinlich beliebtesten „Produkts“ des Landes zu sein?

Es erfüllt mich mit Freude und Ehre, eine so wichtige Unterkunftsform wie das Sommerhaus, wie es auf Dänisch heißt, vertreten zu düren. Denn es ist genau das Produkt, das fast synonym mit Dänemark als Land und Marke ist.

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Dänische Reederei DFDS trennt sich von Traditionsroute Kopenhagen–Oslo

Die MS Crown Seaways ist eines der beiden Schiffe von DFDS auf der Route Kopenhagen–Oslo. Foto: DFDS/PR
Die MS Crown Seaways ist eines der beiden Schiffe von DFDS auf der Route Kopenhagen–Oslo. Foto: DFDS/PR

NEWS Kopenhagen (cs). Sie gehören zu Kopenhagen wie zu Oslo: Seit mehr als 150 Jahren verkehren die blau-weißen Fähren von DFDS zwischen der dänischen und der norwegischen Hauptstadt. Damit ist bald Schluss – überraschend gab die dänische Reederei Mitte Juni bekannt, dass sie ihre Kreuzfahrtroute an Gotlandsbolaget verkaufen wird. Die schwedische Reederei soll die Route sowie die beiden dort verkehrenden Schiffe M/S Crown Seaways und M/S Pearl Seaways bereits im Oktober dieses Jahres übernehmen. Der Kaufpreis beträgt rund 400 Mio. DKK (ca. 54 Mio. Euro). Laut eigenen Angaben möchte sich DFDS zukünftig mit dann noch 21 Schiffen stärker auf sein Kerngeschäft in den Bereichen Fracht, Logistik und Personentransport konzentrieren. Die kreuzfahrt-ähnliche Linie Kopenhagen–Oslo und zurück ist vor allem bei Städtereisenden im Norden beliebt und befördert mehr als 700.000 Passagiere im Jahr. „Wir sehen in diesem Geschäft großes Potenzial“, sagte Håkan Johansson, CEO von Gotlandsbolaget zum Neukauf. Johansson sicherte Kontinuität ebenso zu wie eine Neu- und Weiterentlicklung der Route, u.a. mit einer Renovierung der beiden Fährschiffe. Gotlandsbolaget wurde 1865 gegründet und ist Schwedens älteste Passagierschifffahrtsgesellschaft. Die Gruppe beschäftigt 600 Mitarbeiter und hat ihren Hauptsitz in Visby auf der Insel Gotland. //