Nachhaltig spielen: Legostein bald aus recyceltem Kunststoff

NEWS Billund (cs). Der weltbekannte Spielwarenhersteller Lego möchte nachhaltiger werden. Im Sommer meldete das Unternehmen aus dem dänischen Billund, seine Produkte bis 2030 nachhaltig zu produzieren. Dazu teste das Unternehmen nach eigenen Angaben jetzt intensiv Legosteine, die aus recyceltem PET bestehen. Polyethylenterephthalat wird beispielsweise für Plastikflaschen verwendet und schon heute in einigen Branchen oft recycelt und wiederverwendet. Lego hat das Material nun als Grundlage für einen Prototypen seines beliebten Bausteins eingesetzt, der traditionell und seit rund 60 Jahren aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) besteht. Insgesamt sollen mehr als 250 verschiedene PET-Varianten geprüft worden sein. Um Qualität und Haltbarkeit der neuen, nachhaltigen Legosteine und anderen Spielzeugvarianten zu gewährleisten, müsse aber noch weiter geforscht werden, so Lego. Die nächste Testphase werden noch ein Jahr dauern.

Einkauf im Urlaub: Nordische Mobile Payment-Anbieter fusionieren

NEWS Kopenhagen (cs). Die drei größten Anbieter für mobiles Bezahlen im Norden gehen zusammen. Ende Juni vereinbarten die dänische Bank Danske Bank, die OP Financial Group aus Finnland und das norwegische Bankenkonsortium hinter dem Bezahlsystem Vipps eine Fusion der drei Bezahlplattformen MobilePay, Pivo und Vipps. Ziel des Schritts ist laut den drei Gesellschaften die Ambition, Europas bestes und umfassendsten digitales Bezahlsystem zu schaffen. Mit mehr als elf Millionen Kunden und über 300.000 teilnehmenden stationären Läden und Webshops wird das neue Gemeinschaftsunternehmen einer der größten Marktanbieter Europas sein. Stärken sehen die Player in einer gemeinsamen Produktentwicklung und mehr Innovationen. Als stark wachsendes Geschäftsfeld machen die nordischen Partner vor allem den Bereich E-Commerce mit immer mehr Käufen und Zahlungen über Ländergrenzen hinaus aus. Der Zusammenschluss steht unter dem Vorbehalt der EU-Wettberwerbshüter.

Hafen Hirtshals: Neuer Katamaran "Fjord FSTR" von Fjord Line erreicht norddänischen Hafen Hirtshals

Von Chistoph Schumann

 

NEWS Hirtshals/Kristiansand (cs). Der neue Katamaran "Fjord FSTR" von Fjord Line hat heute seinen neuen Heimathafen Hirtshals in Nordjütland erreicht. Das meldet die zuständige Hafenbehörde aktuell. Das neue Flaggschiff der norwegischen Reederei kann damit ein gutes Jahr später als ursprünglich geplant zur Sommersaison 2021 seinen Liniendienst zwischen den Häfen Hirtshals in Nord-Dänemark und Kristiansand in Südnorwegen aufnehmen. Die neue "Fjord FSTR" ist Nachfolger der bisher eingesetzten Schnellfähre "Fjord Cat". Die Fahrzeit über den Skagerrak wird wie bislang auch nur zwei Stunden und 15 Minuten betragen.

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Dänemark verlängert Lockdown bis 7. Februar 2021

NEWS. Kopenhagen (cs). Dänemark verlängert seinen Lockdown bis 7. Februar. Das hat die dänische Regierung unter Ministerpräsidentin Mette Frederiksen heute bekannt gegeben, so das dänische Fernsehen DR. Hintergrund sind die weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen und vor allem die offenbar schnelle Ausbreitung der britschen Coronavirus-Mutation im Königreich. Schon in mehr als 200 Tests sei die aggressive britische Variante des Virus, B117, gefunden worden, so Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Es gelte unter allen Umständen, ihre großflächige Verbreitung so weit wie möglich zu verhindern. Damit bleiben in Dänemark Restaurants, Geschäfte und Schulen bis auf Weiteres geschlossen. Mehr dazu hier. Dänische Experten rechnen damit, dass der Lockdown auch nach dem 7. Februar fortgesetzt werden muss. Eine Öffnung Anfang Februar "grenzte an ein Wunder", so ein dänischer Virologe. Verbunden mit dem strengen Shutdown sind auch massive Einschränkungen bei der Einreise, beispielsweise für deutsche Pendler und Touristen. //

Dänemark weitet Lockdown aufs ganze Königreich aus: Einkaufszentren schließen sofort, Geschäfte ab 25. Dezember

