"Orcelle Wind": Dänischer Schiffsdesigner entwirft weltgrößtes Segelschiff

Einer der Entwürfe für den größten Auto-Segeltransporter der Welt. Foto: PR
Einer der Entwürfe für den größten Auto-Segeltransporter der Welt. Foto: PR

NEWS Helsingør/Oslo (cs). Die norwegische Reederei Wallenius Wilhelmsen Logistics (WWL) hat den dänischen Schiffsdesigner Knud E. Hansen aus Helsingør mit dem Entwurf des ersten Autotransporters beauftragt, der hauptsächlich als Segelschiff auf den Weltmeeren unterwegs sein wird. Die „Orcelle Wind“ wird ein vollwertiges Roll-On-/Roll-Off-Schiff mit einer Kapazität von bis zu 7.000 Pkw, das bis zu 90 % weniger Emissionen als konventionelle Frachtschiffe ausstößt. Mit einer Länge von 220 m und einer Höhe bis zur Spitze der Flügelsegel von etwa 100 m wäre es das größte Segelschiff der Welt. Fahren soll die „Orcelle Wind“ mit 10 bis 12 Knoten. Wenn alles nach Plan läuft, soll die „Orcelle Wind“ 2026 fahren. Wallenius Wilhelmsen hat seinen Hauptsitz in Lysaker bei Oslo und gilt als eine der führenden Reedereien beim weltweiten Transport von Autos und anderer rollfähiger Ladung. //

Neue Untersuchung: Fast 80 Prozent der dänischen Bevölkerung steht Tourismus positiv gegenüber

NEWS Kopenhagen (cs). Touristen sind in Dänemark willkommen. Das ist, kurz gefasst, das Ergebnis einer Umfrage, die VisitDenmark – Dänemarks offizielle Tourismuszentrale jetzt veröffentlicht hat. Die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Epinion unter mehr 8.000 DänInnen im September 2021 ist die erste dieser Art überhaupt. Das positive Ergebnis überraschte offenbar selbst die Auftraggeber: Insgesamt 78 Prozent, also fast drei Fünftel der Befragten, gaben danach an, dass Tourismus mehr positive Effekte als negative Auswirkungen habe. Diese zeigten sich besonders im Tourismus als Wirtschaftsfaktor, der unter anderem zu einem stärkeren lokalen Leben im Einzelhandel sowie in der Anzahl an Cafés oder Restaurants sowie bei Kulturangeboten und Aktivitäten zeige. Dies gilt einerseits für kleinere Städte und Kreise, aber auch für Dänemarks Großstädte. Hier sehen die Befragten städtisches Leben und die Stimmung allgemein positiv durch den Tourismus beeinflusst. //

 
 

Dänischer Logistiker A.P. Møller-Mærsk geht in die Luft und kauft deutsche Senator Spedition

NEWS Kopenhagen/Hamburg (cs). In der dänischen Transport- und Schifffahrtsbranche geht es nach der Coronakrise wieder deutlich aufwärts. Kürzlich meldete A.P. Møller-Mærsk für das 3. Quartal 2021 einen Rekordgewinn: Bereinigt lag der Gewinn für die Monate Juli bis September bei rund 5,45 Mrd. US-Dollar (rund 4,7 Mrd. Euro). Das entsprach mehr als dem Fünffachen des Gewinns des Vorjahresquartals. Den Umsatz steigerte die weltgrößte Reederei mit Hauptsitz in Kopenhagen um 68 Prozent auf 16,6 Mrd. Dollar (14,3 Mrd. Euro). Im November kamen dann zu Mærsks 80.000 MitarbeiterInnen weltweit weitere 1700 sowie die Sparte Luftfracht hinzu, als der Logistikkonzern die Übernahme der Hamburger Senator Spedition International meldete. Senator gilt als größte mittelständiger Luftfrachtanbieter Deutschlands, der derzeit 19 Fracht-Direktflüge rund um den Globus anbietet. Größter Senatorkunde ist der Münchner Autobauer BMW. //

Nordeuropas größtes Infrastrukturprojekt: Neuer Chef für den kommenden Fehmarndbelttunnel

