Corona-Krise und ihre Folgen: Nordeuropas Arbeitsmarkt vor schweren Zeiten

NEWS Kopenhagen. Auch der Arbeitsmarkt der nordeuropäischen Länder ist von den Auswirkungen des Coronavirus-Pandemie heftig erschüttert. So stieg in Dänemark in den vergangenen Wochen die Zahl der Arbeitslosen um rund 45.000. Am Mittwoch letzter Woche meldeten sich landesweit fast 2.800 DänInnen beim Jobcenter, gab das zuständige Beschäftigungsministerium in Kopenhagen bekannt. Zum Vergleich: An einem normalen März-Mittwoch liegt die Zahl derjenigen, die sich in Dänemark arbeitslos melden, bei durchschnittlich 1.157 Personen. Dennoch sei der Trend leicht positiv, so das Beskæftigelsesministerium, denn eine Woche zuvor hatten sich sogar rund 3.800 Menschen arbeitslos gemeldet. Insgesamt waren am Samstag, 28. März, genau 164.510 DänInnen arbeitslos gemeldet – ein Anstieg von fast 33.800 seit dem 9. März. Der 9. März ist gleichzeitig der Stichtag, ab dem der dänische Staat mit seinem groß angelegten Hilfspaket Unternehmen und Selbständigen rückwirkend mit der Zahlung von Kurzarbeitergeld und anderen Kompensationsleistungen im akuten Krisenfall unterstützt. / cs

mehr lesen

Dänemark zieht Ausschüttung für Autoren wegen Coronakrise vor

NEWS Kopenhagen. Die dänischen Kulturbehörden haben die Aussschüttung des sogenannten Bibliotheksgeldes (dän. Bibliotekspenge), die in etwa mit der Ausschüttung der VG Wort hierzulande vergleichbar ist, auf Bitte der dänischen Autorenvereinigung auf heute vorgezogen. Wie die zuständige Behörde Slots- og Kulturstyrelsen in einer Pressemitteilung mitteilt, werden insgesamt rund 183 Mio. dänische Kronen an etwa 10.000 AutorInnen von Belletristik bis Sachbuch ausgeschüttet. So sollen wirtschaftliche Schwierigkeiten durch ausfallende Lesungen, Literaturmessen etc. nach Möglichkeit abgemildert werden. Die Summe entspricht umgerechnet etwa 24,5 Mio. Euro. Durchschnittlich erhalte jede/r AutorIn etwa 2350 Euro. / cs

mehr lesen

Dänisches Start-up Sprout: Nach Gebrauch in neuer Blüte

Teebeutel und Löffel in einem: der Sprout Spoon. Foto: PR
Teebeutel und Löffel in einem: der Sprout Spoon. Foto: PR

WIRTSCHAFT Kopenhagen. Es kommt nicht immer darauf an, gute Einfälle selbst zu haben – manchmal ist es noch wichtiger, das Potenzial eines innovativen Ansatzes zu erkennen. Genau so erging es Michael Stausholm mit Sprout. Vor sieben Jahren stieß der dänische Unternehmer auf der Crowdfunding-Plattform www.kickstarter.com auf eine Idee einiger Studierender vom Massachusetts Institute of Technology (MIT): einen Bleistift, der nach Gebrauch zu einer Pflanze wird. Der Stift sollte dabei nicht nur nachhaltig hergestellt, sondern auch biologisch abbaubar sein. Eine Art Gegenentwurf zum Kugelschreiber aus Kunststoff also. „Jahr für Jahr werden etwa 50 Milliarden Kugelschreiber produziert und verkauft. Das sind 135 Millionen Plastikstifte pro Tag, denn meist bestehen sie ja aus Mineralöl. Eine riesige Menge Plastik, die früher oder später im Müll landet“, rechnet der 50-jährige Stausholm vor. „Wenn wir nur einen kleinen Teil dieser Kunststoffschreiber durch pflanzbare Stifte ersetzen können, gibt es genug Grund für ihre Herstellung“, so der Unternehmer im Gespräch mit mir weiter.

mehr lesen