Dänemark: Kreidefelsen Møns Klint auf Ostseeinsel Møn sind jetzt Unesco-Welterbe

Typischer Steinstrand an der Steilküste von Møns Klint, die jetzt zum Unesco-Welterbe gehört. Foto: Christoph Schumann
Typischer Steinstrand an der Steilküste von Møns Klint, die jetzt zum Unesco-Welterbe gehört. Foto: Christoph Schumann

NEWS Natur Møn (cs). Dänemark hat ein neues Welterbe: In Paris hat die Unesco heute entschieden, dass die weltberühmte Kreidefelsen auf der dänischen Ostseeinsel Møn jetzt neu zum schützenswerten Welterbe gehören. Møns Klint, so der dänische Name der Steilküste, ist damit jetzt dänisches Welterbe wie bisher schon u.a. der Dom in Roskilde oder das Hamlet-Schloss Kronborg in Helsingør. Die bei Sonnenschein leuchtend weißen Felsen der Küstenklippen und die dahinter liegenden Hügel bestehen aus Kreide, die während der letzten Eiszeit von den gewaltigen Kräften des Eises zu einem der größten glazialen tektonischen Komplexe der Welt aufgeschoben wurde. Møns Klint und Høje Møn sind unter anderem wegen ihrer guten Zugänglichkeit ein wichtiger Standort für die geologische Forschung. Seit mehr als 200 Jahren ist das Gebiet auch ein beliebtes Ziel für dänische und ausländische Touristen.

Dänemarks Kulturminister Jakob Engel-Schmidt freut sich über die Entscheidung: "Ich bin überglücklich und stolz. Ein großes Dankeschön an all die Menschen vor Ort, die dies ermöglicht haben und die nun stolz darauf sein können, in einem Gebiet zu leben, dessen Größe und Schönheit den Pyramiden oder dem Taj Mahal in nichts nachsteht. Møns Klint bietet eine einzigartige Natur und ist ein wichtiger Ort für die geologische Forschung. Die ganze Welt verdient es, die einzigartige Schönheit von Møns Klint und ganz Dänemark zu erkennen."

Der Antrag auf Nominierung für die Welterbeliste wurde im Januar 2024 bei der UNESCO eingereicht und wird seitdem unter Beteiligung von Experten aus aller Welt eingehend geprüft, bevor er auf der 47. Sitzung des Welterbekomitees im Juli 2025 in Paris, Frankreich, vorgestellt wird. Die Gemeinde Vordingborg und das Geocenter Møns Klint stehen hinter der Nominierung in Zusammenarbeit mit der dänischen Naturschutzbehörde, der Universität Kopenhagen und der dänischen Behörde für Kultur und Schlösser. //