NEWS Kopenhagen/Fehmarn (cs). Postenrücken bei Nordeuropas größtem Infrastrukturprojekt: Femern A/S, das Unternehmen hinter dem Bau des rund 18 km langen geplanten Tunnels unter dem Fehmarnbelt zwischen Rødby auf der dänischen Insel Lolland und Puttgarden auf Fehmarn, hat einen neuen Chef: Neuer Vorstandsvorsitzender ist seit wenigen Wochen Henrik Vincentsen, der seinen Posten von Claus Baunkjær übernimmt. Baunkjær war seit 2012 Projektverantwortlicher und wechselt zur Schwestergesellschaft A/S Øresund, die für den Betrieb der Verbindung zwischen Dänemark und Schweden steht. Vincentsen hat sich in den letzten beiden Jahren mit Vorplanungen für die angedachte innerdänische „Kattegatbro“, eine Brückenverbindung zwischen Aarhus und Jütland beschäftigt. //

Nachhaltig spielen: Legostein bald aus recyceltem Kunststoff

NEWS Billund (cs). Der weltbekannte Spielwarenhersteller Lego möchte nachhaltiger werden. Im Sommer meldete das Unternehmen aus dem dänischen Billund, seine Produkte bis 2030 nachhaltig zu produzieren. Dazu teste das Unternehmen nach eigenen Angaben jetzt intensiv Legosteine, die aus recyceltem PET bestehen. Polyethylenterephthalat wird beispielsweise für Plastikflaschen verwendet und schon heute in einigen Branchen oft recycelt und wiederverwendet. Lego hat das Material nun als Grundlage für einen Prototypen seines beliebten Bausteins eingesetzt, der traditionell und seit rund 60 Jahren aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) besteht. Insgesamt sollen mehr als 250 verschiedene PET-Varianten geprüft worden sein. Um Qualität und Haltbarkeit der neuen, nachhaltigen Legosteine und anderen Spielzeugvarianten zu gewährleisten, müsse aber noch weiter geforscht werden, so Lego. Die nächste Testphase werden noch ein Jahr dauern.

Einkauf im Urlaub: Nordische Mobile Payment-Anbieter fusionieren

NEWS Kopenhagen (cs). Die drei größten Anbieter für mobiles Bezahlen im Norden gehen zusammen. Ende Juni vereinbarten die dänische Bank Danske Bank, die OP Financial Group aus Finnland und das norwegische Bankenkonsortium hinter dem Bezahlsystem Vipps eine Fusion der drei Bezahlplattformen MobilePay, Pivo und Vipps. Ziel des Schritts ist laut den drei Gesellschaften die Ambition, Europas bestes und umfassendsten digitales Bezahlsystem zu schaffen. Mit mehr als elf Millionen Kunden und über 300.000 teilnehmenden stationären Läden und Webshops wird das neue Gemeinschaftsunternehmen einer der größten Marktanbieter Europas sein. Stärken sehen die Player in einer gemeinsamen Produktentwicklung und mehr Innovationen. Als stark wachsendes Geschäftsfeld machen die nordischen Partner vor allem den Bereich E-Commerce mit immer mehr Käufen und Zahlungen über Ländergrenzen hinaus aus. Der Zusammenschluss steht unter dem Vorbehalt der EU-Wettberwerbshüter.

Hafen Hirtshals: Neuer Katamaran "Fjord FSTR" von Fjord Line erreicht norddänischen Hafen Hirtshals

Von Chistoph Schumann

 

NEWS Hirtshals/Kristiansand (cs). Der neue Katamaran "Fjord FSTR" von Fjord Line hat heute seinen neuen Heimathafen Hirtshals in Nordjütland erreicht. Das meldet die zuständige Hafenbehörde aktuell. Das neue Flaggschiff der norwegischen Reederei kann damit ein gutes Jahr später als ursprünglich geplant zur Sommersaison 2021 seinen Liniendienst zwischen den Häfen Hirtshals in Nord-Dänemark und Kristiansand in Südnorwegen aufnehmen. Die neue "Fjord FSTR" ist Nachfolger der bisher eingesetzten Schnellfähre "Fjord Cat". Die Fahrzeit über den Skagerrak wird wie bislang auch nur zwei Stunden und 15 Minuten betragen.