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemark weitet seinen Corona-Lockdown von heute an deutlich aus: Ab sofort müssen alle großen Einkaufscenter im Königreich angesichts steigender Infektionszahlen schließen. Restaurants, Cafés etc. sind bereits seit einigen Tagen "dicht". Darüber hinaus müssen ab 25. Dezember bis einschließlich 3. Januar auch alle übrigen Geschäfte und Boutiquen schließen – ausgenommen sind lediglich Supermärkte und Apotheken. Friseure, Fahrschulen und andere Unternehmen müssen bereits ab Montag,  21. Dezember, in den nationalen Lockdown gehen. Ab dann werden auch Schulkinder aller Klassen nach Hause geschickt. Das verkündete Regierungschefin Mette Frederiksen am Mittwochabend im Rahmen einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

 

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Dänemark vor neuem Lockdown: Heute ab 16 Uhr macht das nordische Königreich wieder "dicht"

NEWS Kopenhagen (cs). Im Kampf gegen die erneut hohen Coronavirus-Infektionszahlen steht Dänemarkvor einem weiteren Lockdown. Heute, Mittwoch, 12. Dezember 2020, ab 16 Uhr gelten in weiten Teilen des nordischen Königreichs starke Einschränkungen. Nachdem in den letzten Wochen vor allem Kopenhagen und Aarhus von einem starken Anstieg an Coronavirus-Kranken betroffen waren, melden in den letzten Tagen fast alle Gemeinden des Inselreichs stark steigende Zahlen. Deshalb gelten laut öffentlich -rechtlichem Rundfunk DR nun unter anderem folgende Regelungen des dänischen Gesundheitsministeriums: Restaurants, Cafés etc. schließen. SchülerInnen ab der 5. Klasse haben keinen Unterricht mehr, Theater, Kinos, Fitnesscenter etc. müssen schließen.

Betroffen von den Regeln sind neben Kopenhagen und Aarhus auch die Kommunen Assens, Billund, Bornholm, Brønderslev, Esbjerg, Fanø, Frederikshavn, Faaborg-Midtfyn, Haderslev, Hjørring, Jammerbugt, Kerteminde, Kolding, Langeland, Læsø, Mariagerfjord, Morsø, Nordfyns, Nyborg, Rebild, Svendborg, Sønderborg, Thisted, Tønder, Varde, Vejen, Vesthimmerlands, Ærø und Aabenraa.

Laut Beschluss der dänischen Regierung gelten diese Regelungen zunächst bis 3. Januar 2021.

Eine Reise nach Dänemark ist derzeit im Grunde nur aus triftigem Grund möglich. Ein Coronatest muss vorher gemacht werden. Nach der Rückreise nach Deutschland gilt Quarantänepflicht. //

Folge von Corona: Halb Dänemark arbeitet im Homeoffice

NEWS Kopenhagen (cs). Die Coronavirus-Krise und der Lockdown im Frühjahr haben die dänische Wirtschaft radikal verändert. Wie die dänische Statistikbehörde Danmarks Statistik jetzt meldet, hat zwischen April und Juni fast die Hälfte der DänInnen im Homeoffice gearbeitet: Rund 40 Prozent der Angestellten haben im zweiten Quartal ganz oder regelmäßig vom heimischen Küchentisch aus gearbeitet und Firma oder Behörde nicht oder nur selten aufgesucht. Das ist ein neuer Rekord, so Danmarks Statistik. Dabei liegen Kopenhagen und die Gemeinden rund um die dänische Haupstadt deutlich vor dem übrigen Königreich. Wenig überraschend: Kommunikations- und Informationsbranche waren die Wirtschaftszweige mit der höchsten Zahl an Homeoffice-Beschäftigten. Zum Vergleich: In den Jahren 2018 und 2019 lag die Zahl der DänInnen im Homeoffice im zweiten Quartal durchschnittlich nur bei 28 Prozent, heißt es in der neuen Veröffentlichung. //

 

 
 

Dänemarks letzte aktive Glashütte: Glaswerk Holmegaard wird interaktives Museum für Glas, Keramik und Design

Die dänische Kronprinzessin Mary bei der Eröffnung des Holmegaard Værks in Næsteved. Foto: VisitDenmark/PR
Die dänische Kronprinzessin Mary bei der Eröffnung des Holmegaard Værks in Næsteved. Foto: VisitDenmark/PR

NEWS Næsteved/Seeland. Holmegaard ist eine der bekanntesten Glashütten Dänemarks. Sie war bei Ihrer Gründung 1825 die erste Dänemarks und ist heute die einzige noch aktive Glashütte des Landes. Diesem traditionsreichen Erbe wurde nun neues Leben eingehaucht: Anfang Juni eröffnete Kronprinzessin Mary von Dänemark auf dem alten Industriegelände der Glashütte in der Gemeinde Næstved auf Seeland das neue Zentrum für Glaskunst, Holmegaard Værk. Das interaktive Museum für Glas, Keramik und Design umfasst mit mehr als 40.000 verschiedenen Werken eine der größten Glassammlungen Skandinaviens, verschiedene Dauerausstellungen und eine aktive Werkstätte für Glaskünstler. Hinzu kommen ein Designshop, ein Café und ein Restaurant. Das Highlight: Die Besucher können in den Werkstätten unter Anleitung der Künstler selbst mit Glas arbeiten und ihre Kreationen mit nach Hause nehmen.

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Der Rahmen zum Bikerglück – die Kopenhagener Fahrradmanufaktur Coh&Co

Mette Walsted von Coh&Co in der Manufaktur der Kopenhagener Radenthusiasten. Foto: Christoph Schumann, 2020
Mette Walsted von Coh&Co in der Manufaktur der Kopenhagener Radenthusiasten. Foto: Christoph Schumann, 2020

Von Christoph Schumann

 

 

REPORTAGE Kopenhagen Irgendwann hatte Paul Harder Cohen genug. Genug von traditionellen Fahrrädern mit wenig Komfort. Genug von unruhigen Rahmen, die bei schneller Fahrt die Spur nicht halten statt geradeaus zu rollen. Irgendwo in der für ihre vorbildliche Verkehrspolitik so hochgelobten Fahrradhauptstadt Kopenhagen müsste es doch ein Bike geben, das den Bedürfnissen der Mobilität von heute gerecht wird. Monatelang suchte der gebürtige Engländer vergeblich nach „seinem“ Zweirad. Gemeinsam mit seiner Frau Mette Walsted Kristiansen tüftelte der gelernte Bootsbauer, der einige Jahrzehnte mit Jachten gearbeitet hatte, an neuen Konzepten. Dabei experimentierte der heute 54-Jährige mit dem Material, das er vom Schiffsbau am besten kannte und das schon Karl Drais, der Erfinder des Ur-Vaters aller heutigen Räder benutzt hatte: Holz. Das robuste und gleichzeitig flexible, gut formbare Material war die Grundlage erster Rahmen, denen die studierte Grafikdesignerin Mette Walsted nordisch-klare Linien verlieh. Das Ergebnis: Seit rund fünf Jahren bauen die beiden Fahrradnerds ihre Wooca Bikes – aus: Wood und Copenhagen – in Handarbeit in Kleinserie. Die Werkstatt ihrer Coh&Co genannten Manufaktur liegt in einem flachen, alten Industriegebäude im Stadtteil Nyhavn, irgendwo zwischen Containerhafen und dem trendigen Wohn- und Geschäftsviertel, das in den vergangenen Jahren rund dreißig Fahrradminuten nördlich der Kopenhagener Altstadt aus dem Boden geschossen ist.

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Dänemark präsentiert "Exit-Strategie": Öffnung für Kindergärten, aber kein Frühjahrsurlaub für deutsche Urlauber

NEWS. Kopenhagen. Osterurlaub und Frühjahrsurlaub in Dänemark bleiben für deutsche und andere internationale Reisende in diesem Jahr ein Traum: Laut der gestern Abend präsentierten dänischen "Exit-Strategie" bleiben die Grenzen die nordischen Königreichs zunächst für weitere vier Wochen bis einschließlich 10. Mai 2020 geschlossen. Das sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (S) auf einer Pressekonferenz zu den dänischen Plänen zur "Genåbning", der schrittweisen Wiederöffnung des Landes nach den Corona-Beschränkungen der letzten Wochen. Auch Restaurants bleiben vorläufig geschlossen. Lockerungen gibt es dagegen für Kitas, Kindergärten und Grundschulen der Klassen null bis fünf: diese sollen ab 15. April – also unmittelbar nach Ostern – wieder öffnen. Schüler der Klassen sechs bis zehn sollen weiterhin zuhause bleiben und Fernunterricht erhalten. Abschlussprüfungen der dänisch Folkeskole genannten zehnjährigen Grundschule wird es demnach nicht geben.

Ein Aus gibt es jetzt schon für große Veranstaltungen, Festivals und andere Feiern: Große Versammlungen darf es laut Mette Frederiksen zunächst bis einschließlich August nicht geben. Das internationale Roskilde Festival, Nordeuropas größtes Musikevent mit zehntausenden Besuchern, meldete daraufhin bereits seine Absage. Stattfinden sollte das Roskilde Festival vom 27. Juni bis 4. Juli 2020. / cs