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Dänemark verlängert Lockdown bis 7. Februar 2021

NEWS. Kopenhagen (cs). Dänemark verlängert seinen Lockdown bis 7. Februar. Das hat die dänische Regierung unter Ministerpräsidentin Mette Frederiksen heute bekannt gegeben, so das dänische Fernsehen DR. Hintergrund sind die weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen und vor allem die offenbar schnelle Ausbreitung der britschen Coronavirus-Mutation im Königreich. Schon in mehr als 200 Tests sei die aggressive britische Variante des Virus, B117, gefunden worden, so Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Es gelte unter allen Umständen, ihre großflächige Verbreitung so weit wie möglich zu verhindern. Damit bleiben in Dänemark Restaurants, Geschäfte und Schulen bis auf Weiteres geschlossen. Mehr dazu hier. Dänische Experten rechnen damit, dass der Lockdown auch nach dem 7. Februar fortgesetzt werden muss. Eine Öffnung Anfang Februar "grenzte an ein Wunder", so ein dänischer Virologe. Verbunden mit dem strengen Shutdown sind auch massive Einschränkungen bei der Einreise, beispielsweise für deutsche Pendler und Touristen. //

Dänemark weitet Lockdown aufs ganze Königreich aus: Einkaufszentren schließen sofort, Geschäfte ab 25. Dezember

NEWS Kopenhagen (cs). Dänemark weitet seinen Corona-Lockdown von heute an deutlich aus: Ab sofort müssen alle großen Einkaufscenter im Königreich angesichts steigender Infektionszahlen schließen. Restaurants, Cafés etc. sind bereits seit einigen Tagen "dicht". Darüber hinaus müssen ab 25. Dezember bis einschließlich 3. Januar auch alle übrigen Geschäfte und Boutiquen schließen – ausgenommen sind lediglich Supermärkte und Apotheken. Friseure, Fahrschulen und andere Unternehmen müssen bereits ab Montag,  21. Dezember, in den nationalen Lockdown gehen. Ab dann werden auch Schulkinder aller Klassen nach Hause geschickt. Das verkündete Regierungschefin Mette Frederiksen am Mittwochabend im Rahmen einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

 

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Dänemark vor neuem Lockdown: Heute ab 16 Uhr macht das nordische Königreich wieder "dicht"

NEWS Kopenhagen (cs). Im Kampf gegen die erneut hohen Coronavirus-Infektionszahlen steht Dänemarkvor einem weiteren Lockdown. Heute, Mittwoch, 12. Dezember 2020, ab 16 Uhr gelten in weiten Teilen des nordischen Königreichs starke Einschränkungen. Nachdem in den letzten Wochen vor allem Kopenhagen und Aarhus von einem starken Anstieg an Coronavirus-Kranken betroffen waren, melden in den letzten Tagen fast alle Gemeinden des Inselreichs stark steigende Zahlen. Deshalb gelten laut öffentlich -rechtlichem Rundfunk DR nun unter anderem folgende Regelungen des dänischen Gesundheitsministeriums: Restaurants, Cafés etc. schließen. SchülerInnen ab der 5. Klasse haben keinen Unterricht mehr, Theater, Kinos, Fitnesscenter etc. müssen schließen.

Betroffen von den Regeln sind neben Kopenhagen und Aarhus auch die Kommunen Assens, Billund, Bornholm, Brønderslev, Esbjerg, Fanø, Frederikshavn, Faaborg-Midtfyn, Haderslev, Hjørring, Jammerbugt, Kerteminde, Kolding, Langeland, Læsø, Mariagerfjord, Morsø, Nordfyns, Nyborg, Rebild, Svendborg, Sønderborg, Thisted, Tønder, Varde, Vejen, Vesthimmerlands, Ærø und Aabenraa.

Laut Beschluss der dänischen Regierung gelten diese Regelungen zunächst bis 3. Januar 2021.

Eine Reise nach Dänemark ist derzeit im Grunde nur aus triftigem Grund möglich. Ein Coronatest muss vorher gemacht werden. Nach der Rückreise nach Deutschland gilt Quarantänepflicht. //